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WirtschaftsWoche Chefgespräch

German, Finance, 1 season, 251 episodes, 1 day, 19 hours, 43 minutes
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WirtschaftsWoche-Chefredakteur Beat Balzli diskutiert mit den wichtigsten Unternehmern, Top-Managerinnen, Ökonomen und Wirtschaftspolitikerinnen Deutschlands, wie es in der aktuellen Situation gelingt, erfolgreich ein Unternehmen zu führen – und wie sie selbst erfolgreich wurden. Dabei geben die Gäste faszinierende und tiefe Einblicke in ihr Leben als Entscheider und Privatpersonen.
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Veggie-Experte Godo Röben: „Die letzten Monate hatte die Bevölkerung keine Lust mehr, die Welt zu retten"

Wenn Sie lieber Fleischalternativen essen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Godo Röben etwas damit zu tun hat. Er hat einst die Veggie-Revolution bei Rügenwalder angezettelt und treibt diese Revolution heute als Berater an den unterschiedlichsten Stellen voran: bei der Regierung in Berlin, bei traditionellen Lebensmittelkonzernen und als Angel Investor beim Food-Tech-Start-up Eaden Project. Godo Röben spricht mit Varinia Bernau darüber, wie er aus einem klassischen Metzgereibetrieb einen Anbieter für vegetarische Alternativen machte. Wie etwa bewegt man Mitarbeiter dazu, umzudenken und sich auf etwas ganz Neues einzulassen? Außerdem erzählt er, warum es für die Karriere gut sein kann, nicht ständig den Arbeitgeber zu wechseln, wieso gute Marken meist einem Familienbetrieb entstammen – und wie die Zukunft unserer Ernährung aussieht. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
4/18/202450 minutes, 53 seconds
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Obi-Chef Gundel: „Unsere Antwort kann nicht sein, etwas zu kopieren – erst recht nicht Amazon“

Baumärkte gehörten zu den Gewinnern der Coronazeit. Die Kunden rannten ihnen die Türen ein, viele verschönerten ihr Zuhause, das sogenannte Cocooning ließ die Umsätze durch die Decke gehen. Das ist nun vorbei. Sebastian Gundel ist seit zwei Jahren Chef von Obi, vorher war er in dem Unternehmen für Digitales zuständig und hat den österreichischen Markt betreut. Wirtschaftlich lief es für Obi zuletzt nur mäßig: Die Umsätze sanken, in zwei Sparrunden mussten insgesamt 300 Mitarbeiter gehen. Wie es sich anfühlt, diesen Posten in Krisenzeiten zu übernehmen, warum er die Digitalisierung ein bisschen überschätzt hat und ob er selbst ein Heimwerkerkönig ist, erzählt er Konrad Fischer in dieser Folge. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
4/11/202451 minutes, 48 seconds
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Little-John-Bikes-Chef Peschke: „In der Fahrradbranche gibt es Hauen und Stechen, auch mit der Faust ins Gesicht“

Die Lager vieler Fahrradhändler sind voll – und so locken sie derzeit mit Rabatten. Gut für uns Verbraucher, weniger gut für die Händler. Einer, der sich in dieses Geschäft gewagt hat, ist Robert Peschke. Er ist Chef von Little John Bikes. Das Unternehmen mit Sitz in Dresden betreibt so viele Läden wie kein anderer Fahrradhändler in der Republik: etwa 70 Adressen, rund 400 Beschäftigte. Gelernt hat er sein Handwerk im Management von Aldi Süd. Und später in Tunesien den Lebensmittelhändler Aziza aufgebaut. Peschke erzählt Varinia Bernau, wie ihn seine Kindheit in der DDR prägte, warum nicht nur Rentner E-Bikes fahren – und wieso ihn seine Mitarbeiter gern mit dem Begriff „Chefchen“ ärgern. Hier lesen Sie den im Podcast erwähnten Text von Henryk Hielscher: Der verstorbene Discountkönig Karl Albrecht hinterlässt ein Milliardenvermögen und Management-Leitsätze, die das Fundament für Aldis Aufstieg bildeten. Sie lehren, wie man einen Konzern auf Erfolgskurs hält. https://www.wiwo.de/10251212.html Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
4/4/202447 minutes, 45 seconds
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EBM-Papst-Chef Geißdörfer: „Wir haben uns hier und da zu sehr auf den Lorbeeren ausgeruht“

EBM-Papst ist einer dieser großen schwäbischen Mittelständler, ohne die die deutsche Wirtschaft nicht das wäre, was sie ist. Mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz macht das Unternehmen mit dem Bau von Ventilatoren und beschäftigt 16.000 Mitarbeiter. Seit drei Jahren ist Klaus Geißdörfer Chef von EBM-Papst. Zum Amtsantritt sagte er: „Das Geschäft mit der Autoindustrie lassen wir auslaufen, das ist für uns Lowtech“. Und kappte gleich zwei große Bereiche: das Geschäft mit Autos und das mit weißer Ware wie Kühlschränke. Wie aus dem Chemiestudenten Geißdörfer der Konzernlenker wurde und ob sich ein superteurer MBA eigentlich lohnt, erzählt er Konrad Fischer. Außerdem geht es darum, was er auf jede Reise mitnimmt, weshalb Kühlaggregate funktionieren wie ein Orchester – und wieso die Autoindustrie für EBM-Papst uninteressant geworden ist. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
3/28/202446 minutes, 12 seconds
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Verivox-Chef Puschmann: „Ich kenne Menschen, die lieber zwei Tage kein warmes Wasser haben als zwei Tage kein Internet“

Daniel Puschmann weiß vermutlich, warum wir Verbraucher beim Wechsel des Strom- oder Telefonanbieters so träge sind. Er ist Chef des Vergleichsportals Verivox. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 500 Mitarbeiter, gehört zu 70 Prozent ProSiebenSat.1 Media und zu 30 Prozent General Atlantic. Nach Check24 ist Verivox die Nummer zwei der Vergleichsportale. Puschmann erzählt Varinia Bernau, wie diszipliniert er selbst ist, wenn es darum geht, zu einem günstigeren Strom- oder Telefonanbieter zu wechseln. Und warum mangelnder Wettbewerb bei den Tarifen Deutschland sogar schadet. Außerdem verrät Puschmann, wie ihn seine Zeit als Unternehmensberater geprägt hat, weshalb in seiner Garage sechs Motorräder stehen – und er nicht glaubt, dass eine Person an der Spitze alles besser weiß. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
3/21/202445 minutes, 46 seconds
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Einskommafünfgrad-Chef Schröder: „Die Angst vor dem Scheitern ist unglaubliche Motivation“

Philipp Schröder wuchs bei Aussteigern auf dem Öko-Bauernhof auf, schmiss das Studium zweimal, gründete ein Unternehmen, scheiterte, gründete wieder. Und plötzlich klappte wirklich alles: Nur drei Jahre später ist sein Unternehmen Einskommafünfgrad mehr als eine Milliarde Euro wert. Rund 2000 Mitarbeiter in sieben Ländern arbeiten in seiner Firma daran, die grüne Energieversorgung und Erzeugung in Privathaushalten umzusetzen. Kern des Geschäfts ist eine App. Wie Schröder, heute 40 Jahre alt, dieser Karrieretwist gelungen ist und ob Elon Musk wirklich so viel damit zu tun hatte, wie alle glauben, erzählt er Konrad Fischer in dieser Folge. Außerdem geht es darum, wie er vom Anti-Atomkraft-Aktivisten zum CDU-Mitglied wurde, was Turnschuhe damit zu tun hatten – und wieso Anmaßung Voraussetzung für Innovation ist. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
3/14/202449 minutes, 34 seconds
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Upstalsboom-Chef Janssen: „Menschen waren für mich Objekte, die Stellen besetzt haben“

Bodo Janssen hat mit fast 50 Jahren so viel erlebt, dass es locker für drei Leben reichen würde. Mit 24 Jahren wurde er entführt, verbrachte acht Tage in Geiselhaft und erlebte acht Scheintötungen. Mit Anfang 30 stieg Janssen ins Familienunternehmen ein: Upstalsboom betreibt etwa 65 Hotels und Ferienwohnanlagen, vor allem an Nord- und Ostsee. Kurz darauf kam sein Vater bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, der Sohn übernahm die Führung. Die Zahlen stimmten zwar, aber die Stimmung im Unternehmen war mies. Nach einem niederschmetternden Ergebnis einer Mitarbeiterbefragung verbrachte Janssen eineinhalb Jahre im Kloster. Wie ihn all das prägte und seinen Karriereweg und Führungsstil veränderte, erzählt er Varinia Bernau. Außerdem beschreibt er, warum ihn die Angst vor den coronabedingten Schließungen der Hotels an die Angst vor dem Tod erinnerte. Und wie Extremsituationen helfen, Vertrauen zu gewinnen. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
3/7/202446 minutes, 45 seconds
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Ottobock-Erbin Georgia Näder: „Mitarbeiter sagen mir immer noch, wie groß ich geworden bin“

„Und, hast du sonst noch ein Leben?“ Das ist eine Frage, die Georgia Näder regelmäßig hören dürfte. Sie ist Gründerin des Ernährungs-Start-ups Merawi und Managerin im Familienunternehmen, dem weltgrößten Prothesenhersteller Ottobock – und das mit Mitte 20. Das Unternehmen Ottobock wurde 1919 gegründet. Damals ging es vor allem darum, die vielen Kriegsversehrten mit Prothesen zu versorgen. Seit den Vierzigerjahren wird das Unternehmen von der Familie Näder geführt und konzentriert sich neben Prothesen auch auf Orthesen: Sie ermöglichen Menschen mit Teillähmungen, wieder mobil zu werden. Georgia Näder erzählt Konrad Fischer, weshalb sie die Anonymität eines Internats als Jugendliche zu schätzen lernte, wie sich der gesellschaftliche Umgang mit Behinderung verändert hat – und wie sie einen neuen Führungsstil im Unternehmen etabliert. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
2/29/202447 minutes, 25 seconds
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Marc-O'Polo-Chef Böck: „Ganz ohne Fast Fashion wird’s auch in Zukunft nicht gehen“

2023 war ein schweres Jahr für die deutschen Modehändler: P&C, Peter Hahn, Görtz, Hallhuber, Gerry Weber – sie alle mussten Insolvenz anmelden. Bei einer deutschen Modekette allerdings lief es ziemlich gut: Marc O’Polo hat mehr als 600 Millionen Euro umgesetzt. Und der Chef Maximilian Böck ist heute zu Gast im Chefgespräch. Die Geschichte von Marc O’Polo beginnt 1967 in Stockholm – mit einem handgewebten Patchwork-Hemd aus indischer Baumwolle, dem ersten Kollektionsteil der drei Firmengründer. Dass Marc O’Polo heute nicht nur zwei Drittel des Umsatzes im deutschsprachigen Raum macht, sondern seinen Firmensitz auch im oberbayrischen Stephanskirchen hat, liegt an dem Mann, den die Gründer ein Jahr später auf einer Modemesse in Köln kennenlernen: Werner Böck. Noch am selben Tag wird er zum ersten Importeur der Marke und 1997 zum Mehrheitseigner. Zwanzig Jahre später tritt sein Sohn Maximilian ins Unternehmen ein und übernimmt 2021 die Führung. Warum das gar nicht mal so selbstverständlich war und was er heute eben besser macht als all die kriselnden Modehändler, erzählt er Varinia Bernau im Podcast. Außerdem sprechen sie darüber, was die Deutschen von den Japanern lernen sollten, wie steil seine Lernkurve als Chef in Krisenzeiten war – und wie sich der deutsche Stil von anderen europäischen unterscheidet. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
2/22/202446 minutes, 25 seconds
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SMA-Solar-Chef Reinert: „Ich bin für offenen und fairen Wettbewerb – nur ist er das nicht“

Wenn es sie schon nicht für Menschen gibt – gibt es die Reinkarnation dann wenigstens für Unternehmen? Das ist eine Frage, die Jürgen Reinert sich in seinem Managerleben ab und an gestellt haben dürfte. Reinert ist Vorstandschef des Unternehmens SMA Solar, des wichtigsten Solarunternehmens in Deutschland. Gegründet wurde das Unternehmen 1981 – erlebte den großen Boom und die noch größere Krise der Industrie also nicht nur, sondern überlebte sie. Reinert wurde in Namibia geboren, studierte gemeinsam mit Elon Musk in Südafrika, ging dann nach Deutschland und Schweden. Er erzählt Konrad Fischer, wie ihn seine Herkunft geprägt hat, was er über Führung in Schweden gelernt hat – und wieso ihm einmal Soldaten mit sieben Mark aushalfen. Außerdem spricht Reinert darüber, wie SMA Solar im vergangenen Jahr trotz Krise bis zu 80 Prozent wachsen konnte und er mit Subventionen hadert. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
2/15/202449 minutes, 33 seconds
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Tesa-Chef Goldberg: „Das Experiment darf schiefgehen, aber sprengen Sie nicht das ganze Labor in die Luft“

Natürlich kennen Sie den Tesafilm! Der Begriff steht schließlich sogar im Duden – als Synonym für Klebestreifen. Aber wussten Sie, dass in einem Smartphone 70 solcher Tapes und in einem E-Auto sogar 130 davon verbaut sind? Mehr darüber verrät der heutige Gast im Chefgespräch. Tesa-Chef Norman Goldberg begann Mitte der Achtziger mit dem Chemiestudium, später promovierte er und war einige Zeit in der universitären Forschung – ehe er im Jahr 2000 in die Forschungsabteilung von Henkel wechselte. Später war er Co-Vorsitzender der Geschäftsführung bei Lohmann, ebenfalls ein Hersteller von Klebelösungen. 2017 wechselte Goldberg zu Tesa, wo er seit 2020 Vorstandsvorsitzender ist. Varinia Bernau und Norman Goldberg sprechen darüber, was die Welt im Innersten zusammenhält und was sie gerade auseinanderreißt: Welche geopolitischen Risiken gibt es derzeit für ein weltweit agierendes Unternehmen und wie geht Tesa damit um? Außerdem erzählt Goldberg, was ihm in schwierigen Situationen als Chef Halt gibt – und weshalb ausgerechnet sein eigenes Produkt einmal ein Gespräch mit seinem Sohn störte. Mitarbeit: Christian Heinemann, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
2/8/202439 minutes, 28 seconds
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Das Chefgespräch ist zurück!

Wir sind wieder da – ein bisschen anders, mit neuen Ideen und natürlich neuen Gästen! In dieser Folge stellen sich die Hosts Varinia Bernau und Konrad Fischer vor und erklären, was Sie ab 9. Februar hier erwartet. Sie haben uns viel Feedback dazu gegeben, was Sie am Chefgespräch besonders mögen und was weniger. Vielen Dank dafür! Ihre Vorschläge haben wir uns zu Herzen genommen und den Podcast angepasst. Sie können sich auf spannende Gespräche mit CEOs, Managerinnen und Familienunternehmern freuen – zum Beispiel Norman Goldberg (Tesa), Georgia Näder (Ottobock), Nina Hugendubel, Sebastian Gundel (Obi), Amir Kassaei und vielen weiteren. Lassen Sie uns auch weiterhin wissen, wie Ihnen das Chefgespräch gefällt: [email protected] Danke fürs Zuhören und bis nächste Woche!
2/2/20247 minutes, 33 seconds
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Chefgespräch | Der Podcast der WirtschaftsWoche

Varinia Bernau und Konrad Fischer diskutieren im Wechsel mit den wichtigsten Familienunternehmern, Top-Managerinnen und CEOs Deutschlands, wie es in der aktuellen Situation gelingt, erfolgreich ein Unternehmen zu führen – und wie sie selbst erfolgreich wurden. Dabei geben die Gäste faszinierende und unterhaltsame Einblicke in ihr Leben – als Inspiration für Ihren Karriereweg. Immer freitags.
1/30/20241 minute, 50 seconds
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Commercetools-Chef Hoerig: „Es kann nicht sein, dass Temu oder Shein signifikante Wettbewerbsvorteile haben“

Der heutige Gast im Chefgespräch ist 1,80 Meter groß – und damit zwar für einen Unternehmer nicht auffällig klein, aber eben doch zu klein für eine Karriere als Profivolleyballer. Die hat er in seiner Jugend durchaus angestrebt. Weil er kleiner war als die anderen, musste er immer einen Ticken besser sein: schneller annehmen, höher springen, kräftiger angreifen. Das hat ihn geprägt. Auch für die spätere Karriere als Gründer. Schon während seines Informatikstudiums in München versuchte sich Dirk Hoerig an einem Start-up – dummerweise allerdings gemeinsam mit jemandem, der eines Tages mit dem gesamten Risikokapital verschwunden war. Trotzdem hat er sich später noch einmal als Gründer versucht. Und dieses Mal ziemlich erfolgreich. Sein Unternehmen Commercetools, ein Softwareanbieter für den Onlinehandel, ist mit 1,9 Milliarden US-Dollar eines der am höchsten bewerteten Start-ups in Deutschland. Seinen Mitstreiter bei Commercetools hat er übrigens beim Volleyball kennengelernt. Dirk Hoerig erzählt Varinia Bernau, was man vom Volleyball in Sachen Unternehmertum lernen kann, wie man mit Rückschlägen umgeht – und den richtigen Co-Gründer findet. Außerdem erklärt er, wie sich unser Shoppingverhalten verändert, warum er jetzt ausgerechnet nach China expandiert – und wie Unternehmen mit Konkurrenten wie Shein und Temu umgehen sollten. Das Chefgespräch geht in eine Pause. Wir freuen uns darauf, Anfang Februar mit einem leicht veränderten Konzept und einem neuen Co-Host zurück zu sein. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen guten Start ins neue Jahr! Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
12/21/202354 minutes, 50 seconds
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Renk-Chefin Wiegand: „Die Bundeswehr ist heute nicht kriegstüchtiger als letztes Jahr“

Susanne Wiegand ist Chefin des Panzer- und Schiffzulieferers Renk – und die einzige Frau in dieser Position in der deutschen Rüstungsbranche. Renk entstand 1873 als Zahnradwerkstatt in Augsburg. Und dank der robusten Technik wurde das Unternehmen zum führenden Anbieter von Panzergetrieben und Antriebsanlagen für Marineschiffe. Der Umsatz liegt bei 850 Millionen Euro, insgesamt hat das Unternehmen 3400 Mitarbeiter. Susanne Wiegand leitet Renk seit Mai 2021. Die diplomierte Betriebswirtin begann ihre Karriere zunächst als Beraterin und wechselte dann 2003 in die Werftindustrie. Dort verbrachte sie fünfzehn Jahre auf verschiedenen Posten, unter anderem in der Marinesparte von ThyssenKrupp und im Elektronikgeschäft von Rheinmetall. Lange Zeit, sagt Frau Wiegand, sei die Devise gewesen: „Redet nicht, profiliert euch nicht.“ Dann kam der Februar 2022, und seit Russland die Ukraine überfallen hat, spricht die Rüstungsbranche. Und Susanne Wiegand redet mit. Wo stehen wir am Ende dieses Jahres bei der Zeitenwende? Wie kriegstüchtig ist Deutschland? Wiegand erzählt Chefredakteur Horst von Buttlar, wie es um die Bundeswehr steht, warum Exporte für die Rüstungsindustrie attraktiver sind – und weshalb Politiker öfter mal Tacheles reden sollten. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
12/14/202355 minutes, 15 seconds
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Cinemaxx-Gründer Flebbe: „Die Zeiten des Kino-Massenbetriebs sind definitiv vorbei“

Hans-Joachim Flebbe ist ein Pionier und Veteran des deutschen Kinos. Er hat aber nicht Filme gedreht, sondern er spielt sie ab – und zwar in seinen Kinos, wo er seit den 1970er Jahren mit seinen Konzepten Maßstäbe gesetzt hat. Zunächst mit eigenen Kinos in Hannover, dann als Mitgründer von Cinemaxx. Er gilt als Miterfinder der Multiplex-Kinos. Nach 20 Jahren schied er 2008 bei Cinemaxx aus und baute mit der Astor Film Lounge eine neue Kette von Luxus- und Premiumkinos auf. Die Kinobranche hat turbulente und herausfordernde Jahre hinter sich: Zum einen gab es die Pandemie mit ihren Lockdowns, in denen Kinos monatelang geschlossen waren. Daneben setzt der Siegeszug der Streamingdienste der Branche zu. Aber es gibt Lichtblicke in den Lichtspielhäusern. „Kino muss ein Erlebnis sein“, sagt Flebbe. Und so stemmt er sich gegen den Trend. Ein Gespräch über 50 Jahre Kino und ein Leben für den Film.
12/7/202357 minutes, 7 seconds
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Leapsome-Co-Gründerin Podewils: „Ein guter Chef sollte auf keinen Fall bevormunden“

Jenny von Podewils hat zu Beginn ihrer Karriere etwas erlebt, was viele erleben, und hat daraus – anders als die meisten anderen – Konsequenzen gezogen: In mehreren Unternehmen fehlte ihr die Perspektive. Sie hatte den Eindruck, dass die Art und Weise, wie sie sich selbst, aber auch wie die Firma sich als Ganzes weiterentwickeln kann, eher Zufall war. Und so gründete sie vor sieben Jahren gemeinsam mit Kajetan von Armansperg ein Start-up, das genau dies ändern soll: Leapsome. Die Plattform, die das Unternehmen anbietet, unterstützt Teammitglieder in ihrem beruflichen Werdegang und hilft Führungskräften, eine bessere Unternehmenskultur zu schaffen. Leapsome beschäftigt 170 Mitarbeiter und hat derzeit mehr als 1500 Kunden in Europa, den USA, Asien und Australien – etwa Spotify oder Mercedes-Benz, aber auch deutsche Mittelständler wie CTS Eventim. Jenny von Podewils erzählt Varinia Bernau, was Menschen im Job glücklich macht und wie Künstliche Intelligenz dazu beitragen soll, weshalb sie die Notifications auf ihrem Smartphone ausgestellt – und welche Fehler sie selbst als Führungskraft gemacht hat. Mitarbeit: Florian Pape, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
11/30/202353 minutes, 29 seconds
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SMS-Chefin Windt: „Wir brauchen insgesamt mehr Ingenieure, aber vor allem Ingenieurinnen“

Katja Windt ist gebürtige Rheinländerin, hat in Produktionslogistik an der Universität Hannover promoviert, später in Bremen dazu geforscht und gelehrt, ehe sie 2014 die Führung der privaten Jacobs University übernahm. Sie galt als eine der renommiertesten Nachwuchsforscherinnen der Republik – wechselte aber 2018 in die Wirtschaft: Zur SMS Group, einem Familienbetrieb mit Sitz in Düsseldorf. Das Unternehmen wurde 1871 gegründet, beschäftigt mittlerweile 14.400 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von etwas mehr als drei Milliarden Euro. Wie andere Stahlwerkausrüster litt SMS unter der Branchenkrise: Wenn weniger Werke gebaut werden, ist es klug, sich auf die Optimierung bestehender Werke auszurichten. Zum Beispiel mit moderner Technologie – und das ist nun Katja Windts Job: Stahlwerke digital zu machen. Sie erzählt Horst von Buttlar, warum ein Stahlwerk digital sein sollte, wie man Kinder und Jugendliche für Technik begeistert – und was Logistiker von Pflanzen lernen können. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
11/23/20231 hour, 32 seconds
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Lambertz-Gesellschafter Bühlbecker: „Unser Geschäft ist sehr konjunkturresistent“

Hermann Bühlbecker wollte eigentlich Diplomat werden. Aber er war nun einmal der einzige mögliche Nachfolger für das Familienunternehmen Lambertz, das 1976, als er als Assistent der Geschäftsführung einstieg, bereits fast 300 Jahre alt war. Er hingegen war zu der Zeit gerade 26 – und die Firma stand kurz vor dem Aus. Nicht gerade die bequemste Ausgangslage. Bühlbecker hat Lambertz nicht nur gerettet, sondern aus dem regionalen Unternehmen auch einen Weltmarktführer gemacht, der heute nicht nur Printen herstellt, sondern Dresdner Stollen, Nürnberger Lebkuchen – und Gebäck für den Rest des Jahres. Seit 1992 ist er alleiniger Gesellschafter der Lambertz-Gruppe mit einem Jahresumsatz von zuletzt 656 Millionen Euro, 4000 Mitarbeitern und acht Produktionsstätten: sechs in Deutschland und zwei in Polen. Bühlbecker erzählt Varinia Bernau, wie er dieses Keksimperium aufgebaut hat, welche Rolle dabei jugendliche Naivität, welche Eitelkeit und welche sein Drang nach Unabhängigkeit spielte. Außerdem erklärt er, weshalb Persönlichkeit mehr denn je gefragt ist, die aktuelle Saison nicht überragend wird und ihm wichtig ist, auf Veranstaltungen Politiker und Rapper zusammenzubringen. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
11/16/202357 minutes, 39 seconds
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Engelhard-Chef: „Diejenigen, die meinen Bruder und mich an die Hand nehmen sollten, sahen uns als Konkurrenz“

Als Karl Philipp Engelhard im Jahre 1860 in seiner Rosenapotheke eine „Isländisch Moos Pasta“ entwickelte, ahnte er vermutlich nicht, dass das Präparat bis ins nächste Jahrtausend erfolgreich gegen Erkältungen eingesetzt wird. Es war eines der ersten Fertigarzneimittel gegen Husten und Heiserkeit – und der Grundstein für ein Familienunternehmen, das im vergangenen Jahr sein 150-jähriges Jubiläum feierte. Richard Engelhard, der Ur-ur-Enkel dieses findigen Apothekers, führt das Unternehmen heute gemeinsam mit seinem Bruder und ihrem Großonkel. Engelhard Arzneimittel hat einen Jahresumsatz von zuletzt 166 Millionen Euro und mehr als 500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Richard Engelhard erzählt Ressortleiterin Varinia Bernau, welche Extrakte aus der Natur das Halskratzen wirklich lindern und warum er in Zeiten, in denen es unter Unternehmern schon fast zum guten Ton gehört, auf Bürokratie, Energiekosten und Bildungsmisere in diesem Land zu schimpfen, keinesfalls daran denkt, sich vom Standort Deutschland zu verabschieden. Außerdem geht es darum, wie wenig viele Menschen über die Gesundheitsindustrie wissen, was dort schief läuft – und wie die Probleme gelöst werden könnten. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
11/9/202348 minutes, 18 seconds
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KI-Experte Hans Uszkoreit: „Bei der Flucht in den Westen haben wir uns im Chemietank eines Lkw versteckt“

Hans Uszkoreit, Computerlinguist und lange Zeit Professor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), wurde 1950 in Rostock geboren und geriet schon als Jugendlicher mit dem politischen System aneinander. Er wurde verhaftet, floh später nach West-Berlin und gründete dort mit einigen anderen das Stadtmagazin Zitty. Vor allem aber studierte er Linguistik und Informatik an der TU Berlin – und das sollte der Beginn einer eindrucksvollen Laufbahn sein. In dieser Fächerkombination nämlich liegt der Schlüssel für das Verständnis einer Technologie, die seit einem knappen Jahr die Welt in ihren Bann zieht: generative, auf Sprache basierende, künstliche Intelligenz wie etwa ChatGPT sie ist. Und so ist es gewiss kein Zufall, dass Uszkoreit, der in Standford und China geforscht hat und der an den 1988 neugeschaffenen Lehrstuhl für Computerlinguistik an der Universität des Saarlandes berufen wurde, noch mal ein Unternehmen gegründet hat, das eine generative KI für Europa entwickeln will. Nyonic heißt es. Und so geht es in dieser Podcast-Folge um die geopolitische Komponente von KI, ihre Nutzung im Alltag, um Misstrauen und apokalyptische Bedrohungsszenarien, die manch ein Schöpfer von KI-Diensten, wie etwa OpenAI-Chef Sam Altman, sie skizziert. Das Gespräch führt aber auch in Uszkoreits Kindheit und Jugend in der DDR und zur Antwort auf die Frage, wie er, der einst aus einer sozialistischen Diktatur floh, heute auf die KI-Macht einer anderen Diktatur, nämlich China, schaut. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
11/2/202358 minutes, 2 seconds
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Ethikrat-Vorsitzende Buyx: „In meiner Karriere waren eher die Misserfolge relevant“

Alena Buyx antwortete einmal auf die Frage, in welcher Disziplin sie Olympiasiegerin wäre: Im mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft halten. Und genauso liest sich ihr Lebenslauf: 1977 wurde sie in Osnabrück geboren und wuchs in der Nähe von Münster auf. Sie absolviert ein Doppelstudium in Münster, York und London. Promotion in Medizin, dazu Magister in den Fächern Philosophie, Soziologie und Gesundheitswissenschaften. In Harvard forschte sie später auch noch ein Jahr lang und wurde kurz darauf stellvertretende Direktorin des englischen Ethikrats. Vor neun Jahren wurde sie Professorin für Medizinethik an der Universität Kiel, bevor sie, das ist jetzt fünf Jahre her, dem Ruf an die Technische Universität München folgte und dort die Professur für Ethik in der Medizin und Gesundheitstechnologien übernahm. Im Mai 2020 wurde sie zudem Vorsitzende des Deutschen Ethikrats und prägte die Debatte um die gesellschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie. Corona ist zwar (fast) vorbei. Die heiklen Fragen, die nach einer ethischen Einordnung verlangen, gehen uns aber noch lange nicht aus. Ganz im Gegenteil. Buyx erzählt Varinia Bernau, wie man es schafft, sich inmitten von Krisen und Krieg auch mal ohne schlechtes Gewissen eine gedankliche Auszeit zu nehmen, warum Glück weniger wichtig ist als die Fähigkeit, mit Enttäuschungen umzugehen – und wie es denn nun gelingt, mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
10/26/202348 minutes
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Jung-Papier-Marketingchefin: „Die Politik wettet gegen die marktwirtschaftlichen Mechanismen“

Der heutige Gast im Chefgespräch war mal Architektin, ehe sie das Toilettenpapier für sich entdeckte. 2019 kaufte Karen Jung gemeinsam mit ihrem Mann Hakle. Das Unternehmen wurde 1928 gegründet, beschäftigt 150 Mitarbeiter, macht 70 Millionen Euro Umsatz – und brachte damals als erster Hersteller Toilettenpapier auf den deutschen Markt: Rollen aus Krepppapier, perforiert zum Abreißen und mit garantiert tausend Blatt. Nicht nur das Toilettenpapier hat sich seither stark gewandelt, auch das Unternehmen Hakle erlebte viele Umbrüche. 1984 wurde es, bis dahin in Familienbesitz, an ein Schweizer Unternehmen verkauft, später weitergereicht, auch an diverse Private-Equity-Firmen. Inzwischen gehört es Volker Jung und heißt seit kurzem Jung Papier. Seine Frau Karen Jung leitet dort den Einkauf und verantwortet das Marketing, von Produktentwicklungen bis Kommunikation. Sie erlebte turbulente Zeiten und erzählt Varinia Bernau, wie sie den Moment erlebte, als sie mit ihrem Mann Insolvenz anmelden musste, wie viel Emotionen Chefs sich selbst, aber auch der Belegschaft in solch schweren Stunden erlauben können und wie es nun weitergeht. Jung spricht auch darüber, wie es ist, mit dem eigenen Ehemann zu arbeiten, weshalb recyceltes Toilettenpapier nicht so umweltfreundlich ist, wie viele glauben, und wie sich energieintensive Betriebe auf den kommenden Winter vorbereiten. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
10/19/202350 minutes, 26 seconds
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Em-eukal-Chef Soldan: „Man bekommt als Mittelständler gar nicht die Chance, sich auf etwas einzustellen“

Um uns herum fangen die Nasen wieder an zu laufen, es wird häufiger geniest, der Hals kratzt und es wird gehustet. Und da wir alle keine mehr Masken tragen, ist das eigentlich eine gute Zeit für das Unternehmen, um das es in dieser Folge geht. Vor 100 Jahren brachte der Apotheker Doktor Carl Soldan ein Bonbon auf den Markt, das fast jeder von uns schon im Mund hatte. Der Medizinalrat feilte im Hinterhof in Nürnberg in seiner Drogerie an der Rezeptur, die bis heute unverändert ist und Em-eukal heißt. Das Bonbon ist bis heute ein Verkaufsschlager und trägt das Unternehmen Dr. C. Soldan noch immer. Seit 2005 wird es in vierter Generation von Perry Soldan geführt. Dr. C. Soldan macht 50 Millionen Euro Umsatz, hat 230 Mitarbeiter und produziert nach der jüngsten Erweiterung der Produktion bis zu 8800 Tonnen Hartkaramelle im Jahr. Perry Soldan erzählt WiWo-Chefredakteur Horst von Buttlar, warum Kinder den Geschmack von Wildkirsche lieben, er Politiker teilweise in einem anderen Universum vermutet – und wie er mal ein Rockfestival gesponsert hat und die Schlange länger war als die von MTV. Mitarbeit: Florian Pape, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/neu Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
10/12/20231 hour, 3 minutes, 32 seconds
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Meta-Europachefin Gifford: „Wenn ich mit Mark auf einer einsamen Insel wäre, müsste ich vier Bücher die Woche lesen“

Der heutige Gast im Chefgespräch ist seit fast drei Jahren bei Meta, seit knapp zwei Jahren verantwortet sie dort das Geschäft in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Angelika Gifford war zuvor bei Hewlett-Packard und lange bei Microsoft – obwohl sie eigentlich gern Architektin geworden wäre und dann ausgerechnet eine Banklehre gemacht hat. Sie erzählt Varinia Bernau, warum ihr die Welt, in der sie ihre Karriere begonnen hat, schnell zu klein wurde. Und weshalb sie überzeugt ist, dass ein Sabbatical, das sie genommen hat, weil sie ihrem Sohn vor dessen Einschulung eine große Reise versprochen hatte, ihre Karriere dann später sogar beschleunigt hat. Außerdem spricht sie darüber, was sie gespürt hat, als sie zum ersten Mal eine Virtual-Reality-Brille auf der Nase hatte – und was sie eigentlich jenen entgegnet, die meinen, Meta-Chef Mark Zuckerberg hätte sich mit seinem Metaverse verzockt. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
10/5/202352 minutes, 18 seconds
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Motel-One-Co-Chef Müller: „Luxushotels sind für uns schon eine Benchmark“

In vielen Firmen ist das Motel One die erste Wahl für Dienstreisen. Die Lage ist zentral, der Preis passt in die erbarmungslose Spesenordnung – man weiß, was man bekommt. Zum Beispiel abends noch einen Drink an der Bar. Daniel Müller übernahm die Hotelgruppe 2021 von seinem Vater. Er studierte BWL an der International School of Management, war nach dem Studium ein bisschen orientierungslos und machte erst einmal ein Praktikum im Resort Hotel des Vaters Dieter Müller am Chiemsee, der Keimzelle des familiären Hotelimperiums. Dort entfachte in ihm das Feuer für die Hotellerie, während er putzte oder an der Bar arbeitete. Zunächst ging es dann aber zur Accor Gruppe, bevor er 2007 zu Motel One kam. Die Übergabe der Leitung an Daniel Müller und Stefan Lenze erfolgte in einer Zeit, die wohl die schwierigste Prüfung für die Familie, das Unternehmen, aber auch die Hotelbranche insgesamt war. Es war die Zeit der Pandemie, in der die Familie 200 Millionen Euro verlor. Dank üppiger Cashreserven überstand sie die Zeit aber und baute eifrig weiter Hotels. Und nun expandiert Motel One weiter. Sogar in London und New York ist das Familienunternehmen inzwischen vertreten. Und die Zahlen können sich auch wieder sehen lassen. Schon 2022 knackte die Budget-Design-Marke die 600-Millionen-Euro-Grenze. Außerdem startete sie parallel die Zweitmarke „The Cloud One“. Das Wachstum setzt sich dieses Jahr mit einer Auslastung von 69 Prozent fort. Im Vorjahr waren es noch 51 Prozent. Daniel Müller erzählt Chefredakteur Horst von Buttlar, weshalb er gern Preisschilder an den Möbeln hängen lassen würde, wie sich Geschäftsreisen nach Corona verändert haben – und welche Innovationen Übernachtungsäste erwarten können. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie hier: http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
9/28/20231 hour, 4 minutes, 23 seconds
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Fressnapf-Chef Steegmann: „Wir hatten durch Corona sehr viel Rückenwind“

Der heutige Gast im Chefgespräch weiß, was Hunde brauchen – und auch Katzen, Wellensittiche und vor allem: ihre Besitzer. Denn er führt seit drei Jahren den Zoohändler Fressnapf. Das Unternehmen hat einen Jahresumsatz von vier Milliarden Euro, 18.000 Mitarbeiter und 1800 Märkte in dreizehn EU-Ländern, wovon etwas über die Hälfte eigene Märkte sind, die restlichen von Franchisepartnern geführt werden. Bevor Johannes Steegmann zu Fressnapf kam, war er unter anderem bei der Unternehmensberatung McKinsey, wo er bereits die Einzelhändler betreute – und zuletzt fast zehn Jahre bei Rewe, wo er den Bereich Rewe Digital mit aufgebaut und die Grenzen zwischen Online- und stationärem Handel eingerissen hat. Steegmann erklärt Varinia Bernau, warum Fressnapf nicht mehr nur ein Futtermittelanbieter, sondern ein Rundumversorger sein will – und was das für seinen Arbeitsalltag und für den seiner Mannschaft bedeutet. Er erzählt, wie stressig es als Geschäftsführer in einem eigentümergeführten Unternehmen sein kann, wenn der Gründer, Torsten Toeller, noch lange nicht an den Ruhestand denkt – und auch mal die eine oder andere Idee hat. Wie all die Krisen, von Corona bis zum Ukrainekrieg, unser Verhältnis zu Tieren verändert haben – und natürlich auch, was seine eigenen Haustiere ihm persönlich bedeuten. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie hier: http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
9/21/202349 minutes, 54 seconds
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Goldbeck-Chef: „Vom Ackerland bis zur fertigen Wohnung müsste man in zwölf Monaten gelangen können“

Alle reden übers Bauen, aber gebaut wird gefühlt immer weniger, denn alles scheint zu hoch: die Zinsen, die Kosten, die Auflagen. Also Dunst am Bau nach vielen Jahren des Booms. Wie kommen wir da raus? Jan-Hendrik Goldbeck, geschäftsführender Gesellschafter des gleichnamigen Bau- und Immobilienunternehmens, versucht in dieser Folge, Antworten zu finden. Er spielte schon als Kind gerne mit Lego, vor allem mit Raumschiffen. Das Familienunternehmen hat eine der großen Erfolgsgeschichten in der deutschen Baubranche geschrieben. Goldbeck ist ein Spezialist für serielles Bauen nach dem Lego-Prinzip. Wenn Sie in Deutschland eine Halle sehen oder in ein Parkhaus fahren, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Goldbeck es gebaut hat. Bekannt wurde die Firma spätestens, als sie in Rekordzeit für Elon Musk das Tesla-Werk in Grünheide baute. Jan-Hendrik Goldbeck führt das Unternehmen zusammen mit seinem Bruder in zweiter Generation. Ortwin Goldbeck gründete das Unternehmen 1969, damals mit sieben Mitarbeitern. Heute wickelt Goldbeck mit 12.000 Mitarbeitern in ganz Europa rund 500 Projekte pro Jahr ab, mit einer Gesamtleistung von 6,7 Milliarden Euro. Jan-Hendrik Goldbeck erzählt WiWo-Chefredakteur Horst von Buttlar, wie die Zusammenarbeit mit Elon Musk verlief, was nötig wäre, um deutlich schneller bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – und weshalb uns noch zwei dunkle Jahre bevorstehen. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie hier: http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
9/14/202344 minutes, 47 seconds
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Familienunternehmer-Präsidentin: „Die krassen Vorgaben aus Brüssel werden in Deutschland noch verschlimmbessert“

Der heutige Gast im Chefgespräch ist Familienunternehmerin im doppelten Sinne. Sie führt seit 2017 in vierter Generation den Lebensmittellieferanten Rullko, der Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und die Gastronomie versorgt. Das Unternehmen hat rund 200 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von zuletzt etwa 82 Millionen Euro. Marie-Christine Ostermann führt seit diesem Jahr aber auch als Präsidentin den Verband „Die Familienunternehmer“. Schon mit 16 Jahren wusste sie, dass sie ins Familienunternehmen einsteigen will, hat aber ihre Studienzeit in St. Gallen genutzt, um in ein Handelsunternehmen in Asien, eine Künstleragentur in London und einen US-Reitsportbetrieb hineinzuschnuppern. Danach kehrte sie zurück nach Westfalen, genauer gesagt: nach Hamm. Ostermann erzählt, ob ihr diese Welt nicht manchmal zu klein ist, was ihr Europa bedeutet, wie sie ihre Schüchternheit überwunden und welche Rolle dabei der Reitsport gespielt hat. Außerdem spricht sie darüber, wie groß ihre Hoffnung ist, dass die Ampelregierung wirklich den Bürokratieabbau schafft, den sie verspricht – und wo Unternehmen am meisten der Schuh drückt. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie hier: http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
9/7/202354 minutes, 13 seconds
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Sennheiser-Chefs: „Beyoncé wollte ein Mikrofon mit Plexiglasgehäuse, das von innen blau leuchtet“

Sie sind Brüder – und Kollegen. Gemeinsam führen sie das Familienunternehmen Sennheiser in der dritten Generation. Bei der Vereidigung von Joe Biden zum US-Präsidenten schmetterte Lady Gaga die Nationalhymne ins goldene Sennheiser-Mikrofon MD435. Auch beim Superbowl, dem ESC und den Olympischen Spielen kommt die Studio- und Übertragungstechnik des Unternehmens zum Einsatz. Gegründet hat es einst ihr Großvater, unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs, im idyllischen Wennebostel, eine halbe Autostunde nördlich von Hannover. Der Großvater, ein Elektroingenieur, erfand damals den ersten offenen Hifi-Kopfhörer, der meistverkaufte Kopfhörer der Welt. Heute beschäftigt Sennheiser mehr als 2000 Mitarbeiter, der Jahresumsatz lag zuletzt bei fast 468 Millionen Euro. Andreas Sennheiser studierte Betriebs- und Produktionswirtschaft an der ETH Zürich, arbeitete bei Hilti – und stieg 2010 ins Familienunternehmen ein. Sein Bruder Daniel studierte Design, versuchte sich zunächst in einer Werbeagentur und machte später Karriere bei Ogilvy und P&G. Seit 2013 führen sie Sennheiser gemeinsam. Sie erzählen Varinia Bernau, welche Erfahrungen das Unternehmen schon frühzeitig bei der Produktion in China gemacht hat, warum sie mitten in der Coronakrise eine ihrer umsatzstärksten Sparten verkauften und sich aufs Geschäft mit professionellen Kunden fokussierten, obwohl die Veranstaltungsbranche nach den Lockdowns am Boden lag – und welche Sonderwünsche die Superstars haben. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie hier: http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
8/31/202350 minutes, 36 seconds
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Sachsens Ministerpräsident Kretschmer: „Wir werden Russland nicht ausgraben und woanders hintragen können“

Er ist einer der Landeschefs, die in den vergangenen Wochen und Monaten ihre Stimme erhoben haben – und deren Stimme für Wirbel sorgte: Michael Kretschmer, seit 2017 Ministerpräsident von Sachsen, kritisiert die Ampel scharf. Vor allem spricht er über zwei Themen: den Aufstieg der AfD und unser Verhältnis zu Russland. Über beide kontroverse und emotionale Themen spricht WiWo-Chefredakteur Horst von Buttlar mit ihm im Chefgespräch. Michael Kretschmer wurde am 1975 in Görlitz geboren. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Büroinformationselektroniker und erwarb auf dem zweiten Bildungsweg die Fachhochschulreife. Von 1998 bis 2002 studierte er Wirtschaftsingenieurwesen in Dresden und schloss das Studium 2002 als Diplom-Wirtschaftsingenieur ab. Schon in den 1990ern war Michael Kretschmer in der Politik aktiv, zunächst als Stadtrat und später im Landesvorstand der Jungen Union. Ab 2002 war er für den Wahlkreis Görlitz im Bundestag und hatte verschiedene Funktionen in der CDU-Fraktion, bevor er in die Landespolitik wechselte. Dieser Tage kann Michael Kretschmer auch Erfolge verkünden: Der Chipkonzern TSMC will eine neue Fabrik bauen, auch Infineon will weiter investieren. Dafür müssen allerdings Milliarden an Steuergeldern zugeschossen werden. Kretschmer erzählt von seiner Kindheit in Görlitz, weshalb er Großbritannien in der EU vermisst und wie er die AfD in seiner Heimat in Schach halten will. Zu Russland hat er eine klare Haltung: Moskau ist der Aggressor, aber man müsse zügig an einem Tisch über einen Waffenstillstand verhandeln. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie hier: http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
8/24/20231 hour, 3 minutes, 17 seconds
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SpaceX-Pionier Königsmann: „In den Wahnsinn hat mich Elon schon manchmal getrieben“

In dieser Folge geht es hoch hinaus, sogar sehr hoch – ins Weltall! Mein heutiger Gast im Chefgespräch ist Hans-Jörg Königsmann, ein Pionier der Raumfahrt, auch bekannt als „der Mann, mit dem Elon Musk zum Mars fliegt“. Er gehörte zum Gründungsteam von SpaceX, arbeitete viele Jahre eng mit Elon Musk zusammen und war einer der führenden Köpfe bei dem Unternehmen, das die Fahrt ins All revolutioniert hat. Königsmann wurde 1963 in Berlin geboren, studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität Berlin. Anschließend promovierte er an der Universität Bremen, wurde 2005 Doktor für Luft- und Raumfahrt und Produktionstechnologie. Seine Karriere begann ebenfalls in Bremen, mit der Arbeit an dem Kleinsatelliten Bremsat, der in enger Zusammenarbeit mit dem Raumfahrtunternehmen OHB entwickelt wurde. Dann kam der Umzug in die USA, wo er für einen Satellitenhersteller arbeitete, bevor er von Elon Musk für SpaceX abgeworben wurde – und dort sollte er fast zwei Jahrzehnte bleiben und arbeiten. Er erzählt mir, warum er gern der Underdog ist, weshalb ihn Flugzeug-Toiletten langweilen, wann es denn nun wirklich bemannte Flüge zum Mars geben wird – und natürlich, wie die Arbeit mit Elon Musk war. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie hier: http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
8/17/202354 minutes, 25 seconds
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Baby-One-Co-Chefin Weber: „Es ist nicht mehr die Zeit für Alleinherrscher“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch weiß, wie man Mitarbeiter führt. In der Theorie und in der Praxis. Nach ihrem BWL-Studium in Köln und Mailand hat sie ihre Doktorarbeit über authentische Führung geschrieben. Fünf Jahre lang war sie Projektmanagerin „Leadership, Talent & Engagement“ beim Telekommunikationskonzern Vodafone in Düsseldorf, ehe Anna Weber 2017 in den elterlichen Betrieb Baby One einstieg – und 2021 gemeinsam mit ihrem Bruder die Unternehmensführung übernahm. BabyOne, mit mehr als 1400 Mitarbeitern und zuletzt 244,4 Millionen Euro Jahresumsatz, ist im deutschsprachigen Raum der führende Anbieter von Baby- und Kleinkindartikeln. Das inhabergeführte Familienunternehmen in zweiter Generation betreibt 28 eigene Fachmärkte, 73 weitere Standorte werden von Franchisenehmern geführt. Weber erklärt, wie die Nachfolge in Familienunternehmen gelingt und warum sie allen Mitarbeitern Einblick in ihren Kalender gewährt. Außerdem sprechen wir darüber, wie echte Gleichberechtigung von Mann und Frau im Job gelingt, wie sie und ihr Mann die Care-Arbeit zu Hause aufteilen – und ob Eltern eigentlich einfache oder schwierige Kunden sind. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie hier: http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
8/10/202355 minutes, 4 seconds
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Continental-Vorständin Reinhart: „Ich wollte später nicht für die Sekretärin gehalten werden – wurde ich aber doch“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch wäre beinahe im Auto zur Welt gekommen. Genauer gesagt: in einem Karmann-Ghia Coupé. Dort nämlich stieg ihre Mutter im Oktober 1969 ein, als die Wehen einsetzten. Sie schaffte es zwar gerade noch so ins Krankenhaus, aber vielleicht war es ja doch ein Zeichen: Denn die Frau, die heute im Podcast zu hören sein wird, hat in der Autoindustrie Karriere gemacht. 1999 zog es sie zunächst zum VW-Konzern, mit Stationen im Vertrieb und Marketing sowie als Mitglied des Vorstands von Bentley, zuständig für Personal. Nach fünfzehn Jahren bei Volkswagen wechselte die promovierte Juristin Ende 2014 zum Zulieferer Continental nach Hannover. Als Vorständin ist Ariane Reinhart für das Personal zuständig – und damit verantwortlich für fast 200.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 57 Ländern. Sie soll dafür sorgen, dass die Belegschaft dieses Unternehmens, das 1871 aus einem Gummihersteller hervorging, den Wandel zur Elektromobilität bewältigt. Deshalb sprechen wir darüber, wie Conti – aber auch unsere Volkswirtschaft insgesamt – den Strukturwandel schafft und sie sich als Frau in einer Machobranche behauptet. Reinhart erzählt mir, warum sie sich selbst, wenn sie mal im Homeoffice arbeitet, eine Biopause verordnet – und warum in ihrem Büro in der Conti-Zentrale immer die Sonne scheint. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie hier: http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
8/3/202356 minutes, 34 seconds
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IG-Metall-Vizechefin Benner: „Man braucht so etwas wie Empathiefähigkeit, um sich in den Klassenfeind hineinzuversetzen“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch ist ausgebildete Fremdsprachensekretärin und studierte Soziologin – und dürfte im Oktober Geschichte schreiben. Dann nämlich stellt sich die 55-Jährige beim Gewerkschaftstag der IG Metall als Vorsitzende zur Wahl. Bekommt sie die Mehrheit, was als ziemlich sicher gilt, wird sie die erste Frau an der Spitze einer der mächtigsten Gewerkschaften Europas mit gut 2,1 Millionen Mitgliedern. Es wäre die Krönung einer steilen Gewerkschaftskarriere: 2011 zog Christiane Benner in den Vorstand der IG Metall, vier Jahre später wurde sie Gewerkschaftsvize – zuständig etwa für die Mobilisierung neuer Beschäftigtengruppen wie Werkstudenten oder scheinselbstständiger Click-Worker, die sich im Internet um Aufträge bewerben. Ihr Vater hat sie gelehrt, unerschrocken zu sein. Benner erzählt mir, was sie darunter versteht – und was das mit ihrer Erfahrung im Handball und einem Selbstverteidigungskurs in Chicago zu tun hat. Außerdem sprechen wir über die Kunst der Verhandlung und klären, ob frau anders verhandelt als man. Wir diskutieren, ob es in den anstehenden Tarifrunden mit Arbeitgebern in Zukunft vielleicht eher um ein paar Stunden weniger Arbeitszeit gehen wird als um ein paar Prozent mehr Gehalt. Und sie erzählt mir, ob sie, seit 2014 SPD-Mitglied, in diesen Tagen manchmal mit ihrer Partei hadert. Mitarbeit: Lukas Teppler, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie hier: http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
7/27/202353 minutes, 17 seconds
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Severin-Chefin Gesing: „Staubsauger werden nicht nur von Frauen gekauft und Grills nicht nur von Männern“

Mein heutiger Gast steht nicht so gerne selbst am Grill, aber mag es zu bügeln. Wie man das eine an die Frau und das andere an den Mann bringt, unter anderem darum geht es in dieser Folge des WiWo-Podcasts Chefgespräch mit Joyce Gesing, CEO des Haushaltsgeräteherstellers Severin. Das Unternehmen, 500 Mitarbeiter weltweit, 150 Millionen Euro Jahresumsatz, hat eine lange Geschichte: Es ging aus einer 1892 von Anton Severin gegründeten Schmiede im Sauerland hervor. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde aus der Schmiede eine Metallfabrik – für Gardinenstangen. In den 1920er Jahren fertigte das Unternehmen dann Tortenplatten, Untersetzer und Glasteller, später kamen Servierwagen hinzu. Und seit 1952 produziert Severin vorwiegend Elektroartikel: von Kaffeeautomaten über Toaster und Mixer bis zum Grill und Lockenstab. Gesing kennt sich aber nicht nur Familienunternehmen von innen, sondern auch Dax-Unternehmen – und die Welt der Unternehmensberatungen: Begonnen hat sie ihre Karriere bei KPMG, als Partnerin bei McKinsey & Company betreute sie internationale Klienten in Fragen der Organisation, Strategie sowie dem Change Management. Sie hatte verschiedene Führungspositionen beim Industriekonzern ThyssenKrupp inne – und zwar in einer Zeit, in der das Unternehmen einen grundsätzlichen Strategie- wie Kulturwandel durchlaufen hat. Vor ihrem Wechsel zu Severin war sie drei Jahre lang bei der Beratung Egon Zehnder, wo sie mittelständische Unternehmen bei Transformationsprojekten, aber auch in Fragen der richtigen Führung unterstützt hat. Solche Fragen diskutieren wir auch in dieser Podcast-Folge. Zudem will ich von Gesing wissen, wie besorgt sie derzeit nach China und auf die Chinastrategie unserer Bundesregierung schaut – als Chefin eines Unternehmens, das vor allem in China fertigt. Aber auch, wo sie Ausgleich zum hektischen Alltag findet – und wie sie eigentlich noch auf neue Ideen kommt. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER](http://cmk.wiwo.de/cms/articles/15602/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
7/21/202346 minutes, 34 seconds
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BGA-Präsident Jandura: „Die Alternative wäre, mit China als systemischem Rivalen gar nicht mehr zu reden“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch, ein promovierter Kaufmann, führt nicht nur seit 2011 in Berlin den Großhandel Oskar Böttcher sondern seit 2021 als Präsident auch den Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Begonnen hat seine Karriere einst in der Wirtschaftsprüfung und der Steuerberatung, später hat er bei Banken in Frankfurt und London gearbeitet – und die Erschütterungen durch die Finanzkrise hautnah miterlebt, er ist also krisenerprobt. Seinen Glauben daran, dass der wirtschaftliche Austausch eine Gesellschaft zum Besseren verändert, den Glauben also an die Maxime „Wandel durch Handel“, hat auch die jüngste Krise nicht erschüttert. Dirk Jandura erzählt mir, welche Noten er den Top-Politikern geben würde, was er von der Chinastrategie der Bundesregierung hält und wie er als Unternehmer, aber auch als Ehemann und Vater von fünf Kindern dafür sorgt, dass mehr Frauen Karriere machen können. Mitarbeit: Marcel Joschko, Benedikt Burghardt, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Chefgespräch-Hörerinnen und -Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected] http://cmk.wiwo.de/cms/articles/14967/anzeige/xx/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
7/13/202341 minutes, 46 seconds
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Celonis-Co-Chef Nominacher: „Wir erzeugen eine perfekte Kopie der Realität“

Mein heutiger Gast hätte auch gut und gerne die Bäckerei seiner Eltern im bayerischen Forstern übernehmen können, die seit über 100 Jahren im Besitz der Familie war. Er hätte auch einfach ein normaler Berater bei McKinsey werden können. Oder ein guter Projektmanager für den bayerischen Rundfunk – denn über ein Projekt beim Öffentlich-rechtlichen kamen die drei Celonis-Gründer, darunter Bastian Nominacher, zu ihrem Heureka-Moment. Celonis ist das einzige deutsche Dekacorn – also ein Start-up, das von Investoren mit über 10 Milliarden Dollar bewertet wird. Inzwischen sind es sogar 13 Milliarden. Das Münchner Unternehmen ist ein Spezialist für das sogenannte Process Mining. Hinter dem Schlagwort verbirgt sich einer der großen Tech-Trends: Beim Process Mining werden alle Daten eines Unternehmens durchleuchtet und sichtbar und verstehbar gemacht. Eine Art „Röntgengerät für Unternehmensdaten“, so haben es die Gründer einmal ausgedrückt. Oder „ein Google Maps für Firmenprozesse“. Ja, und inzwischen nennt Celonis sich Weltmarktführer im Bereich Execution Management, hat über 3000 Mitarbeiter und über 5000 Projekte oder „Implementierungen“, wie die „Celonauten“ es nennen. Nominacher erzählt mir, ob Celonis das neue SAP werden könnte, wie er seinen Job auf Volksfesten erklärt und warum ein japanischer Professor dringend seine Hilfe brauchte. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Chefgespräch-Hörerinnen und -Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected] http://cmk.wiwo.de/cms/articles/14967/anzeige/xx/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
7/6/202353 minutes, 35 seconds
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Deutsche-Reihenhaus-Chef Arnold: „Die Menschen müssen für ein Eigenheim Abstriche machen“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch hat einmal gesagt: „Das Reihenhaus hatte lange Zeit keinen guten Ruf. Ich hoffe, wir haben dazu beigetragen, den Ruf zu verbessern.“ Daniel Arnold muss es wissen, schließlich hat er mit seinem Unternehmen, der Deutschen Reihenhaus AG, Tausende davon gebaut, von Flensburg bis Gelsenkirchen, pro Jahr werden zwischen 600 und 700 Einheiten an neue Bewohner übergeben. Schon sein Urgroßvater, ein Maurermeister, gründete 1899 eine Baufirma in Hessen, der Großvater war Architekt, der Vater Robert Arnold konzentrierte sich ab den 1970er unter anderem auf sozialen Wohnungsbau – und entwickelte zudem die ersten Reihenhäuser, welche 1989 in Kaiserslautern entstanden. Daniel Arnold hat Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhe und Kanada studiert. Danach ging es kurz in dir Telekommunikationsbranche zu EM.TV, der Hypefirma des Neuen Markts. Ein Anruf des Vaters trieb Arnold in die Baubranche. Er hatte sein Architekturbüro dem Partner übergeben. Er sagte: „Du, mir ist langweilig in der Rente.“ Er wollte ein neues Projekt machen: Reihenhäuser in Marburg. Dort ging einiges schief. Trotzdem gründete Daniel Arnold 2002 die Deutsche Reihenhaus AG – der Name übrigens, dachte der Gründer, klingt wie „Deutsche Telekom“, jedenfalls „viel geiler und größer“. Arnold erzählt mir, was Reihenhäuser und Autos gemeinsam haben, wie sich durch die Zinserhöhungen die Stornoquoten verändern, warum er selbst sagt, Reihenhäuser seien unsexy – und wie ihm einmal mehrere Häuser gestohlen wurden. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Chefgespräch-Hörerinnen und -Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected] http://cmk.wiwo.de/cms/articles/14967/anzeige/xx/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
6/29/202349 minutes, 17 seconds
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Miele-Geschäftsführerin Steinhage: „Auf einer Marke dürfen Sie sich nicht ausruhen“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch hätte gern Tiermedizin studiert, fand die Anatomie menschlicher Karrieren dann aber interessanter und wurde Personalerin. Sie kommt ursprünglich aus der Medienindustrie und hat ihre duale Ausbildung zur Diplom-Betriebswirtin beim Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann gemacht. Dort wechselte sie 2006 als Personalleitern zur IT-Dienstleistungstochter Arvato. Nach einigen Stationen bei Bertelsmann unternahm sie einen kurzen Ausflug in die Kosmetikindustrie und kehrte 2015 zurück zu Bertelsmann in das Personalmanagement. Dort arbeitete Rebecca Steinhage für die Bertelsmann Divisionen, darunter den Musikkonzern BMG oder die Venture Sparte Bertelsmann Investments – mit Themen wie Vertragswesen, Vergütung, Talentmanagement sowie M&A Prozesse. Dann kam 2019 der Wechsel zu Miele – geographisch nicht weit entfernt, aber doch eine andere Welt, zu dem Haushaltsgerätehersteller aus Bielefeld. Dort wurde sie Senior Vice President Human Resources, also Personalchefin, bevor sie 2022 für das neu geschaffene Ressort „Human Resources & Corporate Affairs“ in die Geschäftsleitung berufen wurde. Damit wurde sie die sechste Geschäftsführerin der Miele Gruppe – und die erste Frau in der Geschäftsführung des Traditionsunternehmens. Diese wurde bisher von den zwei Mitgliedern der Gründerfamilie geführt. Steinhage erzählt mir, wie Miele junge Talente anwirbt, warum wir noch immer einen Coronakrisen-„Hangover“ haben und weshalb sie glaubt, es werde keine Deglobalisierung geben. Mitarbeit: Johannes Grote, Florian Högerle, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Chefgespräch-Hörerinnen und -Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected] http://cmk.wiwo.de/cms/articles/14967/anzeige/xx/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
6/22/202344 minutes, 58 seconds
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New-Space-Pioneer Spott: „Wenn Sie Elon heißen, bekommen Sie Gehör“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch kann etwas von sich sagen, was nur sehr wenige deutsche Unternehmer von sich sagen können: Er war mit seiner Idee genauso früh dran wie Elon Musk. Bereits 2014 sicherte er sich Funkfrequenzen, um die Welt per Satellit mit schnellem Internet zu versorgen. Warum heute trotzdem Musks Weltraumunternehmen SpaceX der größte Betreiber von Satelliten im All ist – und nicht Kleo Connect, die Firma meines Gastes, erzählt er mir im Podcast. Matthias Spott hat Maschinenbau und Luft- und Raumfahrt in Stuttgart, Braunschweig und im schwedischen Linköping studiert, war bei den Luft- und Raumfahrtkonzernen Dasa und EADS in führenden Positionen und zuletzt, also ehe er selbst Unternehmer wurde, als Berater bei Roland Berger. Jetzt ist er Business Angel bei Polaris – und versucht, den niedrigen Erdorbit, also alles bis 2000 Kilometer über der Erdoberfläche, als Wirtschaftsraum zu erschließen. Er erzählt mir, wie gefährlich es ist, dass wir in Europa uns in Sachen Satellitenkommunikation auf einen irren Milliardär wie Musk verlassen, wie es sich eigentlich anfühlt, mit einer Idee so früh dran zu sein, dass man für verrückt erklärt wird, wie man als Unternehmer mit Rückschlägen umgeht, was ihn am Weltall fasziniert – und welche irdischen Freuden er genießt. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Chefgespräch-Hörerinnen und -Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected] http://cmk.wiwo.de/cms/articles/14967/anzeige/xx/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
6/15/202345 minutes, 30 seconds
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Stiebel-Eltron-Chef Schiefelbein: „Wärmepumpen waren etwas für Nerds und Ökos“

Im heutigen Gespräch geht es um einen Mann und eine Firma, die vor einigen Jahren vermutlich nicht allen so geläufig war: Stiebel Eltron. Das Familienunternehmen sitzt in Holzminden in Niedersachsen, hat rund 5500 Mitarbeiter und machte im vergangenen Jahr 1,1 Milliarden Euro Umsatz. Und das vor allem mit einem Gerät, das seit einigen Wochen für Wirbel sorgt. Die Wärmepumpe. Während sich das Land auf sie stürzte, schreckte uns der Verkauf einer Perle des Mittelstandes auf. Viessmann verkauft seine Klimatechnik an Carrier und sagt: Bei dem Spiel zählt Geld und Größe. Stiebel Eltron geht einen anderen Weg und investiert viele, viele Millionen in neue Fabriken, unter anderem in Deutschland. Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten im Geschäft aktiv mit Warmwasser und Heiztechnik – und ein Spezialist für Wärmepumpen. Gegründet wurde das Ganze 1924 von dem Ingenieur und Betriebswirt Theodor Stiebel in Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelte die Firma in die niedersächsische Kleinstadt Holzminden. Im vergangenen Jahr wurde die symbolische Umsatz-Milliarde geknackt. Fünf Jahre zuvor lag der Umsatz noch bei der Hälfte. Seit Dezember 2012 führt Kai Schiefelbein Stiebel Eltron. Er wurde 1967 in Oberhausen geboren und studierte Maschinenbau in Essen. 1997 startete er bei Stiebel Eltron als Entwicklungsingenieur für Heizgeräte und Wärmepumpen. Später leitete er die Wärmepumpen-Produktentwicklung, wurde technischer Geschäftsführer der Gruppe und anschließend CEO. Schiefelbein erzählt mir, wie sich der Viessmann-Verkauf auf den Wärmepumpenmarkt auswirkt, was den Standort Deutschland attraktiv macht und weshalb sein Unternehmen zwar auf Premiumprodukte setzt, aber nicht den „Bentley“ unter den Wärmepumpen produziert. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Chefgespräch-Hörerinnen und -Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected] http://cmk.wiwo.de/cms/articles/14967/anzeige/xx/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen
6/8/202348 minutes, 26 seconds
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Hitschies-Chef Hitschler-Becker: „Der Zuckerpreis ist über 120 Prozent in die Höhe geschnellt“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch sagt von sich, dass er als Kind in einen Zuckertopf gefallen ist – und seine Karriere damit vorgezeichnet war. Sein Urgroßvater Ferdinand Hitschler handelte Ende der 1920er-Jahre mit Tabak und Lakritzbonbons. Dessen Sohn Walter Hitschler entdeckte in amerikanischer Kriegsgefangenschaft Bubblegum – und fand Gefallen daran. Der Kaugummihersteller Wrigley wollte ihn später sogar als Vertreter gewinnen, doch er wollte lieber selbst produzieren. Im Odenwald eröffnete er in den Fünfzigerjahren die erste deutsche Kaugummifabrik. Dort produziert Hitschler noch heute. Inzwischen ist also der Urenkel am Ruder. Seit 2017 führt Philip Hitschler-Becker das Unternehmen mit 150 Mitarbeitern, bekannt für saure Spinnenbeine, Drachenzungen, Schnüre und Ufos, mit Brausepulver gefüllte bunte Oblaten. Für einen Kölner Unternehmer versteht es sich fast von selbst, dass er nicht nur im Karneval Kamelle schmeißt, sondern auch Teil der Ehrengarde ist. Wir sprechen über das Geheimnis einer erfolgreichen Nachfolge in Familienunternehmen – und die Frage, warum er sich jetzt bereits darüber Gedanken macht, obwohl er gerade einmal Mitte dreißig ist. Hitschler-Becker erzählt mir, wie er es schafft, dass die Belegschaft geschliffene Hierarchien nicht mit Anarchie verwechselt, warum er samstags auf keinen Fall in seine E-Mails schaut, Hitschie trotz erfolgreicher neuer Strategie vor großen Herausforderungen steht – und natürlich auch, was er selbst am liebsten nascht. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Chefgespräch-Hörerinnen und -Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected]
6/1/202353 minutes, 56 seconds
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True-Fruits-Marketingchef Lecloux: „Wir sind ein Haufen Kinder ohne Erwachsene“

Mein heutiger Gesprächspartner kommt aus der Unterhaltungsindustrie. Und damit er das machen kann, muss er Saft herstellen. Genauer gesagt Smoothies. Die Idee kam drei Studenten nach einer Reise nach Schottland. Aber es war nicht Whiskey, den sie dort kennengelernt hatten, sondern jene dickflüssigen Säfte, die man sich gerne unterwegs oder morgens reinzieht, wenn man denkt, dass man mal seinen Vitaminhaushalt in den Griff bekommen muss. Nach einigen Experimenten in den Laboren ihrer Fachhochschule in Bonn gründeten die drei, Marco Knauf, Inga Koster und Nicolas Lecloux „True Fruits“ und eroberten damit den Smoothie-Markt. Und sie dominieren ihn auch noch heute. Ihr Markenzeichen: Glasflaschen, ausgefallene Sorten und ausgefallene Sprüche und Texte. Hauptsache Provokation. Deshalb scheuen sie sich auch nicht, Sorten mit dem Namen „Einhornkotze“ auf den Markt zu bringen. Das Besondere ist: Dahinter steckt keine Agentur, sondern ein Team von gut 30 Mitarbeitern. Und vor allem auch ein Kopf: Nicolas Lecloux. Marketing, sagt er, ist vor allem Unterhaltung. Und deshalb sagt Lecloux auch: „Wir werden lieber von einigen nicht gemocht, dafür aber von anderen gefeiert. Everybody's Darling ist auch Everybody's Arschloch.“ Und aus dieser Studentenidee ist ein Unternehmen von rund 62 Millionen Euro Umsatz geworden. Er ist inzwischen Vater von drei Kindern, testet nebenher heimlich Restaurants, postet Fotos von sich, wo er auf dem Klo sitzt. Und die Klobürste, können aufmerksame Beobachter erkennen, ist ein Pistolengriff. Er liebt Cheeseburger, träumt von seiner eigenen Show, isst gerne und geht sogar auf Jagd. Nicolas Lecloux erzählt mir, warum True Fruits inzwischen weniger auf Provokation setzt, welche Geschmacksrichtung richtig widerlich war, wie „grässlich“ Smoothies in Sachen Nachhaltigkeit sind – und er trotzdem nicht weniger als die Weltherrschaft anstrebt. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected]
5/25/202353 minutes, 26 seconds
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Numa-Chef Gaiser: „Ein wirklich gutes Unternehmen zu bauen dauert oftmals zehn Jahre“

Meinen heutigen Gast hätte ich, wenn ich nachtragend wäre, gar nicht einladen dürfen: „Als Schrecken der Verlage“ bezeichnete ihn 2010 eine Fachzeitschrift, nachdem er Kaufda gegründet hatte. Das Internetportal sammelt regionale Angebote von Einzelhändlern und bringt sie aufs Smartphone, listet sie in Newslettern oder platziert sie auf Nachrichtenportalen im Internet. Das digitale Pendant zum Werbeblättchen im Briefkasten also – oder eben zwischen Zeitungsseiten. Ein Schrecken für Verlage. Aber zum einen bin ich nicht nachtragend. Zum anderen hat er inzwischen schon sein nächstes Unternehmen gegründet: Numa, einen Anbieter von Boutique-Hotels mit 57 Häusern in neun verschiedenen Ländern. Im vergangenen Jahr lag die Auslastungsquote bei 87 Prozent – und profitabel ist das Unternehmen auch. Christian Gaiser erzählt mir, ob sich Frustrationstoleranz trainieren lässt – die nämlich braucht man als Gründer zweifelsohne. Erst recht, wenn ein paar Monate nach der Gründung einer neuen Hotelkette eine Pandemie ausbricht – und Reisen auf einmal tabu ist. Ich will von ihm wissen, wohin er selbst gern reist – und ob er dann ein pflegeleichter Hotelgast ist. Aber natürlich auch, ob er eigentlich Angst hat, dass ihn demnächst eine Fachzeitschrift als Schrecken all der Familienbetriebe im Hotelgewerbe tituliert. Schließlich ist er selbst in einer Hotelierfamilie im Schwarzwald groß geworden. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected]
5/19/202346 minutes, 33 seconds
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Enpal-Chef Kohle: „Der sozialistische Gedanke ist mir immer noch ganz sympathisch“

Über seinen Namen wird bei jedem Interview gewitzelt: Ausgerechnet das am schnellsten wachsende Solarunternehmen wird von einem Mann geführt, der das fossile Zeitalter im Namen trägt: Mario Kohle. Er war fünf Jahre alt, als die Mauer fiel. Ein bisschen DDR-Erfahrung ist also in seiner Biografie, sie hat ihn auch geprägt, wie er sagt – auch weil sein Großvater der wohl berühmteste Handballer der DDR war.  Der Enkel aber stürzte sich in den Kapitalismus, studierte BWL, ging dann an die WHU – und gründete gleich zwei Mal. Einmal ging es um einen Marktplatz, um schnöde Klicks, die so genannte Lead Generierung. Danach um nichts weniger als die Rettung der Welt. 2017 gründete Mario Kohle Enpal, zusammen mit Viktor Wingert und Jochen Ziervogel. Fünf Jahre später war Enpal das am schnellsten wachsende Unternehmen Deutschlands, der Umsatz verdreifachte sich, von 110 auf knapp 400 Millionen. Enpal wurde das erste grüne Einhorn – also mit einer Milliarde Euro bewertet. Zu den Investoren gehören unter anderem Softbank und Leonardo DiCaprio. Kohle erzählt mir, wie ihn das Anstehen für Bananen prägte, er mit den Wachstumsschmerzen des Unternehmens umgeht – und warum er den Kapitalismus für ein „geiles Tool“ hält. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected]
5/12/20231 hour, 7 minutes, 35 seconds
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Recup-Co-Chef Eckert: „Von München nach Nürnberg fliegen – da krieg ich echt die Krise“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch zählte Tom Cruise zu seinen frühen Vorbildern – zumindest in dessen Rolle als lässiger Pilot in „Top Gun“. Inzwischen aber führt Fabian Eckert ein Unternehmen, das weitaus bodenständiger ist: Recup, Marktführer bei Pfandbechern für Coffee to go. Mit einem Jahresumsatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich, 92 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und einem Gehaltsrat, der entscheidet, wer wie viel verdient. Eckert erzählt mir, wie es sich anfühlt, wenn die Vorstellung vom absoluten Traumjob platzt, warum CEOs nicht unbedingt am besten beurteilen können, was für wen ein angemessener Lohn ist – und wann er zuletzt einen Kaffeebecher weggeworfen hat. Außerdem sprechen wir darüber, wie ausgerechnet eine Flasche Tequila in einem entscheidenden Moment das Überleben seiner Firma gesichert hat. Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected]
5/5/202350 minutes, 45 seconds
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Earlybird-Chef Brandis: „Ich hatte das Gefühl, ich könne über Wasser laufen“

Mein heutiger Gast hat gezeigt, dass er sich gegen alle Widrigkeiten behaupten kann. Als Teenager geriet er bei einem Segeltrip in einen Sturm – und musste mit enormem Wellengang kämpfen, während das Boot sank. Später hat er dann seinen damals noch recht jungen Wagniskapitalgeber Earlybird nach dem Platzen der Dot.com-Blase durch Turbulenzen manövriert. Für den hatte er nämlich kurz zuvor seinen guten Job als Partner bei der Unternehmensberatung McKinsey aufgegeben. Heute verwaltet er Earlybird: 1997 gegründet, 80 Beschäftigte, ein Gesamtvermögen von zwei Milliarden Euro. Earlybird ist einer der größten Early-Stage-Investoren in Europa, der beispielsweise den Online-Lottodienst Tipp24, die Softwarefirma 6Wunderkinder, die sich Microsoft 2015 schnappte, oder auch das Fintech N26 groß gemacht hat. Ach ja – und ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik bringt er auch noch mit in diesen Podcast. Hendrik Brandis erzählt mir, was man beim Segeln über seine Kollegen und sich selbst lernt, wie man ein Gespür für erfolgsversprechende Geschäftsideen entwickelt – und in welchen Gegenden die eigentlich stecken. Wir sprechen darüber, warum er einen Fonds für Einwanderer aufgelegt hat – und natürlich auch, ob er schon, wie sich das für erfolgreiche Unternehmer gehört, seinen eigenen Weltraumflug gebucht hat. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected]
4/28/20231 hour, 2 minutes, 11 seconds
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Frosch-Chef Schneider: „Nachhaltigkeit muss nicht zwangsläufig mit bitterem Verzicht zusammenhängen“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch begnügt sich nicht mit einer dezenten Nadel am Anzug, um für sein Unternehmen zu werben. Nein, er schmückt sich an der Stelle, an der bei anderen ein Einstecktuch steckt, mit einem grünen Plüschtier: einem Frosch. Denn dafür steht sein Unternehmen, Werner & Mertz: ein Froschkönig ziert die Schuhcreme Erdal, und der grüne Frosch die Reinigungsmittel, die 1986 eingeführt wurden – und für 80 Prozent des Umsatzes sorgen, der im vergangenen Jahr bei knapp 540 Millionen Euro lag. 1992 trat Reinhard Schneider, ein Vertreter der Familie Schneider, die 1887 eingestiegen war und 1905 das Unternehmen vollständig übernommen hatte, in den Aufsichtsrat ein. Seit 2000 ist er Vorsitzender der Geschäftsführung. Schneider erzählt mir, warum er auf Öko gesetzt hat, als das noch nicht unbedingt cool war, und er seine großen Rivalen schon mal wegen falscher Umweltversprechen vor Gericht zerrt. Aber auch, wie er als Chef tickt – und ihn der Mythos Technologieoffenheit wütend macht. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected]
4/21/202351 minutes, 49 seconds
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Ebay-Kleinanzeigen-Chef Heimann: „Für Ebay waren wir immer eher ein Randgeschäft“

Mein heutiger Gast im Gespräch arbeitet seit zehn Jahren bei Ebay Kleinanzeigen. Seit etwas mehr als vier Jahren ist er auch der Chef des Unternehmens mit etwa 320 Mitarbeitern, das jeden Monat 36 Millionen Schnäppchenjäger auf seine Seite lockt. Aber anders als der Name vermuten lässt, gehört das Unternehmen gar nicht mehr zu Ebay und wird deshalb bald auch nur noch unter „Kleinanzeigen“ firmieren. Paul Heimann erzählt mir, wie der Wechsel von einem amerikanischen zu einem norwegischen Mutterkonzern seinen Alltag verändert hat und was das Abstreifen eines Markennamens eigentlich alles an Arbeit mit sich bringt. Wir sprechen darüber, wie er es geschafft hat, mit gerade mal 33 Jahren auf den Chefposten zu gelangen. Aber auch, was er selbst eigentlich so an Schnäppchen bei Ebay Kleinanzeigen erworben hat, ehe er zur Belegschaft gehörte. Und natürlich hat er auch ein paar Tipps, wie Sie auf dem Portal ein paar Schnäppchen machen können. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected]
4/14/202351 minutes, 3 seconds
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Jung-von-Matt-Chef Figge: „Wenn werden wir ersetzt durch Menschen, die KI kreativ und klug einsetzen“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch führt eine Werbeagentur, die polarisiert – und die sich, während viele andere von digitalen Newcomern oder Unternehmensberatungen geschluckt wurden, ihre Unabhängigkeit bewahrt: Jung von Matt, mit Sitz in Hamburg, etwa 995 Mitarbeitern und einem Jahresgewinn von etwa 114 Millionen Euro. Peter Figge ist eigentlich BWLer – und dann auch noch einer, der früh davon überzeugt war, dass dieses Internet mit all seinen Möglichkeiten der Interaktion nicht wieder verschwinden würde. Das war damals, als er 2010 auf den Chefposten von Jung von Matt rückte, durchaus ein Bruch für eine Agentur, die für ihre Kreativität allerorten gefeiert wurde – und deren Gründer und Chef Blogs mal als „Klowände des Internets“ abgetan hatte. Wir sprechen darüber, welchen Wert Kreativität in der Werbung eigentlich noch hat – und wie Figge einen Laden voller Kreativer führt, wo ein Kollege es auch schon mal zur Bedingung macht, im Büro Holz zu hacken. Wir diskutieren, wie sehr Werbung heute eigentlich noch provozieren darf – und woher diese enorme Angst vorm Shitstorm bei den Unternehmen kommt. Außerdem erzählt er mir, warum er bitteschön seine Arbeitswoche schon am Sonntagnachmittag beginnt – und wie Künstliche Intelligenz kreative Arbeit verändert. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected]
4/7/202354 minutes, 41 seconds
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Spotify-Europachef Krause: „Ich hoffe, dass Frau Merkel irgendwann einen Podcast macht und aus dem Nähkästchen plaudert“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch ist studierter Kulturwissenschaftler und passionierter Schlagzeuger. 2017 kam er nach diversen Stationen in der Musik- und Medienbranche zu Spotify, seit März 2021 verantwortet er dort das Europageschäft. Der Streamingdienst, im Oktober 2006 in Schweden gestartet, wird inzwischen in mehr als 180 Ländern von 456 Millionen Menschen genutzt, etwas weniger als die Hälfte davon sind zahlende Abonnenten. Michael Krause erzählt mir, welche Songs auf seinem ersten Mixtape waren – und welche Musik er heute auflegen würde, um seine Kinder im Teenageralter zu beeindrucken. Wir sprechen über die zwei Faktoren, die er selbst für die entscheidenden in seiner Karriere hält: Leidenschaft und Neugier. Aber auch darüber, wie viel Raum es eigentlich für musikalische Entdeckungen in seinem Arbeitsalltag gibt, wie man sich gegen einen Giganten wie Apple behauptet und wann künstliche Intelligenz die besseren Songs schreiben wird. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit Oder schreiben Sie uns an [email protected]
3/31/202352 minutes, 21 seconds
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Wirtschaftsweise Schnitzer: „Man braucht mehr Fantasie, was mögliche Risikoszenarien angeht“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch ist Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, kurz: der Wirtschaftsweisen. Seit 1996 hält Monika Schnitzer den Lehrstuhl für Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilian-Universität in München, hat aber auch in Yale, Harvard und Stanford als Gastprofessorin geforscht. Als Teenager griff sie unter den argwöhnischen Blicken der Bibliothekarin zu Simone de Beauvoir und Virginia Woolf. Als renommierte Ökonomin sagte sie dann später: Mit Frauen im VW-Vorstand hätte es keinen Dieselskandal gegeben. Die Süddeutsche nannte sie einmal eine „pragmatische Forscherin ohne besondere Schlagseite für ein politisches Lager“. Sie erklärt mir, wie neutral wirtschaftlicher Rat eigentlich sein kann und wie viel Geduld man für die Beratung von Politikern mitbringen muss. Wir diskutieren darüber, ob Frauen wirklich die besseren Managerinnen sind – und was Deutschland tun muss, um mehr davon zu gewinnen. Und ob sie als Boomerin eigentlich ein schlechtes Gewissen gegenüber der jungen Generation hat. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit
3/24/202351 minutes, 56 seconds
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FDP-Politiker Christ: „Es gibt auch von den Linken gute Vorschläge“

Mein Gast im Chefgespräch ist Unternehmer mit politischen Ambitionen. Seit seiner Jugend war er in der SPD aktiv, im Dezember 2019 trat er aus der Partei aus und wurde schließlich im Frühjahr 2020 Mitglied in der FDP. Er war im Schattenkabinett des SPD-Kanzlerkandidaten Frank Walter Steinmeier – und Bundesschatzmeister der FDP. Harald Christ ist Inhaber der Kommunikationsberatung Christ & Company in Berlin und hatte in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehrere Positionen im Topmanagement von Banken und Versicherungen inne. Unter anderem beim Versicherer Ergo, der Postbank und der inzwischen untergegangen WestLB. Spätestens seit er vor 18 Jahren die Kapitalanlagegesellschaft HCI an die Börse gebracht hat, darf er sich als finanziell unabhängig betrachten. Wir sprechen darüber, ob Geld glücklich macht, ein Werdegang wie der seine heute eigentlich noch möglich ist, wie viel Soze und wie viel FPD in ihm steckt – und warum er mit Anfang 30 seine Homosexualität offengelegt hat. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit
3/17/202353 minutes, 26 seconds
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Melitta-Co-Chefin Roehrig: „In Familienunternehmen kann man Dinge reifen lassen“

Schluss mit diesen lästigen Kaffeekrümeln! Das sagte sich die sächsische Hausfrau Melitta Bentz vor etwas mehr als 115 Jahren, nahm aus dem Schulranzen ihres Sohnes ein Blatt Löschpapier, stanzte mit Nägeln und einem Hammer Löcher in den Boden einer Konservenbüchse, legte das Papier hinein. Sie hatte damit nicht nur den Kaffeefilter erfunden, sondern auch den Grundstein für ein Unternehmen gelegt, das heute rund 1,88 Milliarden Euro im Jahr umsetzt, etwa 5900 Menschen beschäftigt – und nicht nur Kaffeefilter, sondern auch Kaffee, Kaffeemaschinen sowie andere Haushaltsprodukte im Angebot hat. Auch die Marken Toppits und Swirl gehören dazu. Katharina Roehrig, mein heutiger Gast im Chefgespräch, sorgt dafür, dass diese Marken nicht nur weiterhin in aller Munde bleiben, sondern auch noch zum Zeitgeist passen, der vor allem nach Nachhaltigkeit verlangt. Mit ihr spreche ich darüber, was es braucht, um einem Traditionsunternehmen einen Kulturwandel zu verpassen, was ihr größtes Learning bei der Melitta-Transformation war und wie es ihr gelingt, ihre Work-Life-Balance im Gleichgewicht zu halten. Sie verrät mir außerdem, ob ihr eigener Kaffeekonsum eigentlich in die Höhe geschnellt ist, seit sie 2014 bei Melitta begonnen hat, dass sie am liebsten alleine Kaffee trinkt und wie sie es schafft, keine Impulskäufe zu tätigen. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit
3/10/202346 minutes, 33 seconds
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Naturstrom-Chef Hummel: „Es gibt bestimmt schönere Jobs als den von Habeck“

Mein heutiger Gast im Chefgespräch weiß ziemlich genau, wie viele Packungen Gummibärchen in einen Kofferraum passen – und hat mit diesem Spezialwissen sogar schon einmal bei einem Preisausschreiben ein Auto gewonnen. Dumm nur, dass er das eigentlich gar nicht gebraucht hat. Und eigentlich immer noch nicht braucht. Denn er fährt lieber Mountainbike oder skatet am Rhein entlang. Nicht nur, aber auch aus ökologischer Überzeugung. Die lebt er vor allem im Job aus: Seit 2001 ist Oliver Hummel beim Ökostromanbieter Naturstrom, seit 2022 als Chef des Unternehmens mit 3000.000 Kunden und einem Jahresumsatz von zuletzt etwa 450 Mio Euro. Wir sprechen darüber, wer das Klima rettet: Verbraucher, Manager oder doch die Politik? Hummel erzählt mir, wie groß seine Hoffnung ist, dass die Ampel ihre Ziele zum Ausbau der Erneuerbaren Energien auch erfüllt, mit wem er gern einmal Abendessen würde, wie groß sein eigener CO2-Fußabdruck ist – und wie viele Gummibärchen denn nun eigentlich in einen Kofferraum passen. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit
3/3/202344 minutes, 10 seconds
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Börlind-Chefin Alicia Lindner: „Wenn langjährige Führungskräfte kündigen, das tut schon krass weh“

„Freu dich, dass es regnet! Wenn du dich nicht freust, regnet’s trotzdem!“ – das ist das Motto meiner heutigen Gesprächspartnerin, Alicia Lindner, Geschäftsführerin und Mitinhaberin des Naturkosmetikunternehmens Börlind. Mit ihrem Bruder Nicolas Lindner führt die 32-Jährige das Familienunternehmen in dritter Generation. Und so sprechen wir vor allem darüber, was es braucht, damit die Nachfolge in Familienunternehmen gelingt – auch, wenn der eigene Vater und Patriarch zunächst nicht begeistert von dem Konzept einer Doppelspitze war. Wie geht man im Familienunternehmen mit solchen und anderen Konflikten um? Was passiert, wenn der neue Führungsstil nicht allen langjährigen Mitarbeitenden gefällt? Und wie schafft man es als Chefin und dreifache Mutter Beruf und Familie miteinander in Einklang zu bringen? Alicia Lindner verrät mir aber auch, was sie aus dem halben Jahr in ihrer Studienzeit mitgenommen hat, in dem sie ganz allein um die Welt gereist ist, woraus sie ihre Kraft schöpft und wie viel Liter Wasser am Tag sie trinkt. Spoiler: viel. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.wiwo.de/zufriedenheit
2/24/202349 minutes, 24 seconds
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DGB-Chefin Fahimi: „Der wichtigste Hebel für Fachkräfte ist, sie besser zu bezahlen“

Sie wuchs als Halbwaise bei einer alleinerziehenden Mutter auf, und behauptete sich später (auch) in Männerdomänen. Nun steht sie seit knapp einem Jahr als erste Frau an der Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes und setzt als Feministin einen großen Schwerpunkt auf den Bereich Gleichberechtigung. Mein Gast in dieser Podcast-Folge ist Yasmin Fahimi. 15 Jahre lang machte sie zunächst in der Gewerkschaft IG-BCE Karriere, ehe der damalige SPD-Chef Sigmar Gabriel sie 2014 zur Generalsekretärin der Partei machte. Später war sie Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium unter Andrea Nahles. In diesem Gespräch geht es deshalb nicht nur um Gleichstellung und Fachkräftemangel, sondern auch um die Klimakrise und den Krieg in der Ukraine, um das Ende der Energieversorgung, wie wir sie kannten, und damit verbunden um die Inflation und die Sorge vor einer drohenden Deindustrialisierung. Fahimi erzählt mir außerdem, wie man einerseits für Lohnerhöhungen kämpft, ohne die Arbeitsplatzsicherheit aus den Augen zu verlieren; wie man den Wandel zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft vorantreibt, ohne den Industriestandort Deutschland zu gefährden – und warum sie als Kind etwas länger gebraucht hat, um zu verstehen, dass eine Gymnasialempfehlung etwas Gutes ist. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
2/17/202346 minutes, 35 seconds
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Chef Herrenmode Braun Hamburg: „Das Hochbeißen in einem Konzern hat mich geprägt“

Die Krawatte legt er noch lange nicht ab – die Jogginghose aber ist auch kein Tabu mehr für Lars Braun, Leiter des Modeunternehmens Herrenmode Braun Hamburg, und Gast in der neuen Podcast-Folge vom Chefgespräch. In diesem Jahr feiert sein Unternehmen 90-jähriges Bestehen. Und so bespreche ich mit Braun nicht nur die ein oder andere Stilfrage, sondern auch, wie man ein Unternehmen in die nächste Generation führt, was die persönliche Beratung gegenüber dem Online-Handel ausmacht und wie er sich einst bei einem seiner ersten Arbeitgeber Peek & Cloppenburg „hochgebissen“ hat. Außerdem verrät mir Braun, was er sich für seine Töchter wünscht, wie wertvoll ein freier Tag in der Woche sein kann – und was man beim Segeln fürs Leben lernt. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
2/10/202343 minutes, 8 seconds
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Researchgate-Chef Madisch: „Als Gründer wirst du nicht auf Erfolg vorbereitet“

Er überzeugte Microsoft-Gründer Bill Gates davon, einen zweistelligen Millionenbetrag in sein Start-up zu stecken – und das, obwohl er bei dem Treffen ausgerechnet einen Apple-Rechner dabei hatte. Ijad Madisch gründete Researchgate 2008 als Netzwerk und Datenbank für Forschende. Mittlerweile hat das Unternehmen etwa 250 Mitarbeiter, etwas über 30 Millionen Euro Jahresumsatz und ist profitabel. Madisch versteht es als das Spotify der Wissenschaftsszene. Er erzählt mir, warum er Gründer wurde, nachdem er Medizin studiert hatte, weshalb er jeden Tag zwei mal anderthalb Stunden spazieren geht, auf ziemlich hohem Niveau Beachvolleyball spielt – und wie er das neben seinem Job eigentlich alles schafft. Außerdem verrät Madisch, weshalb er potenzielle Investoren nicht googelt, Scholz und Merkel bei seinem Anblick mal schmunzeln mussten – und er schon als Kind unbedingt einen Nobelpreis haben wollte. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
2/3/202354 minutes, 38 seconds
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Datev-Chef Mayr: „Der Staat selbst kommt mit seinen Grundsteuererklärungen auch nicht hinterher“

Mitte der Sechzigerjahre passten Computer noch nicht in unsere Hosentasche. Damals waren das noch riesige Rechner. Grau, klobig und verdammt teuer. Es war die Zeit, in der sich die deutschen Steuerberater in einer Genossenschaft zusammenschlossen, um die Anschaffung dieser neuen Technik gemeinsam zu stemmen. 1966 war das. Es war die Geburtsstunde der Datev. Und es war, wie der Zufall will, auch die Geburtsstunde von Robert Mayr, der seit 2016 die Datev führt und mein heutiger Gast im Chefgespräch ist. Datev mit Sitz in Nürnberg hat mehr als 8500 Mitarbeiter, etwas mehr als eine Milliarde Umsatz, 530.000 Kunden und rechnet über dieses eigene Rechenzentrum, dessen Grundlagen damals in den Sechzigerjahren gelegt wurde, knapp 14 Millionen Löhne ab.  Und so geht es um die Frage, warum dieser ganze Papierkram, von der Lohnabrechnung bis zur Steuererklärung, so furchtbar kompliziert sein muss. Und darum, wie Manager bei einem Strategieschwenk mit Widerständen umgehen sollten. Wir sprechen über eine sehr spannende Station in Mayrs Karriere: seine Zeit bei der Treuhand in Berlin, Anfang der Neunzigerjahre, aber auch über sein Talent an der E-Gitarre – und die Frage, wie er aufs Pferd gekommen und vor allem drauf geblieben ist.  Mayr erzählt mir, warum Steuererklärungen so furchtbar kompliziert sind, ein Faxgerät in seinem Arbeitszimmer steht – und er jeden Monat zehn Mitarbeiter zum Pizzaessen einlädt. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
1/27/202355 minutes, 41 seconds
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Wirtschaftsweise Grimm: „Die Grünen sind über sehr, sehr viele Schatten gesprungen“

Mein Gast liebt Dr. Dre und Snoop Dog, hat als DJ in Clubs aufgelegt – und in einer Band Schlagzeug gespielt. Sie ist mit einem umgebauten Krankenwagen in die entlegensten Ecken Europas gefahren. Und trainiert die Fußballmannschaft ihrer Tochter. Das ist die eine Seite, über die ich mit ihr spreche. Sie hält aber auch einen Lehrstuhl für VWL an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – und forscht dort zu dem Thema, das uns alle derzeit bewegt: den Energiemärkten. Sie hat die Gaskommission geleitet, die vergangenen Herbst die Empfehlungen zur Gaspreisbremse erarbeitet hat. Und seit April 2020 ist sie auch Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – kurz: Wirtschaftsweise. Sie wirbt für mehr Pragmatismus, weniger Ideologie. Was man nicht zuletzt daran erkennt, dass sie einst in Brokdorf gegen die Atomkraft demonstriert – und in den vergangenen Wochen dennoch für längere Laufzeiten von AKWs in Deutschland plädiert hat. Das ist die zweite Seite von Veronika Grimm. In dieser Folge erzählt sie mir, ob sie Mitleid mit dem Wirtschaftsminister hat, wie es langfristig um unsere Energieversorgung steht – und weshalb sie in der Gaskomission eine Menge Kartoffelgratin essen musste. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
1/20/20231 hour, 8 minutes, 29 seconds
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Eppendorf-Co-Chefin van Pelt: „Auch im Westen gibt es eine Enteignungs-Policy“

Eigentlich wollte sie Microsoftchefin werden. Und vielleicht kommt das ja noch. Aber erst einmal führt Eva van Pelt die Geschäfte beim Weltmarktführer Eppendorf. Etwa 5500 Mitarbeiter, etwas über eine Milliarde Euro Jahresumsatz. Das Unternehmen entwickelt und produziert nahezu alles, was man im Labor benötigt: Pipetten, Zentrifugen, Ultratiefkühlgeräte. Ein Hidden Champion – bis die Coronapandemie ausbrach. Seither ist das Unternehmen auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Schließlich zählt der Virologe Christian Drosten zu den prominentesten Kunden von Eppendorf. Die Pandemie, immerhin, ist durchgestanden. Die Zeiten aber sind deshalb nicht einfacher geworden. Und so geht es im Chefgespräch mit Eva van Pelt darum, ob wir, die deutsche Exportnation, eigentlich zu naiv waren. Und ob wir noch Geschäfte mit China oder gar Russland machen dürfen. Sie erzählt uns, was sie tut, wenn die Kollegen im Meeting ins Mansplaining verfallen, was sie an den Niederländern besonders schätzt – und warum Sie ihren allerersten Job im fernen England am liebsten gar nicht angetreten hätte und heute trotzdem für die wohl wichtigste Station in Ihrer Karriere hält. Und einen Buchtipp für Sie hat die passionierte Leserin auch noch dabei. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Unsere aktuelle Titelgeschichte: Mehr Kindergeld, höhere Freibeträge: Es gibt gute Gründe für Eltern, dieses Jahr mit dem Investieren für den Nachwuchs zu beginnen. Das klappt mit einem speziellen Kinderdepot. Was dort reingehört, was nicht reinsollte. www.wiwo.de/28918026.html *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
1/13/20231 hour, 3 minutes, 36 seconds
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Spezial (Teil 2): So wird das Wirtschaftsjahr 2023

Heute geht’s im zweiten Teil unseres Spezials um den Ausblick auf 2023 und die folgenden Fragen: Was erwartet uns an der Inflationsfront? Wird die Rezession wirklich so milde wie alle sagen? Oder kommt der ökonomische Weltuntergang, den Mister Doom Nouriel Roubini prophezeit, einfach später? Schafft es die Ampel endlich, eine kohärente Wirtschaftspolitik umzusetzen? Welche Rolle spielt dabei das Duell der Supermächte USA und China? Was bedeutet das alles für die Anleger? Wo liegen die größten Gefahren und Chancen? Ist die Krisenwährung Gold noch einen Kauf wert oder völlig überschätzt? Steigt der Dax weiter? Verspricht ein alter Ferrari mehr Rendite als ein alter Porsche? Diese und andere Fragen diskutiere ich mit Sonja Alvarez, stellvertretende Leiterin des Wiwo-Hauptstadtbüros, Volkswirt-Chef Bert Losse und unserem Dax-Guru Toni Riedl. Toni war übrigens mein letzter Gast im Chefgespräch. Nach beinahe sechs intensiven Jahren verlasse ich die Chefredaktion der WirtschaftsWoche, um mich neuen Herausforderungen zu stellen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Ihnen bedanken – für Ihre Treue und ihre vielen positiven Reaktionen und Bewertungen. Aber keine Sorge: Das Chefgespräch bleibt Ihnen erhalten. Bleiben Sie gesund. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
1/6/202353 minutes, 35 seconds
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Spezial (Teil 1): So war das Wirtschaftsjahr 2022

2022 wird als das Jahr der multiplen Krisen in die Geschichte eingehen. Irgendwie brennt es überall. Die Lieferketten leiden, die 
Rezession droht, die Energiepreise explodieren und geopolitische Gewissheiten geraten ins Rutschen. Corona und Russlands Überfall auf die Ukraine sind für vieles verantwortlich, aber nicht für alles. Mit dem Duell zwischen China und den USA zeichnet sich ein Konflikt von historischer Dimension ab. Und was hieß das im abgelaufenen Jahr nun für Deutschland? Für die Energiesituation? Für die Anleger und für die Industrie? Darüber spreche ich mit meinen WiWo-Kolleginnen und Kollegen Florian Güßgen, Julia Groth und Martin Seiwert. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
12/30/20221 hour, 8 minutes, 28 seconds
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NASA-Forschungschef Zurbuchen: „Ende der 2030er Jahre werden wir auf dem Mars landen.“

Der Wettlauf um den Weltraum läuft auf Hochtouren. Geopolitik und Geschäftsmodelle werden immer öfter aus einer galaktischen Perspektive betrachtet. Supermächte wie die USA und China wollen ihren Machtraum erweitern, neue Rohstoffquellen erschließen – und herausfinden, ob es da draußen Leben gibt. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er wächst in einem Schweizer Bergdorf auf, bezeichnet sich als verlorenes Schaf der Familie, begeistert sich mehr für die Wissenschaft als für die Bibel seines Vaters, ist laut Ehefrau ein sturer Mensch, behandelt seine Kinder laut Sohn wie Mitarbeiter, trägt gerne Socken mit Astronauten-Motiv, gilt als begnadeter Netzwerker, wird beinahe Innovationschef von Amazon, gehört zu den einflussreichsten Wissenschaftlern der Welt und ist überzeugt, dass das Universum so viel mächtiger ist als alles was wir uns vorstellen können. Der Astrophysiker Thomas Zurbuchen ist seit 2016 der Forschungschef der US-Weltraumbehörde NASA. Im Podcast erzählt er mir, warum er seinem Sekundarlehrer eine Visitenkarte mit Professorentitel zukommen ließ, wer Weltmeister in Sturheit ist und warum wir beide uns nie im Club in Bern beim Feiern begegnet sind. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
12/23/20221 hour, 19 minutes, 58 seconds
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Verteidigungs-Expertin Strack-Zimmermann: „Einem Massenmörder braucht man nicht mit runden Tischen zu kommen“

Russlands Krieg gegen die Ukraine dauert jetzt bald schon ein Jahr. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Trotz massiver Verluste hält Kremlchef Putin an seinem Feldzug fest. Im Westen gilt er längst als Paria, mit dem eine diplomatische Lösung des Konflikts undenkbar scheint. Wie lange also müssen die Ukrainer noch leiden? Wie lange kann sich Putin an der Macht halten? Und macht Deutschland genug, um Kiew zu unterstützen? An der letzten Frage scheiden sich immer wieder die Geister. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie quatschte in der Schule sehr viel, bekam viele blaue Brief, konnte mit Handarbeit und Schönschreiben nichts anfangen, fährt gerne Motorrad, verkauft skandinavische Jugendbücher, findet Jan Böhmermanns Aktionen mitunter blöd und dämlich, hält die SPD für traumatisiert, wollte als Teenager Hippie werden, fordert mehr Panzer für die Ukraine, traut der Bundeswehr Kampfeinsätze zu, treibt Kanzler Olaf Scholz vor sich her und empfiehlt dem SPD-Linken Ralf Stegner, weniger La Paloma zu pfeifen. Marie-Agnes Strack-Zimmermann gilt als Senkrechtstarterin der FDP und sitzt für sie seit 2017 im Bundestag. Sie ist die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses. Strack-Zimmermann erzählt mir, was die Bundeswehr wieder attraktiver machen würde, wieso sie von der Schweiz enttäuscht ist, Christine Lambrecht verteidigt – und wen sie gern einmal auf ihrem Motorrad mitnehmen würde. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Anleihen waren für Anleger über viele Jahre unattraktiv. Das hat sich jetzt gründlich geändert. Selbst sichere Bonds von Staaten und Unternehmen bieten wieder attraktive Renditen – und gehören in jedes Depot. Nur die richtigen sollten es schon sein. https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/prozente-zum-fest-das-comeback-der-anleihen-schenken-sie-zinsen/28868746.html Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: www.wiwo.de/chef-abo
12/16/20221 hour, 11 minutes, 31 seconds
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Baden-Württembergs Finanzminister Bayaz: „Deutschland ist ein Geldwäscheparadies“

In diesen Tagen beginnt der Prozess der Prozesse. Der größte Wirtschaftsskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte wird vor Gericht verhandelt. Ex-CEO Markus Braun soll laut Anklage einer der Köpfe hinter der Milliardenlüge Wirecard gewesen sein. Die Affäre stürzte Tausende Anleger ins Unglück und entlarvte Wirtschaftsprüfer und die staatliche Finanzaufsicht als zahnlose Institutionen. Wie konnte es dazu kommen? Hat der Staat wieder mal versagt? Ist der Finanzplatz Deutschland eine Gefahr für Anleger? Was sind die Lehren aus dem Fall Wirecard? Ein prominentes Politiker-Trio hatte sich nach der Pleite mit diesen und anderen Fragen im Wirecard-Untersuchungsausschuss besonders intensiv beschäftigt. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist der Enkel eines türkischen Botschafters, interessierte sich schon immer für das Thema Geld, macht für eine Kiste Bier fast alles inklusive rappen, muss sich als Steuer-Stasi beschimpfen lassen, gilt als wirtschaftsliberal, träumt von einem Roadtrip durch die USA, gehört zum Realo-Flügel der Grünen, wirkt manchmal so als wäre er in der falschen Partei, hält den Doppelwumms von Kanzler Scholz für ordnungspolitisch fragwürdig, macht ein System der kollektiven Unverantwortlichkeit für die Wirecard-Affäre verantwortlich und ist überzeugt, dass der größte Fachkräftemangel Menschen betrifft, die eine Haltung haben – vor allem beim Deutschen Fussballbund. Danyal Bayaz ist der schwäbische Hausmann und hält seit 2021 als Minister der Finanzen die Kasse von the Länd zusammen, früher bekannt unter dem Namen Baden-Württemberg. Im Podcast erzählt er mir, wie er Markus Braun erlebte, warum das letzte Kapitel der Akte Wirecard noch nicht geschrieben ist, wie der Skandal seine Karriere beeinflusste und weshalb ihn das beste Investment seines Lebens trotzdem nicht reich gemacht hat. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Der neue Chef Björn Gulden muss Adidas wieder cool machen. Die Belegschaft ist verunsichert, das Vertriebskonzept unklar, die Aktie am Boden – und ein veritabler Skandal noch längst nicht aufgearbeitet. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/handel/die-unsportlichen-sanierungsfall-adidas/28855140.html Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
12/9/202250 minutes, 40 seconds
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Block-Gruppe-Chef Bülow: „Fleisch muss teurer werden“

Fans des Chefgespräch werden merken, dass ich wie letzte Woche immer noch erkältet bin. Das Killervirus aus der Kita meines Sohnes hat es echt in sich. Vielleicht würde mir ja ein saftiges Steak helfen, obwohl der Zeitgeist dagegen spricht. Notorische Fleischliebhaber stehen heute oft mit Klimasündern und Tierquälern in einer Ecke. Und der schlechte Ruf kommt nicht von ungefähr. Preisdruck und Geringschätzung von Qualität haben in der globalen Fleischindustrie zu unhaltbaren Zuständen geführt. Schnitzel zu Schleuderpreisen, Tiere mit Haltungstrauma, Urwaldrodungen für Rinderweiden. Am Ende landen die Produkte der Billig-und-Brutal-Industrie auch auf den Tellern der Gastronomie. Die muss sich etwas einfallen lassen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er spielt gerne Fußball in Seniorenmannschaften, ist immun gegen strenge Familienunternehmer, wollte eigentlich Personalvorstand der Lufthansa werden, findet die Verfütterung von Filet-Steak an Hunde – Achtung O-Ton – zum Kotzen, empfindet die Coronapolitik der Regierung als Enteignung und befürchtet, dass die deutsche Gastronomie einen leisen Tod stirbt. Stephan von Bülow ist seit 2011 CEO der Hamburger Block-Gruppe, zu der neben einem Luxushotel und Lebensmittelproduktionen die Steakhauskette Block House gehört. Bülow erzählt mir von Expansionsplänen, warum er Maredo vermisst, nur zweimal wöchentlich Fleisch isst, sein Zwillingsbruder für ihn zum Headhunter wurde – und er in Kanada gern Post ausfliegen würde. Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: www.wiwo.de/chef-abo
12/2/202256 minutes, 15 seconds
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Techniker-Krankenkasse-Chef Baas: „Es geht ehrlich gesagt ganz selten um den Patienten“

Kaum ein System ist so komplex und so teuer wie das Gesundheitssystem, aber kaum einer macht etwas dagegen. Denn es regieren fatale Anreize, die harte Einschnitte verhindern. Ärzte und Pharmaindustrie wollen maximale Profite, Patienten die maximale Behandlung, Klinikchefs die maximale Bettenbelegung und Politiker maximale Beliebtheitswerte. Kein Wunder, dass den Krankenkassen im nächsten Jahr 17 Milliarden Euro fehlen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist gelernter Chirurg, operiert auch gerne Autos, findet Investmentbanker moralisch fragwürdig, spekuliert mit MLP-Aktien, gilt als Revoluzzer der Gesetzlichen Krankenversicherung, zieht als Wanderprediger für Digitalisierung durchs Land, regt sich über graue Gesundheitsfunktionäre auf, denen alles egal ist, bezeichnet das elektronische Rezept als Flop und warnt vor Amazon, das vielleicht eines Tages unser Gesundheitssystem kommerzialisiert. Jens Baas ist seit 2012 Vorstandschef der Techniker Krankenkasse, mit 11 Millionen Kundinnen und Kunden Deutschlands größte Krankenversicherung. Baas erzählt mir, warum die TK weiterhin homöopathische Mittel zahlt, wie er von heute auf morgen Unternehmensberater wurde, was der Gesundheitsminister falsch macht – und wieso sich eine Vespa nicht hinter einem Ferrari verstecken muss. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Der Skandal um den Rapper Kanye West und Adidas zeigt, wie abhängig Konzerne mittlerweile von Influencern sind. Manche der Werber sind gut beratene Webcam-Profis, andere windige Vertreter des eigenen Geldvorteils. Jetzt wehren sich erste Unternehmen. Ein Blick hinter die schöne Fassade der Milliardenbranche. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/dienstleister/hinter-den-kulissen-der-milliardenbranche-die-unheimliche-macht-der-influencer/28828534.html Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: www.wiwo.de/chef-abo
11/25/20221 hour, 15 minutes, 31 seconds
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Metro-Chef Greubel: „Moral versus Profit – das ist eine viel zu kurzgegriffene Logik“

Es gibt deutsche Großkonzerne, die haben in ihrer Geschichte so viele Manager, Investoren, Machtkämpfe und Totalumbauten gesehen, dass sie am Ende kaum noch einer wiedererkennt oder sie gleich für immer von der Bildfläche verschwinden. Nur wenige schaffen es, sich nach den Irrungen und Wirrungen aufs Kerngeschäft zu konzentrieren und die letzten alten Expansionssünden zu verkaufen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er träumte von einer Karriere als Tischtennis-Star, findet auch Kickboxen cool, bräuchte dringend Schauspielunterricht, wirft gerne mit Tellern um sich, kann alles verkaufen – egal ob Schrauben oder Trauben, hält McKinsey für ein tolles Sprungbrett und versteht die Krisenstimmung in den Medien nicht, weil die Restaurants doch voll seien. Steffen Greubel ist seit 2021 CEO des milliardenschweren Gastro-Großhändlers Metro und damit Chef von weltweit über 95.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.  Greubel erzählt mir, warum sich Metro nicht aus Russland zurückgezogen hat, was er beim Kellnern lernte, wie er über Homeoffice denkt – und weshalb er Fische liebt. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Fünf prominente Börsenprofis blicken auf das Jahr 2023. Sie sagen, wo sie Zinsen und Inflationsraten sehen, schätzen das Rezessionsrisiko ab, nennen ihre Favoriten bei Aktien und Anleihen – und offenbaren ihre Vorliebe für ein Land, das lange niemand mehr beachtet hat. www.wiwo.de/28814626.html Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: www.wiwo.de/chef-abo
11/18/20221 hour, 7 minutes, 7 seconds
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Stepstone-Chef Dettmers: „Deutsche Unternehmen investieren viel zu wenig in die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter“

Es ist ziemlich kompliziert geworden in deutschen Unternehmen: Seit Beginn der Coronapandemie kommen Angestellte immer seltener ins Büro und klappen ihr Laptop immer öfter am heimischen Schreibtisch auf. Und manche haben auch ihre Prioritäten neu justiert, verabschieden sich vorübergehend ins Sabbatical – oder gleich ganz, per Kündigung. Sie können ihre Ansprüche selbstbewusst formulieren. Schließlich fehlen überall Fachkräfte. Arbeitnehmer, nicht Arbeitgeber stellen die Bedingungen. Führungskräfte stehen damit vor der schwierigen Aufgabe, im Arbeitsalltag Lösungen zu finden, die auf die individuellen Bedürfnisse in der Belegschaft eingehen – und trotzdem das Team zusammenhalten. Was die Deutschen wirklich wollen im Job, das weiß kaum jemand besser als Sebastian Dettmers. Seit 2020 führt er das Stellenportal Stepstone. Im Podcast erzählt er, wie wichtig die Offenlegung von Gehältern bei der Gewinnung von Talenten ist, warum er seit elf Jahren bei Axel Springer arbeitet, obwohl er das als 20-Jähriger keinesfalls wollte – und wieso er gern einen Tag lang eine Frau wäre. Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Homeoffice, Viertagewoche, mehr Urlaub, fehlender Biss: 42 Prozent der deutschen Führungskräfte sagen, ihre Mitarbeiter seien nicht einsatzfreudig genug. Der Fachkräftemangel aber stattet sie mit neuer Macht aus – und damit wachsen ihre Ansprüche. Wie die Unternehmen damit umgehen, was sie ihren Mitarbeitern bieten müssen – und was das mit Investitionen im Ausland zu tun hat. https://www.wiwo.de/my/erfolg/beruf/lustlos-und-begehrt-wie-faul-sind-die-deutschen/28799958.html *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
11/11/20221 hour, 4 seconds
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Airbus-Rüstungschef Michael Schöllhorn: „Der wahrscheinlichste Ausgang wird eine Art Nicht-Kriegs-Zustand sein“

Sie waren jahrelang die schwarzen Schafe der deutschen Industrie. Ihre Panzer, Kanonen und Kampfjets galten als überteuerte Spielzeuge für Ewiggestrige und Reaktionäre. Krieg in Europa konnte sich keiner mehr vorstellen. Doch seit dem 24. Februar, dem Überfall Russlands auf die Ukraine, herrscht die Zeitenwende und die Rüstungsindustrie ist raus aus der Schmuddelecke. In ganz Europa wird aufgerüstet. Allein die Bundeswehr soll 100 Milliarden Euro bekommen. Das Rennen um die großen Aufträge ist eröffnet. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er wächst als Kind auf Luftwaffenstützpunkten auf, liest am liebsten den Alchemisten, fliegt mit Hubschraubern durch die Gegend, quält sich auf der Rudermaschine, hat Kerosin im Blut, schraubt gerne auch mal Kühlschränke und Geschirrspüler zusammen und hält 100 Milliarden Euro für zu wenig, um die marode Bundeswehr nachhaltig zu sanieren. Michael Schöllhorn ist seit 2021 CEO von Airbus Defence and Space, der Rüstungssparte von Europas größtem Luft- und Raumfahrtkonzern. Schöllhorn erzählt mir, wie es um das größte europäische Rüstungsprojekt steht, warum Elon Musk ganz anders auftritt als man denkt – und die Bundeswehr manchmal selbst an Unterhosen scheitert. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Der Verbrenner ist nicht tot, bloß weil die Politik ihn bereits beerdigt. Im Gegenteil. Nur mit grünem Sprit erreicht Europa seine Klimaziele – und mehr Resilienz gegenüber China. www.wiwo.de/28785172.html [wiwo+] Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
11/4/202255 minutes, 2 seconds
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Audi-Vorständin Wortmann: „Für den chinesischen Markt braucht man mehr Sonderlösungen“

Kaum eine deutsche Schlüssel-Industrie drohte in den letzten Jahren so oft unter die Räder zu kommen wie die Automobilindustrie. Zuerst wütete der Dieselskandal, dann die Transformation zur E-Mobilität und jetzt bläst die chinesische Konkurrenz zum Angriff auf die europäischen Platzhirsche. Sie fordert die Deutschen vor allem bei der Digitalisierung heraus. Denn E-Motoren bauen können alle, aber längst nicht alle können Software. Ob die Deutschen hier die Kurve kriegen, ist noch längst nicht klar. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie kaufte sich als erstes Auto einen froschgrünen Polo, machte den Mini wieder zum Kultmobil, hält das Prinzip Autoquartett für nicht mehr tragbar, hat eine Schwäche für Calvin Klein, pflegt einen harten Führungsstil, bezeichnet ihren Lieblings-Social-Media-Kanal als emotionales Pattex, musste den Vorstand von Volkswagen nach wenigen Monaten wieder verlassen, ruft Mitarbeiter gerne auch am Sonntagabend an – und hat nicht damit gerechnet, im Leben so weit zu kommen. Hildegard Wortmann wird im Juli 2019 zur ersten weiblichen Vorständin bei Audi berufen und ist dort für Marketing und Vertrieb verantwortlich. Sie sitzt zudem in der erweiterten Konzernleitung von Volkswagen. Wortmann erzählt mir, was die Automobilindustrie von China lernen muss, welchen Platz sie bei der Mille Miglia belegte, warum Macht zu Unrecht negativ besetzt ist – und was sie von festgeklebten Aktivisten hält. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Stark steigende Zinsen haben den Boom am Haus- und Wohnungsmarkt beendet. Doch am passenden Standort und mit dem richtig ausgestatteten Objekt profitieren Käufer auch jetzt noch – trotz Demografie, Inflation und Energieschock. https://www.wiwo.de/my/finanzen/immobilien/da-geht-noch-was-das-geheimnis-zukunftsfester-immobilien/28771226.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
10/28/20221 hour, 5 minutes, 11 seconds
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Telefónica-Deutschland-Chef: „Es gibt noch immer weiße Flecken, über die ärgern wir uns alle“

Jeder kennt dieses Gefühl. Eine Reise von Deutschland ins Ausland ist wie eine Reise in die Zukunft. Sie wirkt wie Doping fürs Handy. Plötzlich rasen die Downloads und die Funklöcher sind auch verschwunden, selbst in der Provinz. Die Deutschen verharren dagegen in der digitalen Steinzeit. Das Land schafft es im internationalen Vergleich in keiner Disziplin in die Top 25, selbst im Festnetz nicht. Da liegen sogar Länder wie Moldau oder Rumänien viel weiter vorne. Ob das Leiden jemals ein Ende hat, wissen nur die Netzbetreiber. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist ein bayerischer Lokalpatriot, bezeichnet seine Fitness als robust, sitzt gerne vor seinem 90 Jahre alten Bergchalet, hat in seinem Leben nur eine Firma kennengelernt, hält sich für bescheiden, schoss bei einem Schulturnier fünf Tore, nennt sich das Trampolin der Digitalisierung und hört auf den Spitznamen „das wandelnde Archiv“. Markus Haas ist seit 2017 CEO der Telefónica Deutschland Holding, die unter anderem mit ihrer Marke O2 über 40 Millionen Kunden bedient und damit auf dem ersten Platz liegt. Der börsennotierte Telekomanbieter gehört zu rund 70 Prozent dem spanischen Telefónica-Konzern. Haas erzählt mir, warum er Mobilfunk-Auktionen für rausgeschmissenes Geld hält, er die Diskussionen um 5G nicht ernst nimmt – und überzeugt ist, dass eine europäische Plattform für das Metaverse kein Hexenwerk wäre. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Unsere aktuelle Titelgeschichte: Die Verbündeten haben Deutschland gefeiert für die „Zeitenwende“. Doch acht Monate später steht die Bundeswehr noch blank da. Planungen stocken. Geld fließt nicht ab. Die Ministerin ist nicht Herrin ihres Hauses. Und die Rüstungsindustrie ist überfordert. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/bundeswehr-die-scheinsanierung/28757148.html *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
10/21/202259 minutes, 35 seconds
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Ex-Merkel-Berater Heusgen: „Das war einfach nur gemeinste KGB-Methode“

Seit Russlands Überfall auf die Ukraine am 24. Februar diesen Jahres beherrscht nur ein Thema die öffentliche Diskussion. Wie weit geht Wladimir Putin noch? Die ganze Welt rätselt über seine Psyche, seine Pläne, sein engstes Umfeld, seine Verbündeten, ja selbst seine Krankengeschichte – und besonders intensiv über die Frage, wie er die Deutschen von seinem Gas so abhängig machen konnte. Die Kritik an Ex-Kanzlerin Angela Merkel ist deshalb in den letzten Monaten immer lauter geworden. Manche werfen ihr eine grobe Fehleinschätzung in der Russlandfrage vor. Ob das so stimmt und wie es dazu kam, können nur wenige Regierungs-Insider beurteilen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist ein katholischer Apotheker-Sohn, schwärmt früh für Ludwig Ehrhard, gilt als trinkfester Rheinländer, liebt Fußball und das Neusser Schützenfest, arbeitete zwölf Jahre lang als außen- und sicherheitspolitischer Berater von Angela Merkel, durfte Barack Obama die Hand schütteln, leitet Sitzungen im UN-Sicherheitsrat, trainiert am liebsten Langlauf im New Yorker Central Park und gibt sich vor Gymnasiasten überzeugt, dass Putin keine Atomwaffen einsetzen wird. CDU-Mitglied Christoph Heusgen ist seit 2022 Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz. Heusgen erzählt mir, wieso die deutsch-russische Energiepolitik naiv war, er einen Plüschhund durch den Kreml trug und Putin verzweifelt ist – aber keine Atombombe zündet. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Die steigenden Preise schrumpfen die Löhne der Angestellten, zeigt der Gehaltsreport. Das stellt Manager von der Autoindustrie bis zur Pharmabranche vor die Frage, wie sie ihre Besten halten. Bonus? Gehaltsplus? Inflationsausgleich? Wie Chefs ihre Mitarbeiter beglücken – und ihre Firma zugleich vor dem Ruin bewahren. www.wiwo.de/28744156.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
10/14/20221 hour, 39 minutes, 24 seconds
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Leoni-Chef Kamper: „Die große Aufgabe bei Leoni ist, den Elefanten zum Tanzen zu bringen“

Die Branche der Autozulieferer gilt schon in normalen Zeiten als hartes Geschäft. In der Krise wird es schlicht brutal. Sie kämpft mit knausrigen Kunden wie Volkswagen & Co, kaputten Lieferketten, explodierenden Beschaffungskosten und der Transformation vom Verbrenner zum E-Auto. Bei manchem kommen noch Produktionsstandorte im Kriegsgebiet hinzu und krasses Missmanagement. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist in der Nähe von Den Haag geboren, gilt als lockerer Niederländer, fährt am liebsten E-Bike, erlebte beim letzten Jobwechsel sein blaues Wunder, muss wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine einiges improvisieren und ist überzeugt, dass der Neuanfang diesmal gelingt. Aldo Kamper ist seit 2018 der CEO des Nürnberger Autozulieferers Leoni, der weltweit Produzenten mit Kabelbäumen und Bordnetzen beliefert und mit über 90.000 Mitarbeitern mehrere Milliarden Umsatz macht. Leoni steckt gerade mitten in einer Sanierung. Kamper erzählt mir, warum er als Kind Schreiner werden wollte, dann aber doch sein halbes Leben als Topmanager bei einer Industrie-Ikone verbrachte, wie er die gewaltigen Aufgaben bei Leoni bewältigen will – und die Produktion im Kriegsgebiet der Ukraine abläuft. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Steigende Mieten, hohe Abgaben und dann noch Corona: Für Normalverdiener war das Leben schon vor dem Ukrainekrieg hart genug. Nun lösen Inflation, drohende Firmenpleiten und enorme Energiekosten Existenzängste aus – ausgerechnet bei denen, die hart arbeiten und Steuern zahlen. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/panik-in-der-mitte-der-abstieg-der-mittelschicht/28725834.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
10/7/202255 minutes, 31 seconds
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Geopolitik-Experte Mair: „Bei Putin gibt es immer noch eine nüchterne Abwägung über die nächste Eskalationsstufe“

Die alte Weltordnung wird von einer neuen Unordnung abgelöst. Kanzler Olaf Scholz nennt es die Zeitenwende. In Europa herrscht Krieg, sorgen hohe Energiepreise für gesellschaftliche Verwerfungen und werden neuerdings von Geheimkommandos gar Pipelines gesprengt. Gleichzeitig steigen die Spannungen zwischen den USA, China und Russland. Das geopolitische Erdbeben verunsichert die Wirtschaft, das deutsche Exportmodell droht zwischen den Fronten zerrieben zu werden, Lieferketten müssen neu gedacht werden. In diesen Chaostagen können nur noch wenige den Überblick behalten. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist ein waschechter Bayer, spielt in Berlin am liebsten Schafskopf, ist kein Fan des FC Bayern sondern von 1860 München, hat eine Schwäche für Afrika, saß in der Geschäftsführung des Bundesverbandes der deutschen Industrie, wähnt die USA in einer Identitätskrise und ist überzeugt, dass der 24. Februar 2022 die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik in ihren Grundfesten erschüttert hat. Stefan Mair ist seit 2020 Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit und geschäftsführender Vorsitzender der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP in Berlin. Im Podcast spricht Mair über die mutmaßlichen Anschläge auf Nordstream, Putins Position in Russland, das Verhältnis zu China – und die Sicherheitslage in Europa. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Teure Energie, Fachkräftemangel und Bürokratie treiben Unternehmen aus dem Land. Experten warnen vor einer Deindustrialisierung Deutschlands. Manager verlagern Werke bevorzugt nach Osteuropa. Dort wächst ein Kraftzentrum heran – das neue China der deutschen Industrie. https://www.wiwo.de/my/politik/europa/treck-nach-osten-made-in-ausland/28713628.html Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
9/30/202247 minutes, 32 seconds
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Bulthaup-Chef Eckert: „Heute verschickt die gesamte Industrie Luft“

Es ist ein ganz spezielles Phänomen und ich konnte es mir noch nie so richtig erklären. Die besten Partys finden eigentlich immer mit zu vielen Menschen in zu kleinen Räumen statt. Am liebsten quetschen sich alle in die Küche und bleiben dort bis auch das letzte Bier ausgetrunken ist. Der Ort scheint etwas Magisches zu haben. Es geht um mehr als nur Essen und Trinken. Es ist die Anziehungskraft einer Feuer- und Wasserstelle. Kein Wunder, dass sich die Küche auch als Geschäftsmodell eignet. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er liest Krimis von John Grisham, liebt Schnitzel mit Kartoffelsalat, will nicht als Anwalt in Starnberg enden, steht auf Picasso, hält Kochinseln für die Befreiung der Hausfrau, reagiert allergisch auf das Wort Statussymbol, ist total von Japan fasziniert, trinkt am Morgen lieber Algen statt Kaffee, hat gerne Promis als Kunden, sammelt Star Wars Figuren und ist überzeugt, dass Alexa und Siri menschliche Nähe nie ersetzen werden. Marc Eckert ist seit 2009 Geschäftsführer und Mitinhaber des niederbayerischen Premium-Küchenherstellers Bulthaupt. Er macht mit rund 500 Mitarbeitern rund 150 Millionen Euro Umsatz. Im Podcast erzählt er mir, warum Yoda sein Mentor ist, Frauen in Wahrheit über die Welt herrschen, er Politikern keine Vorwürfe macht und wie er Bulthaup nachhaltiger machen möchte. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
9/23/20221 hour, 24 minutes, 18 seconds
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Techem-Chef Hartmann: „Achtzig Prozent der Heizkessel sind überdimensioniert“

Die Energiewende ist das Buzzword schlechthin. Klimaneutralität ist das große Ziel. Doch auf dem Weg dorthin läuft gerade einiges schief. Der Ausbau der Erneuerbaren Energie kommt nicht schnell genug voran, der Gaspoker des Kreml belebt sogar Kohlekraftwerke wieder und nicht nur im Verkehr hinkt man weit hinter den Zielen her. Dem Gebäudebereich machen schlechte Isolierungen und veraltete Heizungen zu schaffen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er verdiente sein erstes Geld mit Autowaschen, spielt in drei Bands Schlagzeug bis zum Umfallen, verbrachte das halbe Leben bei IBM, wollte nicht mit der ganzen Familie nach Shanghai umziehen, wurde stattdessen in der Marktforschung nicht glücklich, will am liebsten alle Heizungen Deutschlands überwachen und ist überzeugt, dass die hohen Energiepreise bei vielen Mietern zu Privatinsolvenzen führen werden. Matthias Hartmann ist seit 2020 CEO des Immobilien-Energie-Dienstleisters Techem und ist mit etwa 4000 Mitarbeitern in rund zwanzig Ländern aktiv. Im Podcast erzählt er mir, wie er als Schlagzeuger und Manager den Takt vorgibt, warum er mit Oligopolvorwürfen nichts anfangen kann und ihn die bürokratischen Hürden auf dem Weg zur Digitalisierung „halb wahnsinnig“ machen. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Viele träumen von einem zweiten Einkommen, gespeist aus Zinsen und Dividenden. Das ist nicht einfach, aber durchaus zu schaffen – gerade im aktuellen Börsenumfeld. Mit einem klug gebauten Portfolio sind laufende Erträge von vier Prozent pro Jahr drin. www.wiwo.de/28682702.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
9/16/202250 minutes, 4 seconds
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Rewe-Chef Souque: „Ich wusste: der will mich fertig machen – das hat mich angespornt“

Nichts beschäftigt die Deutschen gerade mehr als die Inflation, selbst Putins Krieg gegen die Ukraine macht ihnen weniger Sorgen. Die Preise steigen und die Kaufkraft sinkt. Die Bundesbank prophezeit bereits zweistellige Raten, den höchsten Stand seit Jahrzehnten. Die Angst vor dem Wohlstandsverlust geht um. Beim täglichen Einkauf im Supermarkt lässt sich die Entwicklung besonders schmerzlich erfahren. Alles wird teurer. Und so mancher fragt sich, ob da nicht die Industrie oder die Einzelhändler oder beide die Gelegenheit nutzen, um richtig abzukassieren. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist ein echter Franzose, liebt moderne Kunst, führte mit seiner Frau acht Jahre lang eine Fernbeziehung, verzichtet wegen seiner Töchter auf Avocado-Toast und kann ohne Fußball nicht leben. Lionel Souque ist seit 2017 CEO der Rewe-Gruppe, mit einem Umsatz von beinahe 80 Milliarden Euro einer der größten Einzelhändler und Touristik-Unternehmer Europas. Er erzählt mir, warum der Einzelhandel die Inflation bremst, wie seine Karriere an der Kasse im sozialen Brennpunkt begann und warum manche Hersteller derzeit die Preiswelle reiten wollen. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Sie fordern Sabbaticals und hohe Gehälter, verabscheuen Hierarchien und fühlen sich niemandem verbunden. Die Generation Z ist mächtiger, als Babyboomer oder Millennials es waren. Arbeitgeber müssen es schlucken. Und Vorgesetzte lernen, anders zu führen. https://www.wiwo.de/my/erfolg/management/maechtige-junge-talente-die-generation-z-kann-sich-viel-mehr-erlauben-als-die-generationen-vor-ihr/28667046.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
9/9/20221 hour, 13 minutes, 54 seconds
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Salzgitter-Chef Groebler: „Die gesamte Industrie hat Demut gelernt“

Es ist die größte Zäsur in der Geschichte der Stahlindustrie. Deutschlands CO2-Produzentin Nummer eins muss jetzt die Dekarbonisierung einleiten. Allein ein einziger Hochofen ist so schmutzig wie 2,5 Millionen Autos. Für die erfolgreiche Transformation sind viele Fördermilliarden, viel grüner Wasserstoff, viel grüner Strom und ein Denken in Materialkreisläufen nötig. Theoretisch stehen die Pläne, auf dem Papier klappt alles. In der Realität hakt es noch an zentralen Stellen. Vor allem die Kapazitäten der grünen Energieversorgung machen der Industrie Sorgen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ging mit 18 auf die Jagd, sitzt schon beim Bewerbungsgespräch am liebsten auf den Stuhl des Chefs, benutzt Flugreisen als Karrieresprungbrett, hat den Elchtest bestanden, präsentiert das beste Halbjahresergebnis der Firmengeschichte und beklagt sich über zu lange Genehmigungsverfahren in Deutschland. Gunnar Gröbler ist seit 2021 CEO von Deutschlands zweitgrößtem Stahlkonzern Salzgitter mit einem Umsatz von rund 9 Milliarden Euro. Groebler hat mir erzählt, warum grüner Stahl wettbewerbsfähig sein wird, Schrott das neue Gold ist, Genehmigungsverfahren im Ausland deutlich besser organisiert sind, Salzgitter das Gas nicht ausgeht und er im Frack vor dem schwedischen König stand. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus. Das kostet Wachstum und Wohlstand – wenn Politik und Wirtschaft jetzt nicht aufwachen. Wer baut künftig Windräder und Wärmepumpen? Wer pflegt die Alten, pampert die Boomer? Zehn Wege aus dem Personalmangel. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/fachkraeftemangel-wer-macht-morgen-die-arbeit/28645334.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
9/2/202257 minutes, 59 seconds
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HHLA-Chefin Titzrath: „Fingerhakeln gehört nach Bayern“

Eine Blechkiste ist das Symbol der Globalisierung. Standardcontainer bilden die DNA eines funktionierenden Welthandels – sofern sie zur richtigen Zeit in der richtigen Menge am richtigen Ort sind. Doch das funktioniert schon lange nicht mehr. Das Logistiksystem steuert auf den Infarkt zu. Krieg, Corona-Lockdowns in China, Fachkräftemangel, Sanktionen oder marode Bahnen stören die Lieferketten. Pünktlichkeit gibt es nicht mehr. Entweder stehen zu viele Container rum oder gar keine. Die Allianzen der Reeder werden in diesem Chaos immer reicher und mächtiger, Deutschlands größter Hafen dagegen immer ohnmächtiger – ganz zu schweigen von Hamburgs Bedeutungsverlust gegenüber Rotterdam und Antwerpen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie verbrachte die halbe Jugend mit einer Querflöte, machte bei Mercedes Karriere, liebt Rührei mit Krabben, hielt im Vorstand der Post nicht lange durch, wurde einst als „Hamburgs teuerste Azubine“ bezeichnet, gilt heute als Königin der Logistik und ist überzeugt, dass sich die Wirtschaft eines Landes nicht verstehen lässt, wenn man nicht auch dessen Kultur und Geschichte kennt. Angela Titzrath führt seit 2017 als Vorstandsvorsitzende die Hamburger Hafen und Logistik AG. Titzrath erzählt mir, warum Robert Habeck ihren Deal mit der chinesischen Reederei Cosco in Frage stellt, LKWs auch am Sonntag fahren sollten, das Baustellenmanagement der Deutschen Bahn nervt, die Reeder zu viel Macht besitzen und sie im Himalaya klettern will. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Das Risiko, in China nicht dabei zu sein, ist größer als das Risiko, dabei zu sein? Das war einmal. Der einstige Sehnsuchtsstandort deutscher Manager wird zum Klumpenrisiko. Wirtschaft und Regierung spielen den Exit durch. https://www.wiwo.de/my/politik/ausland/deutschlands-schicksalspartner-raus-aus-china/28624758.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
8/26/20221 hour, 5 minutes, 28 seconds
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Cum-Ex-Versteher Fabio de Masi: „Das ist eine Form der organisierten Kriminalität“

Er wuchs auf einem Schloss auf, putzte Toiletten im Techno-Club, studierte Volkswirtschaft in Südafrika, liebt den Großvater für seinen Partisanenkampf gegen die Faschisten, steht auf klassische Rennräder, hängt sich Papst Franziskus und Mohammad Ali ins Büro, vernachlässigt mitunter seinen Sohn, serviert den besten Espresso und ist überzeugt, dass die Politik zu oft in einer Blase lebt. Fabio de Masi war bis 2021 im Deutschen Bundestag der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke und gehört heute zu den bekanntesten Finanzmafia-Verstehern des Landes. Er weiß fast alles über Cum Ex, Wirecard & Co. Und er grillte höchstpersönlich Olaf Scholz in einem Untersuchungsausschuss. De Masi erzählt mir, warum Scholz sich im Fall Warburg der politischen Einflussnahme schuldig gemacht hat, sein Großvater geheime Botschaften in Salamis schmuggelte, Deutschland ein Problem mit Geldwäsche hat, Hamburg ziemlich skandalanfällig ist – und er am liebsten weit weg in den Bergen leben würde. Offline. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Jahrelang ging es für Immobilienkonzerne steil bergauf. Sie kauften Wohnungen, profitierten satt von stetig steigenden Preisen. Damit ist jetzt Schluss. Die Zinsen ziehen an – und viele Firmen sind für den Abschwung schlecht gerüstet. Szenarien für die vier großen Spieler am Markt verheißen nichts Gutes. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/dienstleister/vonovia-leg-und-co-die-substanz-luege/28607690.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
8/19/20221 hour, 23 minutes, 7 seconds
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Covestro-Chef Steilemann: „Jedes Watt zählt“

Manche bezeichnen die chemische Industrie als die Mutter aller Industrien. Wenn dort die Lichter ausgehen, kommt ein verheerender Dominoeffekt in Gang. Genau diese Befürchtung geistert seit Monaten durchs Land. Seit Putins Überfall auf die Ukraine explodieren die Energiepreise und es grassiert die Angst vor einem Lieferstopp für russisches Gas. Das sorgt nun in der Großchemie für erste Gewinnwarnungen. Womit wir bei meinen heutigen Gast wären. Er lernt seine Freunde bei Schneeballschlachten kennen, meditiert gerne beim Schwimmen, fährt ein Wasserstoff-Auto, schläft mit dem Handy neben dem Bett, glaubt an die Kreislaufwirtschaft, vermisst die positive Vision für die Republik und ist überzeugt, dass sich die Deutschen entscheiden müssen, ob sie ein Hightechstandort sein wollen oder ein Industriemuseum. Markus Steilemann ist seit 2018 der CEO des Kunststoffherstellers und Dax-Konzerns Covestro mit einem Umsatz von rund 16 Milliarden Euro und 18.000 Mitarbeitern. Steilemann erzählt mir, wie er zusammen mit dem Großvater für Chaos auf Bahnhöfen sorgte, warum er eine tiefe, lange Rezession befürchtet und weshalb die Chemie-Industrie nicht nur durch Bürokratie in ihrer Existenz bedroht ist. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Der Fondsskandal in den USA, Flops bei der Digitalisierung und schwaches Wachstum wecken Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der Allianz. Vorstandschef Oliver Bäte stellt Investoren mit Dividenden und Aktienrückkäufen ruhig. Aber seine Bilanz ist trübe – und der Konzern verzehrt seine Substanz. www.wiwo.de/28590948.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
8/12/202254 minutes, 41 seconds
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Schüco-Chef Engelhardt: „Wir müssen aus dieser Moll-Stimmung raus“

Eben noch brummte es auf deutschen Baustellen. Jetzt bremst plötzlich eine toxische Mischung das Geschäft. Gestörte Lieferketten, Fachkräftemangel, steigende Zinsen und eine Rekordinflation machen Bauprojekte zu unkalkulierbaren Himmelfahrtkommandos. Egal ob Gewerbeimmobilien oder neue Wohnungen, so manches Vorhaben wird von verunsicherten Investoren gerade auf Eis gelegt. Die Krise trifft nicht nur Baufirmen, sondern auch die großen Bauzulieferer. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er träumte von einer Politikerkarriere in der CDU, protestierte gerne in Fußgängerzonen gegen den Mauerbau, hat eine Schwäche für Familienunternehmen, glaubte lange an den deutsch-russischen Dialog, isst gerne Spargel – und gibt zu, in diesen Tagen nicht auf alles eine Antwort zu wissen. Andreas Engelhardt ist seit 2012 Vorstandsvorsitzender und seit 2014 persönlich haftender Gesellschafter des Bielefelder Unternehmens Schüco. Der Türen- und Fenstersystem-Hersteller beschäftigt mehr als 6000 Mitarbeiter und knackte vergangenes Jahr beinahe die Zwei-Milliarden-Umsatz-Marke. Engelhardt erzählt mir, warum er Helmut Kohl vermisst, wie er es als Nichtakademiker ins Top-Management schaffte und weshalb ihm die „Staatsversorgungsmentalität“ zunehmend Sorgen bereitet. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Der Immobilienboom macht zu vererbende Häuser wertvoller. Die steigende Steuerlast droht Erben finanziell zu überfordern. Wer Vermögen zu übertragen hat, sollte daher früh handeln. Sieben Strategien helfen, die Erbschaftsteuer für die Familie zu mindern. https://www.wiwo.de/my/finanzen/vorsorge/vermoegen-steuerschonend-uebertragen-steuerfalle-immobilienerbe/28572830.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
8/5/20221 hour, 1 minute, 37 seconds
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Alnatura-Chef Rehn: „Für mich war die Zeit bei Nestlé ein großes Geschenk“

Der Purpose ist das ultimative Buzzword. An ihm kommt heute keiner mehr vorbei. Im harten War for Talent will plötzlich jede Firma den Suchern nach dem Sinn ein nachhaltiges Zuhause geben. Eine ganze Wirtschaft stellt deshalb gerade den Menschen in den Mittelpunkt, rettet die Welt oder macht sie zumindest jeden Tag vermeintlich ein bisschen besser. Doch vieles riecht nach Marketing und nicht nach Überzeugungstätern. Wahre Pioniere prägten den Trend schon zu einer Zeit, als noch keiner von einem Trend gesprochen hat. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er putzte als Junge für die ganze Familie die Schuhe, überlässt die guten Schulnoten den anderen, wird kein Chefarzt wie sein Vater, kocht lieber Rezepte von Starkoch Jamie Oliver, verkrachte sich mit seinem Schwager, baute eine klimafreundliche Firmenzentrale aus Lehm, startete seine Karriere beim Schweizer Lebensmittelgiganten Nestlé und ist überzeugt, dass die Wirtschaft für den Menschen da ist, nicht umgekehrt. Götz Rehn ist Gründer und Geschäftsführer der Bio-Supermarktkette Alnatura mit einem Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro und über 140 Filialen. Er erzählt mir, warum zu Beginn niemand für ihn arbeiten wollte, er Betriebsräte für überflüssig hält, weshalb er in seiner Jugend vor einem Wasserwerfer stand – und womit er seinen Vater schockierte. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
7/29/20221 hour, 15 minutes, 46 seconds
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Fritz-Kola-Chef Wiegert: „Wir müssen ja nicht über Nacht die Welt erobern“

Glorreiche Gründergeschichten handeln in diesen Tagen immer von digitalen Helden. Am Wesen ihrer Plattform-Ökonomie soll die vernetzte Welt genesen. Gefühlt will irgendwie jeder das nächste Netflix sein – abgehoben, virtuell, skalierbar und verdammt zum Reichwerden. Doch was inzwischen fast alle vergessen haben: Reich und innovativ geht auch analog und bodenständig. Willkommen in der Welt der Sterneköche, Gewürzmischer und Brausekönige! Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er will schon als Kind ein hellwacher Unternehmer werden, trainierte sein Verkaufstalent mit Damenmode, gilt als König der Gegenmeinung, kassiert einen Supershitstorm für eine Kampagne mit Trump- und Erdogan-Motiven, fühlt sich wie David gegen Goliath, hat eine Perspektive von 100 Jahren, will Europa erobern, lässt Handbücher von Mitarbeitern laut vorlesen, findet Risikokapital fürchterlich – und ist überzeugt, dass seine Firma trotz Wachstum authentisch bleiben kann. Mirco Wolf Wiegert hat 2003 zusammen mit einem Freund den Brausehersteller Fritz Kola gegründet. Inzwischen machen die Hamburger weit über 50 Millionen Euro Umsatz. Er erzählt mir, warum Gründer keine Manager sind, er sich bei vielen Menschen entschuldigen musste, jetzt die beste Zeit ist, um zu gründen – und Cola-Rezepte weniger geheimnisvoll sind als viele denken. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
7/22/202259 minutes, 37 seconds
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Schleich-Chef Engehausen: „Zu jeder unternehmerischen Tätigkeit gehört auch immer ein Quäntchen Glück“

Alle, die kleine Kinder haben, kennen das Gefühl. Du gehst mit ihnen in eine Spielzeugabteilung und fragst dich, wie du da wieder rauskommst. Schnell schon mal gar nicht. Denn da steht dann sicher ein riesiger Dinosaurier mitten in der Verkaufsfläche. Der Dino fasziniert Kinder derart, dass der Abschied nur unter lautstarkem Protest und strafenden Blicken aller restlichen Kunden möglich ist. In solchen Momenten verflucht man den Hersteller vielleicht so ein kleines bisschen. Womit wir bei unserem heutigen Gast wären. Er schwärmte als Kind für die Rauchenden Colts, fährt mit dem Campingbus zum Surfen, liest am liebsten das Leitbuch des Marineoffiziers, testet Produkte gerne an seinen Kindern, predigt das Spielen ohne Regeln, weiß nicht so recht, ob der Delfin oder der Esel sein Lieblingstier ist, und glaubt, dass Cybersex den echten Sex nicht ersetzen wird und darum Tradition und Moderne gut miteinander können. Dirk Engehausen ist seit 2015 der CEO des Spielfigurenherstellers Schleich. In dieser Zeit konnte er den Umsatz mehr als verdoppeln auf 255 Millionen Euro. Engehausen erzählt im Podcast, wie die Zeit bei der Armee seinen Führungsstil beeinflusst hat, er seinen alten Arbeitgeber Lego das Fürchten lehren will und weshalb ein trinkendes Zebra mal richtig floppte. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Atomkrieg, Pandemie, Klimaschock: Superreiche fürchten die Apokalypse und suchen Sicherheit – für sich und ihre Milliarden. Sie lassen Tresore für ihr Gold bauen und heuern Exsoldaten zu ihrem Schutz an, sie kaufen Pässe für maximale Reisefreiheit und Luxusbunker, die unerreichbar sind für Putins Atomraketen. Ein Milliardengeschäft rund ums große Geld – und mit eigenen Gesetzen. https://www.wiwo.de/my/erfolg/trends/fluechtlinge-de-luxe-wie-superreiche-jetzt-ihr-geld-in-sicherheit-bringen-/28505166.html [wiwo+] Wenn Sie uns Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] und den Chefredakteur unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
7/15/202247 minutes, 56 seconds
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EnBW-Chef Mastiaux: „Ich kann absolut nicht ausschließen, dass die Gaspreise nochmal nach oben gehen“

Erleben wir gerade Deutschlands Abstieg, fragen sich in diesen Tagen wieder viele. Die digitale Tristesse ist längst nicht mehr das einzige Handicap. Ein ganzes Land gibt sich scheinbar der Dysfunktionalität hin. Auf Straße, Schiene und in der Luft wiederholt sich beinahe täglich der Verkehrsinfarkt. Und nun droht wegen Putin auch noch der nächste Winter empfindlich kalt zu werden. Die Versorgungssicherheit mit Energie steht auf dem Spiel. Notfallpläne werden durchgespielt, die Preise explodieren, Firmen sorgen sich um ihre Existenz. Nur noch wenige durchschauen, was sich hier gerade abspielt und wie ernst die Lage noch werden kann. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist ein Kind des Ruhrgebiets, spielte in einer richtig schlechten Schülerband, reist gerne mit einer faltbaren Gitarre durch die Welt, handelte schon vor fünfzehn Jahren mit Flüssigerdgas, spielt ziemlich gut Tennis, übt sich in schwäbischer Zurückhaltung, hält E-Auto-Ladesäulen für mögliche Investitionsruinen, findet die Verwaltung sei nicht auf die Energiewende vorbereitet und ist überzeugt, dass Wasserstoff frühestens in zehn Jahren breit zum Einsatz kommt. Frank Mastiaux ist seit zehn Jahren CEO des von der öffentlichen Hand kontrollierten Energiekonzerns EnBW – mit einem Umsatz von 32 Milliarden Euro und einem Betriebsgewinn von knapp 3 Milliarden. Mastiaux erzählt mir im Podcast, was geschehen muss, damit die Energiewende endlich gelingt, warum der Gasmarkt psychologisch reagiert und wie man dieser Tage mit russischen Geschäftspartnern kommuniziert. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Unternehmer sind schwer beschäftigt mit Gasengpässen und Kapazitätsproblemen, mit Fachkräftemangel und Rezessionsrisiken – und mit der Regelwut der Bürokratie. Sie beklagen eine Kultur der Angst und Innovationsfeindlichkeit in Behörden. Und proben nun den Aufstand gegen ihre Überregulierung. https://www.wiwo.de/28467902.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
7/8/20221 hour, 19 minutes, 55 seconds
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Klöckner-Chef Kerkhoff: „Eins ist klar: Die Herausforderung ist riesig“

Kaum ein Produkt ist so eng mit der Geschichte des Industriestandortes Deutschland verbunden wie Stahl. Er bestimmt seit Jahrzehnten Aufstieg und Fall von traditionsreichen Imperien, narzisstischen Managern und aggressiven Investoren. Nun droht der nächste Stresstest. Der Klimawandel wird zur ultimativen Herausforderung für die Stahlindustrie. Die grüne Transformation kostet Milliarden und der Erfolg ist keineswegs gesichert, sagen die einen. Die anderen prophezeien dem grünen Stahl eine blühende Zukunft. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er wohnt am liebsten in einem Volkswagen Bulli, twittert Fotos von seinem Impfausweis, kann von Energie bis Handyverträgen eigentlich alles verkaufen, eröffnet gerne Kneipen für Mitarbeiter, liest Krimis, die seine Aufsichtsräte schreiben, und ist überzeugt, dass der Ersatz von Stahl eine Umweltkatastrophe wäre. Guido Kerkhoff ist seit Mai 2021 Vorstandsvorsitzender von Klöckner, der mit über fünf Milliarden Euro Umsatz zu den weltweit größten Stahlhändlern gehört. Kerkhoff erzählt mir, wie er vergeblich versuchte, den Niedergang von Thyssenkrupp zu stoppen – und warum Schrott das neue Gold und Stahl der neue Klimaretter ist. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist klar: Deutschland muss ohne Putins Erdgas wirtschaften – früher oder später. Jetzt wissen wir: Das Aus kann schon in den nächsten Wochen kommen. Konzerne und Mittelständler rüsten für den Winter – und fürchten um ihre Existenz. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/energie/putin-provoziert-die-energiekrise-deutschlands-gas-trauma/28467772.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
7/1/202247 minutes, 2 seconds
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E.On-Chef Birnbaum: „Wir müssen jetzt ohne Tabus nach Lösungen suchen“

Die Zeitenwende ist in diesen Tagen das deutsche Buzzword Nummer eins. Alte Gewissheiten gelten nicht mehr. Plötzlich herrscht wieder Krieg in Europa. Und plötzlich reden alle über ein Thema, das vor wenigen Monaten noch für viele Menschen so aufregend war wie eine Rede von Olaf Scholz. Seit Kreml-Chef Wladimir Putin mit dem Gashahn spielt, diskutiert ein ganzes Land über die Versorgungssicherheit mit Energie. Alle haben begriffen, dass die fatale Abhängigkeit von Russland schleunigst beendet werden muss. Aber wie und vor allem wann ist das zu schaffen? Wer wird auf diesem Weg zu den Verlierern gehören? Und wer muss eigentlich mögliche Energierationierungen für Haushalte und Unternehmen vor Ort umsetzen und gleichzeitig die immer höheren Rechnungen verschicken? Damit wären wir bei meinem heutigen Gast. Er hat ein bisschen Adriaküste im Blut, predigt am liebsten mit einer Weihnachtsmütze auf dem Kopf optimistische Botschaften, setzt sich für Inklusion ein, warnt vor einem Masken-Egoismus-Syndrom auf dem europäischen Gasmarkt, erholt sich am liebsten an einer Felswand, versucht Konfuzius zu begreifen, setzt viel Geld auf Wasserstoff und ist sicher, dass die Stromnetze kollabieren, wenn der Ausbau nicht schneller vorangeht. Leonard Birnbaum ist seit April 2021 CEO des Dax-Konzerns Eon, einer von Europas größten Netzbetreibern für Gas und Strom. Um Missverständnissen vorzubeugen: Eon betreibt abgesehen von Ausnahmen keine Kraftwerke. Birnbaum erzählt mir, warum Fracking in Deutschland kein Tabu mehr sein darf, das Netz ohne massiven Ausbau bald überlastet sein wird, deutsche Kernkraftwerke nicht einfach weiterlaufen können – und wie stark der Gaspreis explodieren wird. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Die Zentralbanken haben die Inflation lange unterschätzt. Jetzt müssen sie die Zinsen kräftig anheben, um die Teuerung unter Kontrolle zu bringen. Doch die hohen Staatsschulden stehen dem Kampf gegen die Inflation im Weg. Besonders in Europa. Flammt jetzt die Euro-Krise wieder auf? www.wiwo.de/28447626.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
6/24/20221 hour, 20 minutes, 48 seconds
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Roeckl-Chefin: „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass der Weg so steinig ist“

Familienunternehmen genießen in Deutschland einen besonderen Ruf. Im Gegensatz zu anonymen Großkonzernen mit den angeblich so gierigen Managern dienen die nahbaren Unternehmerdynastien als perfekte Projektionsfläche – eine Projektionsfläche für die Sehnsucht nach sozialen Superreichen, tollen Traditionen und filmreifen Dramen. Doch die Realität kommt meist weniger glamourös daher. Oft ist das Familienerbe anfänglich mehr Last statt Lust und manchmal droht vor einem Comeback sogar der Untergang. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie spielte als Kind mit Schnittmustern, entspannt sich beim Motocross, hält Handschuhe für etwas Magisches, ist gegen die Frauenquote, hätte in einer Fuck-up-Night viel zu erzählen – und ihre Vorfahren belieferten die österreichische Kaiserin Sissi. Annette Roeckl führt in sechster Generation den gleichnamigen Handschuhhersteller, der inzwischen noch viel mehr ist. Roeckl erzählt mir im Podcast, warum der Klimawandel ihr Geschäft bedroht, die Insolvenz im Jahr 2017 eine traumatische Erfahrung war, die Expansion nach China und in die USA auf Eis liegt, das Verhältnis mit ihrem Bruder schwierig ist, sie mit dem Motorrad durch Vietnam fahren will – und Karl Lagerfeld bei den falschen Leuten eingekauft hat. Sie möchten einmal live bei einer Podcast-Aufzeichnung des Chefgesprächs dabei sein? WiWo-Chefredakteur Beat Balzli begrüßt am Donnerstag (23. Juni) um 16.30 Uhr den Chef des marktführenden Stahlhändlers Klöckner & Co, Guido Kerkhoff. Jetzt anmelden und im Livestream zuschauen: https://anmeldung.me/chefgespraech-live/ Unsere aktuelle Titelgeschichte: Die Erfolgsbilanz von Tesla-Chef Elon Musk ist imposant. Doch seit Kurzem scheint er sich immer mehr zu verzetteln und Produktversprechen nicht halten zu können. Vor allem der lange Zeit technisch führende E-Auto-Bauer ist auf einem gefährlichen Kurs. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/auto/gefaehrlicher-kurs-musks-grosser-irrtum/28426718.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
6/17/20221 hour, 2 minutes, 42 seconds
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Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang: „Ich finde nicht, dass von Seiten der EZB Fehler gemacht wurden“

Die Ampelregierung blinkt gerade grün. Die Beliebtheitswerte von Außenministerin Annalena Baerbock und Wirtschaftsminister Robert Habeck steigen beinahe täglich, selbst in den Chefetagen der Großkonzerne. Der Kanzler und Nicht-Kommunikator Olaf Scholz liegt deutlich dahinter. Und FDP-Finanzminister Christian Lindner steht noch schlechter da. Der propere Porschefreak wirkt gerade wie ein ohnmächtiger Opelfahrer, der SPD und Grüne brav zu ihren Ausgaben-Orgien chauffiert. Doch der Siegeszug der grünen Realos stresst den linken Flügel. Panzerlieferungen an die Ukraine und Gasdeals mit demokratiefeindlichen Autokraten empfinden viele an der Basis der klimabewegten Friedenspartei als Zumutung. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie ist die Enkelin eines Pfarrers, Tochter einer alleinerziehenden Mutter, wurde durch die Schließung eines Frauenhauses politisiert, brach ihr Studium ohne Abschluss ab, wird von Gegnern als grüne Tonne diffamiert, postet auch mal Pferde-Fotos, bewundert Simone de Beauvoir, lässt sich von ungelesenen Büchern ein schlechtes Gewissen machen, ist gegen ein sofortiges Gasembargo und hält individuelle Verantwortung für einen Trick der Neoliberalen. Ricarda Lang ist seit vergangenem Februar zusammen mit Omid Nouripour eine der Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen. Lang erzählt mir, warum sie eine Schwäche für Drag Queens hat, nicht jede Kritik an Frauen frauenfeindlich ist, hohe Spitzensteuersätze gar nicht so schlimm sind, sie für eine Übergewinnsteuer plädiert, ihre radikal-atheistische Phase vorbei ist – und die Neoliberalen vielleicht gar nicht so hart lügen wie sie immer dachte. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Die Speicher füllen. Terminals bauen. LNG aus den USA und Katar beziehen. Schön und gut. Aber um den nächsten Winter zu überstehen, muss Deutschlands Wirtschaft Gas vor allem sparen. Wie viel weniger ist möglich? Was hilft kurzfristig? Gibt es einen Königsweg? Der große Diätplan für Unternehmen und Kraftwerke. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/energie/energie-der-gas-sparplan-fuer-die-deutsche-wirtschaft/28411290.html [wiwo+] Wenn Sie mehr zu den Themen Energie, Klima und Mobilität hören möchten, sollten Sie in unseren Podcast „High Voltage“ reinhören: https://apple.co/3MFMo8z https://spoti.fi/3mxwJO3 Und hier geht es zum im Podcast erwähnten Video: https://youtu.be/EE6yUGYsbZU *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
6/10/202257 minutes, 57 seconds
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SAP-Chef Klein: „Kein Treffen mit einem CEO, in dem es nicht um Lieferketten geht“

Nicht alles dreht sich um Digitalisierung, aber ohne Digitalisierung ist alles nichts. Egal ob Lieferketten, Nachhaltigkeit, Robotics oder Elektromobilität, in der Industrie wäre kein Megatrend noch beherrschbar. Cloud, KI und Code entscheiden über die Gewinner von Morgen. Deren mächtige Schöpfer sitzen alle im Silicon Valley und in China. Fast alle. In einer Kleinstadt in Baden-Württemberg versucht man diesem Trend seit fünfzig Jahren etwas entgegenzusetzen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er wuchs als Sohn eines Bürgermeisters auf, versuchte erfolglos Fußballprofi zu werden, verpasste knapp die Geburt seiner Tochter, ist der jüngste CEO in einem Dax-Konzern, findet, dass man in der Chefetage schnell altert, kämpft mit einem zu tiefen Aktienkurs, hofft auf Rückenwind für seine Strategie – und muss sich mit einem Aufsichtsratschef abfinden, der scheinbar nie mehr gehen will. Christian Klein ist seit 2020 alleiniger CEO des Walldorfer Software-Hauses SAP, dem bis vor wenigen Monaten wertvollsten Unternehmen Deutschlands. Er erzählt mir, mit welchem Trick er Kunden nach Walldorf lockt, wie SAP die Auswirkungen des Ukrainekrieges spürt und warum jetzt auch der Mittelstand in die Cloud wechselt. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Wie der Lebensmittelgigant Nestlé trotz Imageproblemen seine Marketing-Power ausspielen kann – und von der Inflation sogar profitiert. www.wiwo.de/28394184.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
6/3/202259 minutes, 44 seconds
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Webasto-Chef Engelmann: „Ich hoffe, es setzt irgendwann wieder ökonomische Vernunft ein“

Manche Ökonomen prophezeien in diesen Tagen den perfekten Sturm. Inflation, Zinsen und die Wahrscheinlichkeit einer Rezession steigen, in der Ukraine tobt ein Krieg. Und damit nicht genug. China droht nicht nur als globale Konjunkturlokomotive auszufallen, sondern sich auch vom Westen abzukoppeln. Pekings Null-Covid-Strategie und das zunehmend gespannte Verhältnis zu den USA verschieben die globale Tektonik. Das trifft besonders die deutsche Industrie. Deren Chinageschäft wuchs in den vergangenen Jahren atemberaubend. Mancher Konzern macht inzwischen bis zu 40 Prozent seines Umsatzes im Reich der Mitte und gerät damit in eine gefährliche Abhängigkeit. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er schwärmt für Segelboote auf dem Starnberger See, promovierte über Regionalbahnen, fährt mit Vorliebe Cabrios, isst gerne mit Chinesen in der Kantine, musste als erster CEO Deutschlands mit einem Corona-Ausbruch in seiner Firma kämpfen, leidet gerade unter tiefroten Zahlen – und glaubt, dass er noch rechtzeitig auf den Trend zur E-Mobilität aufgesprungen ist. Holger Engelmann führt seit 2013 den Autozulieferer Webasto. Das bayerische Familienunternehmen schafft es mit Autodächern, Standheizungen und Batteriesystemen auf einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro. Engelmann erzählt mir, was beim Riesenauftrag für den Ford Bronco alles schieflief, im Geschäft mit der E-Mobilität sein Wettbewerbsvorteil ist, die Inflation für seine harten Preisverhandlungen mit den Autoherstellern bedeutet, seine Kinder über die Autoindustrie denken – und warum er ursprünglich Arzt werden wollte. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Putins Wirtschaft wird trotz Sanktionen länger durchhalten, als der Westen glaubt – doch sie dürfte auf den technischen Stand der Achtzigerjahre zurückfallen. Sogar erstaunliche Comebacks wären möglich. https://www.wiwo.de/my/politik/ausland/russlands-sanktionierte-oekonomie-sowjetunion-2-0-haelt-putins-wirtschaft-viel-laenger-durch-als-der-westen-glaubt/28373366.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
5/27/202258 minutes, 36 seconds
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Flix-Chef Schwämmlein: „Da muss ich mich schon beherrschen“

Die Mehrheit der Experten ist sich einig. Ohne Mobilitätswende ist der Klimaschutz zum Scheitern verurteilt. Das Verkehrssystem von heute wird in Zukunft deutlich emissionsärmer funktionieren müssen. E-Autos lösen in den nächsten Jahren die Verbrennertechnologie ab, selbst Schiffe werden immer öfter batteriebetrieben, die Flugzeugindustrie sucht nach alternativen Antrieben. Und besonders viele Milliarden pumpt die Politik gerade in die große Hoffnungsträgerin Deutsche Bahn. Auf Schienen soll das Land glücklich und zufrieden Richtung Klimaneutralität rollen. Doch noch ist dieser Plan eine Illusion. Tagtäglich bewegen sich die Deutschen auf dem Bahnsteig am Rande des Nervenzusammenbruchs. Züge kommen Stunden zu spät, mit defekten Bordbistros, halb so vielen Wagen wie angekündigt – oder sie kommen gar nicht. Mancher ist sich sicher, dass die Misere dem mangelnden Wettbewerb geschuldet ist. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er sagte als erstes Wort in seinem Leben „Bus“ statt „Mama“, findet Volleyball das Größte, saugte das grüne Denken mit der Muttermilch ein, kämpfte mitten im CSU-Land für Fahrradwege, will Weltmarktführer für grüne Günstig-Mobilität werden, streitet oft mit der Deutschen Bahn, muss familienbedingt schweren Herzens ein Auto kaufen und korrigiert lieber falsche Entscheide als gar nicht zu entscheiden. André Schwämmlein ist der Vorstandsvorsitzende der Mobilitätsplattform Flix, die er 2011 zusammen mit zwei Freunden gegründet hat. Im Busgeschäft ist die globale Expansion weit fortgeschritten, im Bahngeschäft steht man noch ganz am Anfang. Er erzählt mir von seinem schwierigen Verhältnis zur Deutschen Bahn, warum er letztlich doch nicht in die Politik gegangen ist, wie es sich anfühlte, eine amerikanische Ikone zu kaufen und er bewusst auf die „Gründer-Show“ bei Flix verzichtet. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Für den Automarkt der Zukunft braucht VW das beste Betriebssystem. Doch Pleiten und Pannen gefährden das Projekt. Schafft Herbert Diess die Wende? www.wiwo.de/28357180.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
5/20/20221 hour, 2 minutes, 55 seconds
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Sternekoch Tim Raue: „Ich kenne keinen, der mit einer Vier-Tage-Woche erfolgreich ist“ | Jubiläums-Spezial

Corona war für die deutsche Gastronomie der größte anzunehmende Unfall. Maskenpflicht, Abstandsregeln, Lockdowns und ein mitunter willkürlich anmutendes Krisenmanagement der Politik haben eine ganze Branche an den Rand des Nervenzusammenbruchs manövriert – und darüber hinaus. Kein Wunder also, dass Deutschlands Wirte auf den Post-Corona-Boom hoffen. Endlich wieder Gäste statt gähnende Leere, endlich wieder gute Stimmung statt totaler Tristesse. Doch so einfach wird das nicht. Die Betriebe leiden unter einem verheerenden Fachkräftemangel, seit Corona arbeiten Koch und Kellner längst bei Amazon & Co. Mancher Kunde hat sich inzwischen an Thermomix und Lieferservice gewöhnt und jetzt kommt auch noch die Inflation. Wer in diesem brutalen Umfeld überleben will, braucht die richtige Strategie. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er prügelte sich als Mitglied einer Bande durch die Straßen Berlins, wurde mit 23 Jahren schon Küchenchef, schaffte wenige Jahre später den ersten Michelin-Stern, darf sich Netflix-Star nennen, kocht auf Traumschiffen von TUI, findet asiatische Küche spannend, war früher als Chef laut eigenen Aussagen „ein Riesenarschloch“, trinkt am liebsten industriell hergestellte Limonade – und kann Veganer erst seit kurzem ausstehen. Tim Raue ist einer von Deutschlands besten Köchen und Gastro-Unternehmern. Er hat sich im Stammhaus in Berlin zwei Michelin-Sterne erarbeitet, liegt im Ranking der weltweit besten Restaurants auf Platz 31 und schwärmt trotzdem gerne von der Hitze Anatoliens, die ein schlichter Döner-Teller ausstrahlt. Raue erzählt mir, warum seine Karriere mit einer Menge Ei begann, die Deutschen inzwischen dankbarer für Gastronomie sind, die Branche aber trotzdem zu negativ dargestellt wird – und sein Menü demnächst noch teurer wird. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
5/13/20221 hour, 10 seconds
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Rügenwalder-Mühle-Chef Hähnel: „Wir sind keine Missionare“

Die Milch ist der neue Diesel, das Fleisch die neue Zigarette. Inzwischen vergeht kaum ein Tag, an dem tierische Produkte nicht in der Kritik stehen. Die Diskussion dreht sich um zu hohe CO2-Emissionen, Gesundheit, Tierquälerei und zu viel Wasserverbrauch. Haferdrink und Erbsenschnitzel gelten als die Glücklichmacher der Zukunft. Prompt wächst eine Milliardenindustrie heran, die internationale Großkonzerne und Start-ups beherrschen – und ein deutscher Mittelständler, der den vegetarischen Braten schon viel früher als alle anderen gerochen hat. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er fegte früher alle vom Tennis- und Basketballfeld, lebt nach dem Motto „Entschuldigen kannst Du Dich später“, verkaufte den Polen Nivea-Creme, rettete die Chinesen vor feucht gewordenen Bahlsen-Keksen, hat eine Schwäche für das Dschungelcamp, organisierte eine Currywurst-Hilfsaktion für leidende Volkswagen-Mitarbeiter, ist bekennender Flexitarier – und glaubt, fehlender Wettbewerb mache träge und satt. Michael Hähnel ist seit zwei Jahren der erste familienfremde CEO des 1834 gegründeten Wurstfabrikanten Rügenwalder Mühle, Deutschlands Marktführer bei Fleischalternativen. Hähnel erzählt mir, warum der Veggie-Boom kein Ende nimmt, er Soja in Deutschland anbaut, vegetarische Fischstäbchen nicht funktionieren, Preisverhandlungen wie Schachspielen sind – und er gleichzeitig auf Sylt und in Griechenland leben würde. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Ukrainekrieg, Inflation und Lieferkrisen belasten die Weltwirtschaft und die Kurse an den Börsen. Anleger sollten jetzt auf krisensichere, zukunftsfähige Werte setzen. Sie finden sie unter den besten Aktien der Welt – den ertragsstarken Siegern unseres exklusiven Rankings. https://www.wiwo.de/my/finanzen/boerse/2300-unternehmen-im-check-die-besten-aktien-der-welt/28307274.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
5/6/20221 hour, 7 minutes, 32 seconds
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BayWa-Chef Lutz: „Wir sind auf dem Weg in eine Art DDR 2.0“

Spätestens seit Putins Krieg gegen die Ukraine hat uns die Inflation fest im Griff. Was letztes Jahr noch undenkbar schien, ist jetzt Realität. Das Geld entwertet sich mit einer Rate von über sieben Prozent im Monat. Bald drohen gar zweistellige Raten. Haupttreiber sind explodierende Energie- und Rohstoffpreise. Die Lage auf den Lebensmittelmärkten ist besonders angespannt. Die Ukraine gehört neben Russland zu den größten Weizenexporteuren der Welt. Nun warnen Experten vor Hungersnöten in afrikanischen Ländern und einem Brotpreis von zehn Euro in Deutschland. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist ein Vollblut-Bayer, schwärmt für die CSU, schreibt Bundes-Gesundheitsministern gerne böse Briefe, neigt zu undiplomatisch offenen Worten, kann vom Apfel bis zur Zeitung alles verkaufen, wird von Gegnern als Sonnenkönig beschrieben, setzte viel früher als andere auf Erneuerbare Energien – und befürchtet, dass in Deutschland die Staatswirtschaft die Macht übernimmt. Klaus Josef Lutz ist der ehemalige CEO des Süddeutschen Verlages und leitet seit 2008 als Vorstandsvorsitzender Deutschlands größten Agrarkonzern Baywa – mit einem Umsatz von rund 20 Milliarden Euro. Kommendes Jahr wechselt er auf den Chefsessel des Aufsichtsrates. Im Podcast erzählt er mir, warum er mit einem Willy-Brandt-Poster seine Großmutter schockte, beim Süddeutschen Verlag „ohne Ende verprügelt“ wurde, der Krieg in der Ukraine auch für Ägypten eine Katastrophe ist und er einst der größte Autohändler Europas werden wollte. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Zu deutlich höheren Kaufpreisen kommen jetzt auch noch rasant steigende Kreditzinsen. Selbst Gutverdiener müssen sich vom Traum eines Eigenheims oft verabschieden. Oder doch nicht? Wie der Hauskauf doch noch klappt – und eine solide Finanzierung gelingen kann. https://www.wiwo.de/my/finanzen/immobilien/immobilienfinanzierung-wie-viel-haus-koennen-sie-sich-noch-leisten/28285024.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
4/29/20221 hour, 9 minutes, 9 seconds
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MIT-Vorsitzende Connemann: „Deutschland ist sehr satt, behäbig und langsam geworden“

Selten waren die Zeiten für den deutschen Mittelstand so herausfordernd wie heute. Rohstoff- und Energiepreise explodieren wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine, Lieferketten werden instabiler, Fachkräfte sind knapper denn je, der Klimaschutz sorgt für Disruption. Und der Standort Deutschland spielt im internationalen Vergleich längst nicht mehr in der Liga der Wettbewerbsfähigsten. Erstens gehören die Unternehmenssteuern zu den höchsten, zweitens kennen viele Unternehmer Breitbandanschlüsse nur aus Erzählungen und drittens erinnert der Bürokratieabbau an das Ungeheuer von Loch Ness. Alle reden darüber, keiner hat es je gesehen. Trotzdem jagen ihm immer noch ein paar Unbeirrbare hinterher. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie fütterte als Kind am Wochenende die Schweine, stritt mit ihrem Vater über eine Leichenhalle, lernte als Schuhverkäuferin Demut, liebt einen Baumversteher, fordert mehr Waffen für die Ukraine, kämpft für Leuchttürme auf Briefmarken, würde Kernkraftwerke gerne länger laufen lassen – und glaubt, die CDU sei die eigentlich grüne Partei. Gitta Connemann sitzt seit zwanzig Jahren für die CDU im Bundestag und ist seit wenigen Monaten die erste weibliche Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, kurz MIT. Sie agiert als politisches Sprachrohr der Unionsparteien für Unternehmer und Selbstständige. Im Podcast erzählt sie mir, warum wir ein Gasembargo nicht durchhalten würden, was die Regierung mit einem Zug gemeinsam hat, weshalb die Union die Wahl verloren hat und wie der Mittelstand entlastet werden muss. Ein Ständchen gab es übrigens auch. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Das exklusive Ranking der WirtschaftsWoche zeigt, dass die Hochschulen in den neuen Bundesländern der Konkurrenz aus München, Aachen und Co. hinterherhinken. Noch. Denn jetzt kommen Tesla, Intel und Bosch. Lassen sie Dresden und Leipzig, Jena und Magdeburg zu Deutschlands Bildungsorten der Zukunft reifen? https://www.wiwo.de/my/erfolg/hochschule/hochschulranking-2022-die-besten-unis-fuer-ihre-karriere/28265914.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
4/22/20221 hour, 15 minutes, 9 seconds
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RWI-Präsident Schmidt: „Die Weltwirtschaft wird in Mitleidenschaft gezogen“

Die German Angst geht um. Nach sorglosen Jahren mit tiefer Inflation, solidem Wachstum und steigenden Börsenkursen stehen wir jetzt mitten in einer Zeitenwende. Oder mit anderen Worten: Es wird ungemütlich. Der Post-Corona-Boom fällt aus. Putins Krieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen des Westens haben das Potenzial, die deutsche Wirtschaft schwer zu treffen, im schlimmsten Fall in eine tiefe Rezession zu stürzen. Denn plötzlich erkennen alle, wie fahrlässig abhängig sich Deutschland von russischen Energielieferungen gemacht hat und was ein Lieferstopp bedeuten würde. Böse Erinnerungen an die Siebzigerjahre werden wach, als hohe Inflationsraten und mageres Wachstum regierten. Doch wie schlimm wird es wirklich? Darüber streiten sich die Gelehrten. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er hat eine enge Beziehung zu Australien, schaffte es als Doktorand an die Eliteuniversität in Princeton, ist kein Freund des Mindestlohns, hat eine Schwäche für BMW, glaubt nicht an den Wachstumsfaktor Kultur, lieferte 2009 die schlechteste Prognose seines Lebens ab – und hält ein Embargo für russisches Gas für ziemlich riskant. Christoph Schmidt ist seit 2002 der Präsident des RWI, dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Er hat vor kurzem zusammen mit den führenden deutschen Konjunkturforschungsinstituten eine brisante Gemeinschaftsprognose veröffentlicht. Wir besprechen in dieser Spezial-Folge zu Ostern alles, was Sie jetzt über ein Gasembargo, die Energiewende, Inflation im Supermarkt und an der Zapfsäule, Zinsen, konjunkturelle Aussichten und die Folgen der Geopolitik für die Lieferketten und die Unternehmensstrategien wissen müssen. Außerdem geht es um den schönsten Hafen der Welt, Handballpositionen und was sie über jemanden aussagen und die „ökonomische Alphabetisierung“ der Deutschen. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Die Geldentwertung trifft längst nicht alle gleich hart. Zu den Profiteuren gehören Staaten, Markenhersteller, Immobilienbesitzer – und Anleger, sofern sie die richtige Strategie verfolgen. https://www.wiwo.de/my/politik/konjunktur/profiteure-der-steigenden-preise-die-gewinner-der-inflation/28249392.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
4/15/20221 hour, 11 minutes, 26 seconds
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Freenet-Chef Vilanek: „Ich bin aus dem katholischen Kindergarten geflogen“

Wer kennt es nicht, plötzlich ist der Anrufer weg oder der Handybildschirm eingefroren. Deutschland gilt trotz aller Fortschritte als Land der Funklöcher. Bei Breitbandanschlüssen liegt die Offline-Republik im internationalen Vergleich weit hinten, Glasfaser kennen viele nur aus Erzählungen. Gleichzeitig tobt auf dem Telekommunikationsmarkt ein erbitterter Verdrängungswettbewerb. Wer im Geschäft mit Handyminuten und Datenpaketen gewinnen will, muss der Konkurrenz mit Kampfpreisen die Kunden abjagen – und hoffen, dass von denen keiner das Kleingedruckte liest. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er verdiente sein erstes Geld mit Kohleschleppen, steht auf blaue Porsches und bunte Hosen, würde gerne zur Raumstation ISS fliegen, kann nichts mit Homeoffice anfangen, hält Teambuilding für Gefasel, hat keine Mühe, sich als Machtmensch zu outen – und er will mal was Neues machen. Denn Christoph Vilanek ist schon seit 2009 CEO des Büdelsdorfer Unternehmens Freenet, Deutschlands größtem netzunabhängigen Telekomanbieter. Freenet strickt als Wiederverkäufer aus den unübersichtlichen Tarifen von Vodafone, Telekom und Telefonica neue günstigere Angebote. Er erzählt mir, warum er Dieter Bohlen bewundert, ein Anhänger der Präsenzkultur ist, das lineare Fernsehen noch immer eine große Rolle spielt und wie seine Herkunft ihn „genetisch“ zum Verkäufer macht. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Der Ukraine-Krieg treibt den Boom von grünen Aktien und Fonds. Doch längst nicht alle rechnen sich. Wie Sie Flops erkennen – und 13 Investments, die sich lohnen. https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/gruene-investments-sind-oeko-anlagen-ueberbewertet/28234732.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
4/8/20221 hour, 4 minutes, 40 seconds
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Hanse-Yachts-Chef Runde: „Mehr als 30 ukrainische Mitarbeiter sind in den Krieg gezogen“

Die wirtschaftlichen Aussichten sind nicht rosig. In den Chefetagen ist die Stimmung schlecht, der Geschäftsklima-Index des Ifo-Instituts brach im März förmlich ein. Vor wenigen Wochen hofften noch alle auf einen Post-Corona-Boom, jetzt treibt Putins Krieg die Weltwirtschaft Richtung Rezession. Doch nicht alle Menschen werden darunter leiden. Ab einer gewissen Vermögensliga lassen sich solche Krisen locker wegstecken. Eine ganze Industrie kümmert sich deshalb intensiv um die Welt der Wohlhabenden, in der Spezialwünsche zum Alltag gehören – sei es für Private Jets, Oberklasse-Autos, Luxusimmobilien oder große und kleine Hochseeyachten. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sein Vater regierte einst für die SPD das Hamburger Rathaus, er hat eine Schwäche für die Küste und für Flugzeuge, wurde als Küchenbauer nicht glücklich, verkaufte jahrelang Liechtensteins Nationalstolz, hält Bootsbauer für einen Traumjob und kann sich immer noch nicht entscheiden, ob er lieber vegetarisch kocht oder ein Filet-Steak auf den Grill legt. Der Hamburger Hanjo Runde führt seit wenigen Monaten als CEO die Greifswalder Firma HanseYachts, dem weltweit zweitgrößten Hersteller hochseetauglicher Segelyachten. HanseYachts ist seit 2011 im Mehrheitsbesitz des Münchner Finanzinvestors Aurelius. Er erzählt mir, wie ihn sein Vater und die SPD prägten, warum er zweimal am Tag Meetings zu unfertigen Booten hat, was er an chinesischen Geschäftspartnern besonders überraschend fand und wie HanseYachts mit dem Fachkräftemangel umgeht. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Russland droht mit Stopp der Gasexporte und verschärft damit eine Rohstoffkrise, auf die gerade Deutschland schlecht vorbereitet ist. Edelmetalle und Seltene Erden sind knapp und teuer – und werden auch nicht bevorratet. Das Staunen über das Versäumte ist groß. Manager und Politiker versuchen jetzt schnell Lösungen zu finden – mit ungewöhnlichen Strategien. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/industrie/gefaehrliche-knappheit-rohstoff-alarm-in-der-deutschen-industrie/28216506.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
4/1/202252 minutes, 36 seconds
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Vorwerk-Chef Stoffmehl: „Kann nicht ausschließen, dass wir dieses Jahr den Thermomix-Preis erhöhen werden“

Wer sich das Chefgespräch regelmäßig anhört, weiß bereits, dass ich ein glühender Anhänger des Fischstäbchens bin. Und somit lässt sich leicht erahnen, dass Kochen nicht so mein Ding ist. In meinen Studentenzeiten gab es in der WG praktischerweise immer einen, der es besser und leidenschaftlicher machte. Nach der Uni war der Gang ins Restaurant oder der Griff in die Tiefkühltruhe oft verlockender als der eigene Zwiebelschäler. Spätestens seit Corona macht nun eine ganze Industrie mit meiner Fraktion der Superbequemen noch mehr Geschäft. Die einen liefern fertige Zutatenpakete, die anderen teilautomatisieren das Kochen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist der Spross einer Heizöl-Dynastie, jagt wilde Tiere, trinkt am liebsten Underberg, versuchte vergeblich mit einem Internet-Start-up reich zu werden, verkaufte leidenschaftlich Tiefkühlgemüse, hält den Direktvertrieb für eine der besten Erfindungen, besucht jeden Monat eine Kochparty, schüttelt gerne mal dem französischen Präsidenten die Hand und ist überzeugt, dass viele Manager die Demut verloren haben vor dem, was die Menschen an der Basis tagtäglich leisten. Thomas Stoffmehl ist Sprecher des Vorstands von Vorwerk, Europas größtem Direktvertriebsunternehmen, das mit dem Küchengerät Thermomix und dem Staubsauer Kobold über drei Milliarden Euro Umsatz macht. Er erzählt mir, welche Parallelen es bei der Jagd und im Management gibt, wie er Emmanuel Macron erlebte und warum er die Cookit-Konkurrenz von Bosch nicht fürchtet. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Um von Russland wegzukommen, drückt Wirtschaftsminister Robert Habeck die Energiewende schonungslos durch – mit enormen Risiken. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/robert-habeck-koenig-planwirtschaft/28194206.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
3/25/20221 hour, 1 minute, 15 seconds
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Douglas-Chefin Tina Müller: „Frauen sind nicht per se friedensstiftender als Männer“

Frauen sind an den Schalthebeln der Macht immer noch eine Seltenheit. Sie sitzen weder auf den Chefsesseln der Firmen noch der Investoren. Im Leitindex Dax ist gerade mal ein CEO-Posten weiblich besetzt. Von den 500 deutschen Weltmarktführern werden nicht einmal fünf Prozent von einer Frau geführt. In den Führungsetagen der kleinen und mittelgroßen Firmen schrumpft der Anteil sogar. Und wer wachsenden Start-ups frisches Geld gibt, bestimmen meist immer noch Männer. Nur ganz wenige Frauen sind auf beiden Spielfeldern unterwegs. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie wurde in einem Kloster-Gymnasium sozialisiert, züchtet auf der Dachterrasse Brombeeren, isst zum Frühstück neun verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, lässt sich von einer App coachen, parkt im Kopf gerne um, erntete im Lockdown einen Shitstorm, träumt von einer eigenen Beauty-Farm, ist kein Liebling der Gewerkschaften und findet, dass es zum Jungsein nie zu spät ist. Douglas-CEO Tina Müller erzählt mir, wie sie die Drogeriekette zu einer Beauty- und Gesundheitsplattform umbaut, warum Managerinnen anders bewertet werden als Manager und wie „katastrophal“ die Lockdowns für den stationären Handel waren. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Der Westen bekommt Russlands Superreiche kaum zu fassen. Denn die wissen nicht nur Milliarden zu scheffeln – sondern sie auch zu verstecken. https://www.wiwo.de/my/politik/ausland/kaum-zu-fassen-die-jagd-auf-putins-oligarchen/28171646.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
3/18/20221 hour, 3 minutes, 25 seconds
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Sartorius-Chef Kreuzburg: „Wir liefern zur Zeit nicht mehr nach Russland“

Putins Krieg gegen die Ukraine beherrscht die Schlagzeilen. Es gibt kaum noch ein anderes Thema, sogar Corona scheint plötzlich vorbei zu sein. Der Eindruck täuscht allerdings. Die Inzidenzzahlen steigen wieder, der Gesundheitsminister orakelt bereits eine Sommerwelle herbei und die Warnungen vor dem endgültigen Erlahmen der Impfkampagne reißen nicht ab. Die Pandemie hat die Menschen müde gemacht und den Unternehmen viel abverlangt. Mancher Einzelhändler und Gastronom musste aufgeben, andere stehen derzeit am Abgrund, nur von Staatshilfen am Leben erhalten. Doch es gibt nicht nur Verlierer. Das Virus sorgte mancherorts für einen Umsatzschub, und das nicht nur beim Online-Giganten Amazon. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er steht auf Bob Marley, macht seit siebzehn Jahren den gleichen Job, findet deutsche Wissenschaftler gründungsfaul, kann sich fürchterlich über Impfgegner aufregen, hält den gleichzeitigen Ausstieg aus Atom und Kohle für die Quadratur des Kreises und ist überzeugt, dass die Künstliche Intelligenz die biopharmazeutische Industrie retten wird. Joachim Kreuzburg ist seit 2005 CEO des Laborausrüsters Sartorius, hat in dieser Zeit Umsatz und Börsenkurs vervielfacht und versucht gerade, für elf Milliarden Dollar eine weitere Firma zu übernehmen. Er erzählt mir, wie Sartorius mit dem Krieg in Osteuropa umgeht, warum es falsch wäre, auf schnelle neue Krebsmedikamente zu setzen, was sich in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft verbessern muss - und weshalb er lieber mal in einer Berghütte einkehrt als den Gipfel zu erklettern. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Russlands Angriff auf die Ukraine bremst das Wachstum und lässt die Börsenkurse purzeln, treibt die Inflation und vermiest die Konsumlaune. Der Weltwirtschaft droht ein Comeback der Siebziger – oder Schlimmeres. https://www.wiwo.de/my/politik/konjunktur/der-preis-des-krieges-treibt-putin-uns-in-die-rezession/28148630.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
3/11/20221 hour, 3 minutes, 51 seconds
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UBS-Europachefin Novakovic: „Wir tun immer so, als wären Frauen per Definition die besseren Manager“

Banker genossen in den letzten Jahren nicht den besten Ruf. Zuerst galten sie als die gierigen Bonusjäger, dann verspekulierten sie die halbe Weltwirtschaft, mussten anschließend vom Staat gerettet werden und jetzt verschlafen sie auch noch die Gleichberechtigung in den Chefetagen. So lautet zumindest das gängige Narrativ. Ob das der Realität entspricht, wollen wir heute klären. Womit wir bei meinem Gast wären. Sie ist das Kind einer Südtiroler Hoteliersfamilie, beschaffte sich als Mädchen Superkräfte aus Büchern, scheiterte mit ihrem Traum vom Kunststudium an ihrer Mutter, war die erste Frau in einem DAX-Vorstand, bezeichnet Arbeitskollegen schon mal als echte Kotzbrocken, tritt im Karneval gerne als Schneewittchen auf, konzentriert sich am liebsten auf superreiche Kunden, wird bald einen Krimi schreiben und findet nicht, dass Frauen die besseren Männer sein müssen. Christine Novakovic ist die Chefin der Europa-Tochter und der europäischen Vermögensverwaltung der Schweizer Großbank UBS, die weltweit über vier Billionen Dollar verwaltet. Sie erzählt mir, wie man Gleichberechtigung in den Chefetagen ohne Quote erreichen kann, wovon ihr erster Krimi handeln wird – und was die neuen Superreichen umtreibt. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Deutschland will sich mithilfe von Flüssiggas und Wasserstoff aus der Abhängigkeit von Putins Energielieferungen lösen. Doch die globale Konkurrenz ist groß. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/bloss-weg-von-putins-gas-operation-energiefreiheit/28125072.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
3/4/20221 hour, 3 minutes, 17 seconds
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Top-Ökonom Lars Feld: „Russland spielt als Handelspartner für Deutschland eine untergeordnete Rolle“

Die Zukunft von Deutschlands Geschäftsmodell wird mitunter ziemlich polemisch diskutiert. Die einen beschwören die drohende Öko-Planwirtschaft, für die anderen regieren immer noch zu viele gefühlskalte Neoliberale. Zwischen diesen beiden Extremen bekennen sich zwar alle zur sozialen Marktwirtschaft, aber alle verstehen etwas anderes darunter. Liegt die Betonung nun auf dem Wort „Marktwirtschaft“ oder auf „sozial“? Oder ist nicht sowieso die ökosoziale Marktwirtschaft der richtige Weg? In der neuen Ampel-Regierung ist jede Strömung vertreten, egal ob Greenpeace-Sympathisanten, Sozialstaatromantiker oder Haushaltspuristen. Die Sollbruchstellen in der Patchworkfamilie sind programmiert. Am Ende dürfte man sich vor allem ums Geld streiten, das vielleicht bald weniger wird, weil die geopolitischen Verwerfungen das deutsche Exportmodell hart treffen könnten. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er war früher Mitglied der SPD, gilt heute als Lieblingsfeindbild der SPD-Fraktion, wollte im Fall des Scheiterns seiner Ökonomenkarriere als Rocksänger durchstarten, wäre fast nach Österreich ausgewandert, bewundert die direkte Demokratie der Schweizer, gilt als Mister Schuldenbremse, preist als Ordoliberaler die Effizienz des Marktes und empfand die Hartz-Reformen als zu halbherzig. Lars Feld ist Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg, Leiter des dortigen Walter Eucken Instituts und ehemaliger Chef des Rats der Wirtschaftsweisen. Vor kurzem hat ihn Finanzminister Christian Lindner zu seinem persönlichen Wirtschaftsberater ernannt. Feld erzählt mir, warum der Klimaschutz als Subventionsmonster enden könnte, SPD-Wähler in der Familie Feld länger leben, Deutschlands Exportmodell in Zeiten geopolitischer Verwerfungen leidet, EZB-Chefin Christine Lagarde bald eine Zinsentscheidung fällen muss – und was es mit seiner Karriere als Rocksänger auf sich hat. Hinweis: Das Gespräch wurde bereits am 23.02. aufgezeichnet. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Putin lässt die Kurse abstürzen, Krieg und Klimaschutz verteuern Energie, die Inflation erzwingt steigende Zinsen – an den Börsen endet die Ära des leicht verdienten Geldes. Die Sieger unseres exklusiven Rankings der besten Geldmanager verraten, wie sie jetzt Rendite sichern und Geldwerte schaffen. https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/die-besten-vermoegensverwalter-2022-die-krisenstrategien-der-besten-boersenprofis/28099340.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
2/25/20221 hour, 3 minutes, 1 second
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Carsten Maschmeyer: „Ich hatte Angst, hirnkrank zu werden“

Carsten Maschmeyer hat eine unschöne Kindheit hinter sich, gilt als begnadeter Verkäufer, war zeitweise tablettensüchtig, investiert vor laufender Kamera in Trachtenmode, gründet mit seinem Arzt eine Firma, bezeichnet Geschäftspartner auch mal als Prinz Karneval und ist überzeugt, dass Armut von arm an Mut kommt. Er gründete einst den umstrittenen Finanzvertrieb AWD, führt heute die Maschmeyer Group, beschreibt in Büchern, wie man erfolgreich wird, und sucht in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ nach den ultimativen Geschäftsideen. Im Podcast hat er mir erzählt, warum er eigentlich Arzt werden wollte, beim Verkaufen auch mal zu weit ging, die Tablettensucht ihn beinahe umbrachte, beinahe Held in einem Kinderbuch wurde und Investments in Mental Health der letzte Schrei sind. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
2/18/20221 hour, 5 minutes, 54 seconds
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Personio-Chef Renner: „Unternehmenskultur erkennt man nicht an Rennrädern an den Wänden“

Die globale Jagd nach dem skalierbaren Geschäftsmodell hat längst den alten Kontinent erreicht. Während der unheimliche Geldsegen für vielversprechende Start-ups vor wenigen Jahren noch eine rein amerikanische Erzählung war, pumpen Investoren nun immer öfter europäische und vor allem deutsche Neugründungen auf. Die noch offenen Geldschleusen der Notenbanken machen es möglich. Selten war so viel Liquidität im Markt. Eine Finanzierungsrunde jagt die nächste, bereits macht das böse Wort von der Einhornblase die Runde. Denn Firmenbewertungen von weit über einer Milliarde Euro sind keine Einzelfälle mehr. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er verdiente sich sein Studium als Skipper in der Karibik, hängt sich gerne Rennräder an die Bürowand, vermisst in der Politik ein klares Bekenntnis zum Technologiesektor, schwärmt für Frankreichs Präsident Emmanuel Macron – und singt mit der Belegschaft im strömenden Regen „It’s raining men“. Hanno Renner ist der CEO und Gründer des Start-ups Personio, das eine ganzheitliche Software für das Personalmanagement im Mittelstand anbietet. Prominente Investoren, die einst beim Aufstieg von Facebook und Spotify dabei waren, bewerten Personio mit sagenhaften sechs Milliarden Euro. Damit gehört es zu den wertvollsten Start-ups Europas, obwohl es erst ein paar Tausend Kunden hat. Im Podcast erzählt er mir, was der Mittelstand von Gründern lernen sollte, warum die Start-up-Industrie größer als die Automobilbranche werden könnte – und wie sein Besuch bei Macron ablief. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
2/11/202252 minutes, 38 seconds
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Trigema-Eigentümerfamilie Grupp: „Wir haben in Deutschland keine Neidgesellschaft“

Die Deutschen lieben ihre Familienunternehmen. Sie gelten als solide Arbeitgeber, die Verbraucher trauen ihren Produkten und für viele sind sie die perfekte Projektionsfläche. Die Unternehmerdynastien stehen wahlweise für Glamour, Geld, Gier und Rosenkriege, aber auch für Disziplin, Verantwortung, Bodenständigkeit und überschaubare Strukturen – weit weg von den gesichtslosen Großkonzernen. Womit wir bei meinen Gästen wären. Sie genießen Kultstatus, fliegen gerne Hubschrauber, stehen auf Krawatten, Kostüme und Einstecktücher, wollen mit Banken nichts zu tun haben, produzieren nur in Deutschland, wirken manchmal aus der Zeit gefallen und sind überzeugt, dass echte Unternehmer trockenes Brot essen, wenn die Firma leidet. Wolfgang Grupp senior, seine Tochter Bonita und sein Sohn Wolfgang führen gemeinsam mit der Mutter das Textilunternehmen Trigema mit Sitz in Burladingen. Gerade läuft das Rennen um die Nachfolge des Patrons respektive den König von Burladingen, wie er auch genannt wird. Ich habe die drei in Schwäbisch Hall getroffen, wo wir das Gespräch beim CEO-Abend des Gipfeltreffens der Weltmarktführer geführt und live mitgeschnitten haben. Sie haben mir verraten, wie die Kindheit in einer der bekanntesten Familien Deutschlands war, ob sich Bonita und Wolfgang Grupp junior neben dem Übervater in der Firma behaupten können, was ihre Partnerwahl mit der Karriere zu tun hat, wie sie über New Work und Start-ups denken – und warum Grupp senior keinen Computer auf dem Schreibtisch stehen hat. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Schutz vor Inflation, Risiken durch steigende Zinsen: Was bietet der Immobilienkauf noch? Die exklusive Analyse der 50 größten Städte. https://www.wiwo.de/my/finanzen/immobilien/exklusive-analyse-der-grosse-immobilienatlas/28033346.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
2/4/20221 hour, 3 minutes, 56 seconds
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Norbert Röttgen: „Putin hat nullkommanull Respekt gegenüber den westlichen Nachbarn“

Geopolitik entwickelt sich gerade zum alles bestimmenden Faktor. Alte und neue Großmächte streben nach einer neuen Weltordnung. Russlands Präsident Wladimir Putin sehnt sich nach der Größe der alten Sowjetunion, spielt an der ukrainischen Grenze Powerplay und will die Nato-Osterweiterung stoppen. China rüstet immer weiter auf, schottet sich ab und forciert gleichzeitig seinen Seidenstraßen-Imperialismus. Und die USA wollen die alten westlichen Alliierten ins Boot holen, um den neuen Kampf der Blöcke für sich zu entscheiden. Das wirft ein paar zentrale Fragen auf. Was bedeuten diese drohenden Verwerfungen für Europa? Kann die EU überhaupt Geopolitik oder kann sie nur Statist? Was folgt daraus für Deutschland, seine Wirtschaft und seine Energieversorgung? Die Antworten sind alles andere als einfach. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er trainierte Judo bis zum blauen Gürtel, träumte schon in der Schule lieber vom Kanzleramt als vom Kiffen, wurde einst Muttis Klügster oder der George Clooney vom Rhein genannt, weiß, was es heißt, aus Niederlagen lernen zu müssen und er glaubt, dass Ehrlichkeit, entgegen der weitläufigen Annahme von Macchiavelli, die Basis von Vertrauen in der Politik ist. Norbert Röttgen war bis vor wenigen Monaten Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses und gilt gefühlt als der Chef-Geopolitik-Versteher der CDU. Röttgen erzählt mir im Podcast, was die Ukraine-Krise für Deutschland, Europa und die Welt bedeutet, was er von Putin und Xi Jinping hält und wie es mit Norstream 2 weitergehen sollte. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Im wichtigsten Absatzmarkt verliert VW Marktanteile – weil chinesische Autobauer der deutschen Konkurrenz immer öfter technologisch überlegen sind. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/auto/vw-geraet-unter-druck-chinaalarm-bei-volkswagen/28012462.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
1/28/202258 minutes, 41 seconds
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Voith-Chef Haag: „Atom- und Kohleausstieg kommen zu früh, das funktioniert nicht“

Er ist das schwarze Schaf einer Sportlerfamilie, interessiert sich früh für die Old Economy, glaubt, dass Schweizer prinzipiell um Mitternacht essen, nimmt sich US-Elitesoldaten als Vorbild, schläft auch mal in der Produktionshalle auf dem Feldbett und geht gerne in die Oper. Toralf Haag ist Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung von Voith, einem Weltmarktführer für Papiermaschinen und Wasserturbinen. Nach Restrukturierungen und Personalabbau will Haag mit dem über 150 Jahre alten Familienunternehmen künftig die Nachhaltigkeitswelle noch intensiver reiten. Er hat mir erzählt, warum er ein guter Bundeswehrgeneral geworden wäre, die harte Kritik an seinen Wasserkraftprojekten in Afrika und Südamerika übertrieben ist, er Wasserstoff als Geschäftschance sieht, ihn die Schweizer Harmoniebedürftigkeit manchmal ein bisschen nervt – und welche Viertausender er noch besteigen will. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Die Ampelkoalition verzichtet auf Kernkraft und Kohleverstromung – und liefert sich Gaslieferungen aus Russland aus. Für die Deutschen nimmt der kalte Krieg des Kreml daher auch eine wörtliche Bedeutung an: Die Vorratsspeicher leeren sich – und ob die USA im Falle des Falles Flüssiggas liefern könnten, ist völlig unklar. https://www.wiwo.de/my/politik/ausland/russische-gaslieferungen-deutschlands-dealer/27991272.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
1/21/202247 minutes, 29 seconds
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Scalable-Capital-Chef Podzuweit: „Mein erstes Geld ist in Telekom-Aktien geflossen“

Selbst in Deutschland ist Aktiensparen jetzt auf dem Weg zum Volkssport. Eine neue Generation hat das Telekom-Aktien-Trauma hinter sich gelassen. Sie will jetzt endlich weg von Negativzinsen, langweiligen Lebensversicherungen und Bausparverträgen. Sie setzt auf ETF-Sparpläne statt auf Sparbücher, zockt auch mal mit Kryptowährungen und glaubt nur noch bedingt, dass die Rente künftig sicher und das Renteneintrittsalter stabil ist, obwohl das Bundeskanzler Olaf Scholz bis heute wider besseres Wissen behauptet. Diese Trend ist der Freund von Online-Brokern und Robo-Advisorn. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er hatte in der Grundschule ein bisschen Mühe mit der Konzentration, wurde beim Windsurfen auf der Nordsee zum Alphatier, stieg bei Goldman Sachs zum Super-Alphatier auf, ist auch mal acht von zehn Tagen genervt und kann nicht schlafen, spielte zusammen mit neuseeländischen Profis um die Deutsche Rugby-Meisterschaft und glaubt, dass gelassene Besessenheit und Joggen mit Kinderwagen zum Erfolg führt. Erik Podzuweit gründete Ende 2014 Scalable Capital. Der Online-Broker und Vermögensverwalter ist heute weit über eine Milliarde wert, hat eine halbe Million Kunden, verwaltet rund drei Milliarden Euro, expandiert laufend in neue Länder, konnte Großinvestoren wie das chinesische Digitalimperium Tencent gewinnen und kämpft gerade mit den juristischen Folgen eines Datenlecks. Im Podcast erzählt Podzuweit, was die Arbeit bei Goldman Sachs mit Rugby gemeinsam hat, warum er sich einst als Kissenverkäufer versuchte – und wie die Bank der Zukunft aussehen wird. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Der gesamte deutsche Mittelstand gerät gerade ins Visier einer boomenden Hackerindustrie – mit fatalen Folgen, wie Schadensprotokolle betroffener Unternehmer zeigen. https://www.wiwo.de/my/technologie/digitale-welt/cyberkriminalitaet-dieser-erpresser-ruiniert-auch-ihre-firma/27970084.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
1/14/20221 hour, 7 minutes, 23 seconds
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Spezial (Teil 2): So wird das Wirtschaftsjahr 2022

Wie wird das Wirtschaftsjahr 2022? Das ist die zentrale Frage, die sich derzeit alle stellen. Mit den führenden Köpfen des Politikressorts Sonja Alvarez und Max Haerder und dem Volkswirt-Chef Bert Losse habe ich mich im ersten Teil des Podcast-Spezials darüber unterhalten, was wir von der Ampel-Regierung wirtschaftspolitisch erwarten können, wie lange Deutschland noch auf Fax-Geräte statt Digitalisierung setzt und wann der Post-Corona-Boom endlich kommt. Im zweiten Teil will ich mich nun mit drei weiteren WiWo-Expertinnen und -Experten um das Lieferkettenchaos, das vermeintliche Ende der Globalisierung, explodierende Energiepreise und die richtige Anlagestrategie für das Börsenjahr 2022 kümmern. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Ausgerechnet verpönte Branchen wie Atomkraft, Öl, Waffen oder Tabak bieten Anlegern enorme Kurschancen – sofern sie die richtigen Papiere kaufen. https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/boese-werte-gutes-geld-die-unmoralischen-superaktien/27946642.html (wiwo+) Hier geht es zur erwähnten Geschichte von Andreas Menn: https://www.wiwo.de/my/technologie/mobilitaet/autonomes-fahren-braucht-es-bald-keine-lkw-fahrer-mehr/27897682.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
1/7/202252 minutes, 46 seconds
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Spezial (Teil 1): So wird das Wirtschaftsjahr 2022

Selten liefen in einer Zeit so viele Stresstests für Regierung, Demokratie, Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Corona, kaputte Lieferketten, Inflation, Vereinsamung im Homeoffice, die bevorstehende Megatransformation zu einer klimaneutralen Volkswirtschaft und der eskalierende Machtpoker zwischen den USA, Europa, China und Russland sind nur einige Stichworte. Kann das die neue Ampelregierung unter Kanzler Olaf Scholz alles meistern? Sitzen wir bald im Dunkeln, weil uns das russische Gas ausgeht und wir aus der Atomkraft aussteigen? Wie viel Fax-Republik können wir uns in einer digitalisierten Welt noch leisten? Steigt Deutschland im internationalen Standortwettbewerb endlich wieder auf? Geht der Strompreis weiter durch die Decke? Und wie sollen wir in dieser neuen Unübersichtlichkeit unser Geld anlegen? Diese und andere Fragen diskutiere ich im Chefgespräch – einem Chefgespräch, in dem alles ein bisschen anders ist. Ich habe nicht einen Gast eingeladen, sondern gleich sechs. Und alle sind Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion der Wirtschaftswoche. Außerdem können Sie sich auf gleich zwei Teile freuen. Die geballte Fachkompetenz und alle wichtigen Wirtschaftstrends passten einfach nicht in nur eine Folge. Diese Woche beginnen wir mit Max Haerder, Leiter der Politik-Redaktion, seiner Stellvertreterin Sonja Álvarez und dem Leiter des Volkswirt-Ressorts Bert Losse, mit denen ich darüber spreche, was wir von der Ampel erwarten können, wie die neuen Minister denken, wer Deutschland in Sachen Digitalisierung voranbringen kann und was die steigende Inflation für uns bedeutet. Hier geht es zu der erwähnten Geschichte von Sonja Álvarez: In der Verwaltung wird noch gefaxt, gezettelt und geheftet. Christina Lang will das ändern. Mit ihrer Firma digitalisiert sie Ministerien. Damit das gelingt, muss die Ampel mehr bieten als neue Milliarden. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/christina-lang-diese-frau-will-deutschlands-ministerien-flottmachen/27898094.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
12/31/202156 minutes, 30 seconds
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Arend Oetker: „Wer kann außer Deutschen und Schweizern schon ‚Schwartau‘ aussprechen?“

Der Gast dieser Podcast-Folge weist weit von sich, er unterhalte einen Rennstall. Es seien nur drei Pferde, sagt Arend Oetker, der Urenkel von Dr. August Oetker und damit ein Spross der berühmten Bielefelder Backpulverdynastie. Seine Holding hält Beteiligungen an den Marmeladen-Marken Schwartau und Hero, dem Saatguthersteller KWS, einer Ostsee-Fährlinie und einem Bildungskonzern. Während sich seine Bielefelder Verwandtschaft in den letzten 15 Jahren um die Macht im Familienkonzern zoffte, hat Arend Oetker die meisten Anteile an seiner Holding längst ganz entspannt und ohne Aufsehen an seine fünf Kinder überschrieben. Der Mann, der de facto die Champions-League erfand, hat mir verraten, wie er mal einen Saftladen sanierte und die Schweizer National-Marmelade eroberte, dass ihm der Papst kürzlich eine Privataudienz gewährte und „We are the Champions“ sein Lieblingslied ist – und einen Trick, wie man mit einer Fähre auf der Ostsee unglaublich Steuern sparen kann. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
12/24/202155 minutes, 44 seconds
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Mercedes-Digital-Chefin Scheunert: „Wenn Sie gut fahren, haben Sie demnächst eine günstigere Versicherung“

Die Disruption der deutschen Autoindustrie läuft und läuft und läuft. Dekarbonisierung und Digitalisierung sind eine historische Herausforderung für die traditionellen Hersteller. Nach analogen CO2-Schleudern sind nun vollvernetzte E-Autos die Zukunft. Das heißt: Elektro first und Digital first. Plötzlich drängen völlig neue Produzenten auf den Markt, sogar Handyhersteller attackieren nun Daimler, BMW & Co. Das Auto ist bald nur noch ein Gerät, auf dem eine Software läuft. Und alle fragen sich, ob uns das glücklicher macht und wem am Ende die Daten gehören. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie wollte als Kind Lehrerin werden, ließ als Sängerin der Schulband die Aula kochen, empfand Studieren in Paderborn als Zeitverschwendung, gilt als Totengräberin der Bedienungsanleitung im Handschuhfach, beginnt gerne Jobs in fremden Ländern, ohne die Sprache zu können, und glaubt, dass man sich auch nach vorne bewegt, wenn man stolpert. Sabine Scheunert ist bei Mercedes-Benz als Vice-President für ein Team mit 2000 Leuten verantwortlich, das sich um die Digitalisierung von Vertrieb und Marketing kümmert sowie das digitale Kundenerlebnis definiert. Sie hat mir erzählt, warum sie Einblick in die Autopläne der chinesischen Regierung hatte, was Jingle Bells mit neuen digitalen Geschäftsfeldern zu tun hat, ob das Autohaus eine Zukunft hat – und warum Daimler-Fahrer bald über chinesische Satelliten vernetzt werden. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Mit teuren Imagekampagnen und Lobbyarbeit will der Internetriese Politiker milde stimmen. Doch eine harte Regulierung scheint unausweichlich – vor allem aus einem Grund. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/handel/schrecklich-nett-amazons-unheimliche-charmeoffensive/27897912.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
12/17/202148 minutes, 43 seconds
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Thyssenkrupp-Chefin Merz: „Unsere Stahl-Jungs in Duisburg brauchen unendliche Mengen Wasserstoff“

Die studierte Maschinenbau-Ingenieurin trinkt gerne Bier, ist seit Jahrzehnten Mitglied bei Greenpeace, stammt aus den Tiefen des Schwarzwalds und kann laut eigenen Aussagen „durchaus rustikal“ sein. Diese Fähigkeit braucht sie mehr denn je. Martina Merz saniert seit zwei Jahren den einst größten Industriekonzern Europas. Als CEO von Thyssenkrupp hat sie Konzernteile wie etwa das Aufzugsgeschäft abgespalten, Tausende Arbeitsplätze abgebaut, Töchter börsenreif gemacht, aber bislang noch keine definitive Lösung für das volatile Stahlgeschäft präsentiert. Sie erzählt mir, warum sie einst aus der Dorfkirche geflogen ist, ihren Bonus gespendet hat, die Sache mit den Wasserstoff-Pipelines zu langsam vorangeht – und sie alle Bücher von Simone de Beauvoir liebt, mit einer Ausnahme. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente, der Fachkräftemangel verschärft sich. Roboter könnten die Lücke schließen – unter bestimmten Bedingungen. https://www.wiwo.de/my/technologie/digitale-welt/roboter-gegen-den-fachkraeftemangel-die-erben-der-babyboomer/27876306.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Bald ist Weihnachten & die WiWo beschenkt Sie! Unter wiwo.de/chef-abo bekommen Sie die WirtschaftsWoche zum halben Preis. Jetzt buchen und top informiert in die Weihnachtstage starten. *** Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
12/10/20211 hour, 10 minutes, 33 seconds
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BSH-Hausgeräte-Chefin Kriwet: „Nachhaltigkeit ist auch in China zunehmend ein Thema“

Die Coronakrise hat uns weiterhin fest im Griff und stellt vieles in Frage. Die Just-in-time-Ökonomie gerät aus den Fugen, die Arbeitswelt wird neu gedacht. Lieferketten reißen, Logistikkosten explodieren, Chips werden knapp, Homeoffice ist der neue Standard. Nur eine alte Gewissheit gilt mehr denn je: My home is my castle – vor allem wenn Hightech alles bequemer macht. Noch nie herrschte in Deutschlands Cocooning-Zonen ein Wettrüsten wie in diesen Pandemiezeiten. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie schwärmte in der Jugend nicht für Popstars, sondern kümmerte sich lieber um Kinder in Burundi, zog als Business-Nomadin durch die halbe Welt und hält die Küche für das neue Mallorca. Carla Kriwet hat im Juli 2020 den CEO-Posten von BSH übernommen, Europas größtem Hausgerätehersteller mit über 60.000 Mitarbeitern und Marken wie Bosch, Siemens oder Gaggenau. Kriwet ist überzeugt, dass die nächste Generation nachhaltig konsumiert und ihre Weißware nicht mehr kauft, sondern mietet. Kriwet hat mir erzählt, warum sie ursprünglich Entwicklungshelferin werden wollte, gerade extrem viele Geschirrspüler in China verkauft, intelligente Waschmaschinen Teenager zu neuen Menschen machen – und sie auch von deutschen weißen Männern gefördert wurde. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Als Wirecard-Chef prahlte Markus Braun, er habe „vollen Einblick“ in die Geschäfte. Heute gibt er sich ahnungslos, als Opfer in dem Milliardenskandal. Doch seine Belege sind dünn – und seine Verfehlungen zahlreich. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/dienstleister/affaere-wirecard-dr-ahnungslos/27853756.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
12/3/20211 hour, 51 seconds
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Frank Thelen: „Verrückt, wie viel Geld mir Menschen mittlerweile für ein Telefonat bieten“

Deutschland tat sich mit der Moderne schon immer schwer. Früher galt die Republik als Servicewüste, Kännchen gab‘s nur draußen. Heute herrscht die Digitalisierungswüste, faxen ist immer noch erlaubt. Nicht nur der Staat, sondern auch weite Teile des Mittelstands drohen den Anschluss zu verlieren. Aber zum Glück nicht alle. Der kollektive Traum vom deutschen Google ist zwar spätestens mit dem Wirecard-Alptraum geplatzt, aber die deutsche Weltmarktführer-, Tech- und Gründerszene blüht. Internationale Investoren entdecken zunehmend hiesige Start-ups, die Zahl der Unicorns mit einer Milliardenbewertung wächst – wie zum Beispiel das Münchner Flugtaxi-Startup Lilium, das kürzlich an die Börse ging. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er trainierte seine Resilienz auf dem Skateboard, schmiss das Informatikstudium hin, ging sehr jung pleite, grillte in der „Höhle der Löwen“ Gründer, will die Currywurst abschaffen, liebt die FDP und hat auf alles eine einfache Antwort. Eine zu einfache, sagen seine Kritiker. Frank Thelen ist Gründer des Lilium-Frühinvestors Freigeist, glühender Anhänger von Elon Musk und neuerdings das Aushängeschild eines Anlagefonds. Manche nennen ihn schon den Dirk Müller der Techaktien. Allerdings will Thelen deutlich erfolgreicher sein. Er erzählt mir, was ihn mit Herbert Diess verbindet, wer Tesla gefährlich werden könnte, was bei seinem Wirecard-Investment schief lief – und wie ihm Emmanuel Macron einen Brief schrieb. Hinweis: Das Gespräch wurde vor Bekanntwerden des Koalitionsvertrags aufgezeichnet. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Pharmakonzerne, Biotech-Start-ups und Hightechfirmen setzen mit riesigem Einsatz auf das Geschäft mit der Pandemie. Deutschland spielt vorne mit, hat aber einen Nachteil. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/industrie/milliardenmarkt-im-kampf-gegen-corona-wer-gewinnt-den-corona-poker/27831986.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
11/26/20211 hour, 9 minutes, 14 seconds
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Otto-Group-Chef Birken: „Ich habe ein ganz anderes Menschenbild als Jeff Bezos“

Die Disruption spricht englisch. Tesla bringt deutsche Autokönige um den Schlaf. Apple machte Nokia und Co. überflüssig. Google spielte weltweit so gut wie alle Suchmaschinen an die Wand. Facebook beherrscht große Teile des Social-Media-Marktes. Und Amazon hat auch den deutschen Einzelhandel das Fürchten gelehrt. Die Dinosaurier der Branche sind längst tot oder kämpfen ums Überleben – außer einer. Er wurde von Western-Ikone Old Shatterhand und Astronaut Neil Armstrong sozialisiert, bewundert den Theologen und Widerständler Dietrich Bonhoeffer, findet das Wertegefüge von Amazon-Gründer Jeff Bezos fragwürdig und glaubt nicht an das Highlander-Prinzip im E-Commerce. Alexander Birken ist der Vorstandsvorsitzende der Otto Group, dem zweitgrößten Onlinehändler Deutschlands mit einem Umsatz von über 15 Milliarden Euro. Er glaubt, dass er gegen die Online-Imperien aus den USA und China nicht nur bestehen – sondern auch schneller als sie wachsen kann. Im Podcast erzählt mir Birken, wie es um das Weihnachtsgeschäft in Zeiten von Lieferengpässen bestellt ist, was er von der Paketsteuer hält, wie er die soziale Marktwirtschaft upgraden würde und warum er nicht an den Tod der Innenstädte glaubt – dafür aber an Gott. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Der große Städtetest 2021: 71 Kommunen, 105 Kriterien. Wie Ihre Stadt abschneidet bei Jobs, Immobilien, Lebensqualität – und warum Provinzzentren im Kommen sind. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/staedteranking-2021-deutschlands-neue-boom-staedte/27809876.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
11/19/20211 hour, 3 minutes
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Axa-Personalchefin Sirka Laudon: „Wir wurden um drei Uhr nachts von der Stasi zum Verhör geholt“

Die klassische Arbeitswelt erlebt gerade ihre Disruption. Immer mehr Unternehmen reißen Wände, Hierarchien und Silos ein, schaffen Einzelbüros ab und fordern mehr Diversity. Plötzlich arbeiten alle agil. Plötzlich tragen alle Turnschuhe. Plötzlich ist das Homeoffice nicht die Ausnahme, sondern dank Corona die Regel. Und die künstliche Intelligenz liest die Bewerbungsschreiben. Personalchefs sind von gestern, Human-Resources-Verantwortliche übrigens auch. Heute heißt das People Experience – so wie bei Sirka Laudon. Sie schaute früher übers Meer in den Westen, hält Kunst am Arbeitsplatz für einen Glücklichmacher, möchte am liebsten mit der israelischen Schriftstellerin Zeruya Shalev ein Bier trinken und sagt, dass New Work mehr ist als ein Sofa oder ein Kicker im Büro. Nach Stationen bei Werbeagenturen, Axel Springer, Otto und der Deutschen Bahn ist Laudon heute Personal-Vorständin der Deutschland-Tochter des Versicherungskonzerns AXA. Sie hat mir erzählt, warum sie Sigmund Freud verehrt, wie sie den Diversity-Gedanken lebt, wie viele Jobs die Automatisierung kostet, ob sie die Affäre um den Ex-Bild-Chef Julian Reichelt überrascht hat – und dass ihr größter Traum in Argentinien spielt. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Finanzkrise, Coronakrise, Klimakrise: Alles kein Problem mehr, oder? Zumindest nicht finanziell, so scheint es. Die Politik will keinen Geldmangel mehr kennen. Immer neue Schulden sollen die Zukunft begrünen. Ein ökonomisches Vabanquespiel. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/grosse-probleme-billiges-geld-schulden-sind-egal/27788942.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
11/12/202144 minutes, 28 seconds
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Lufthansa-Cargo-Chefin von Boxberg: „Bis sich die Lieferketten entspannen, dauert es noch ein halbes Jahr“

Der Ausbruch der Coronakrise wird als perfekter Sturm in die Geschichte der Airline-Industrie eingehen. Das Virus erzwang das Grounding für ganze Flugzeugflotten. Plötzlich ging nichts mehr. Viele Staaten mussten ihre nationalen Fluglinien vor dem Ruin retten. Das ganze Geschäft lag am Boden, zumindest fast. Ein Bereich erlebt seither einen historischen Boom. Das coronabedingte Chaos in den Lieferketten lässt die Just-in-Time-Globalisierung kollabieren und beschert dem Gütergeschäft der Airlines ein nie dagewesenes Wachstum. Und vor allem Traummargen. Ein Kilo Ware fliegt nicht mehr für drei Dollar mit, sondern im Extremfall für beinahe das Siebenfache. Online-Plattformen wie Amazon oder Alibaba betreiben bereits eigene Frachtflotten und machen den traditionellen Anbietern Konkurrenz. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie hat wie ihr Vater Wirtschaftsingenieurwesen studiert, lernt gerne von Haifischen, will dieses Jahr eine Milliarde Gewinn abliefern, verlangt von weiblichen Talenten mehr Sichtbarkeit und kann Dinge auch regeln, ohne auf den Tisch zu hauen oder laut zu werden. Dorothea von Boxberg verantwortet seit diesem Jahr das Cargo-Geschäft der Lufthansa mit beinahe drei Milliarden Umsatz und über 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Job gilt als das perfekte Sprungbrett in den Konzernvorstand. Von Boxberg hat mir erzählt, was ihr Vater mit ihrem Studium zu tun hat, warum sich Genderstereotype gerade verstärken, wie viel Personal Lufthansa Cargo noch abbauen muss – und was sie von Amazons Airline hält. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Wie bedrohlich ist die Inflation, steigen die Zinsen, sind Dividendenpapiere wirklich alternativlos? Ein Gespräch mit fünf Top-Börsenprofis über ihre Aktienfavoriten für das kommende Jahr, die heikle Kombination aus Nachhaltigkeit und Rohstoffknappheit – und den besonderen Reiz von Technologiewerten, Bitcoin, Gold und CO2-Zertifikaten. https://www.wiwo.de/my/finanzen/boerse/top-investoren-am-runden-tisch-die-aktien-der-boersenprofis/27769378.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
11/5/202153 minutes, 23 seconds
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Simba-Dickie-Chef Florian Sieber: „Wir produzieren auch noch Dampf-Loks“

Im Corona-Zeitalter entdecken die Deutschen das Spielzeug wieder. Die Freizeitgestaltung fernab von Mattscheibe und Handy feiert ein Comeback. Das Wettrüsten in deutschen Kinderzimmern läuft auf Hochtouren. Selbst traditionelle Marken, die einst vor dem Ruin standen, boomen wieder. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sein erstes Spielzeug war ein Igel von Steiff, ein Praktikum in Norditalien prägte seinen Führungsstil und er ist überzeugt, dass die Politik zu wenig für den Mittelstand tut. Florian Sieber kontrolliert seit kurzem Deutschlands großen Spielwarenhersteller Simba-Dickie und hat nebenbei die Modelleisenbahn-Ikone Märklin saniert. Sieber erzählt, wie ihn das Lieferkettenchaos trifft, wann er seine Preise erhöht, warum Frankreich als Produktionsstandort besser ist – und er gut verlieren kann. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
10/29/202144 minutes, 5 seconds
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DuMont-Chef Christoph Bauer: „Das kommt mir vor wie bei Al Capone“

Er liest am Morgen die Neue Zürcher Zeitung, tritt im Karneval gerne als Superman Clark Kent auf und hält die Tageszeitung für die Formel 1 des Journalismus: Christoph Bauer ist ein Deutscher mit Schweizer Pass, der am liebsten familiengeführte Medienunternehmen radikal ausbaut, umbaut oder gesundschrumpft. Nach Stationen bei Bertelsmann, NZZ, Ringier und AZ Medien führt er heute als CEO die über 400 Jahre alte Kölner Dumont-Gruppe, die sich nach einer existenziellen Krise im Zeitungsgeschäft auf den Großraum Köln zurückgezogen hat. Doch die Herausforderungen im Mediengeschäft bleiben groß. Facebook, Apple, Google & Co sind die neuen Supermächte der globalen Informationsgesellschaft. Kaum einer kommt an ihnen vorbei, kaum einer informiert sich nicht über sie. Die US-Digital-Giganten haben auch in Deutschland das klassische Verlagsgeschäft nachhaltig mitverändert. Die Renditen schrumpfen, die Abhängigkeiten nehmen zu. Mancher flüchtet sich jetzt in eine lokale Nische. Bauer hat mir erzählt, wie erschreckend nahe die Dumont-Gruppe bei seinem Amtsantritt am Abgrund stand, warum er als Patriarchen-Versteher gilt, weshalb digitale Geschäftsfelder und nicht die Konsolidierung alter Geschäftsmodelle die Rettung sind, was es mit seinen Karneval-Kostümen auf sich hat – und warum er einen Jazzclub eröffnen will. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
10/22/20211 hour, 2 minutes, 25 seconds
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Global-Digital-Women-Chefin Tijen Onaran: „Es braucht eine gesunde Form der Selbstüberschätzung“

Es gibt kaum ein Thema, das die Deutschen derart umtreibt und manche derart in Wallung bringt, wie das Wort Diversity. Die hochemotionalen Diskussionen drehen sich um Gleichberechtigung, Frauenquoten, identitätspolitische Debatten, den Krieg um die Gendersterne und mitunter hilflose Unternehmen, die nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie besitzt türkische Wurzeln, macht lieber Kampfsport als Ballett, hat extreme Höhenangst, versuchte sich mal auf dem FDP-Ticket in der Politik und gilt heute als Diversity-Flüsterin deutscher CEOs. Tijen Onaran vernetzt am liebsten Frauen, macht sie sichtbar und investiert unter anderem mit Comedy-Star Carolin Kebekus in ihre Start-ups. Sie ist die Gründerin der Beratungs- und Netzwerkfirma Global Digital Woman – und sendet gefühlt auf allen Social Media-Kanälen gleichzeitig. Im Podcast erzählt sie mir, warum Diversity nicht immer, aber meistens ein Treiber für Innovation sein kann – und weshalb die Meinungsvielfalt in der Debatte häufig unter „fast fundamentalistischen“ Menschen leidet. Dax-Konzerne sind vom chinesischen Markt abhängig wie nie. Jetzt zwingt Peking sie zu immer mehr Wertschöpfung im Inland – und reguliert die Wirtschaft mit ungekannter Härte. Dahinter steht ein Plan. https://www.wiwo.de/my/politik/ausland/pekings-harter-kurs-die-china-falle/27704550.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
10/15/202158 minutes, 31 seconds
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RWE-Chef Krebber: „Wir brauchen in Deutschland ungefähr 20 bis 30 Gigawatt Gaskraftwerke“

Alle reden über Klimaschutz, aber kaum einer weiß, was er für die Wirtschaft wirklich bedeutet. Das wird teuer, aber im Wahlkampf wollte das niemand laut sagen, beklagt sich etwa die Wirtschaftsweise Veronika Grimm. Und sie hat recht. Seit die abtretende Regierung nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Klimaziele verschärft hat, warnen Experten davor, dass es im bisherigen Schneckentempo nicht weitergehen kann. Die neuen Ziele produzieren einen massiven Zusatzbedarf an grünem Strom und das bedingt einen massiv beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien. Sonst gehen die kohlebetriebenen CO2-Schleudern nicht vom Netz. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er besitzt eine ideale Figur für Badminton, landet nach dem Spielen mit seinen Kindern gerne im Krankenhaus, kauft Werke irischer Künstler online ein und wird gerade von einem aktivistischen Investor belagert. Nach seiner Karriere bei McKinsey und der Commerzbank führt Markus Krebber heute als CEO den Stromgiganten RWE, der im Jahr 2040 klimaneutral Energie produzieren will und bis dahin zu den Lieblingsfeinden von Fridays for Future gehört. Krebber hat mir erzählt, warum die Strompreise explodieren, Deutschland viel mehr Gaskraftwerke braucht als alle denken, seine Kohlekraftwerke nicht zu verkaufen sind – und er mit einem Diesel an die französische Küste in den Familienurlaub fährt. Kein Paradies, nirgends, nicht vor 95 Jahren, aber auch nicht heute – für Joseph Schumpeter war klar: Nachhaltig erfolgreich ist (nur), wer die Nachhaltigkeit seines Erfolgs dauernd in Zweifel zieht. Und ihn durch stete Innovation sichert. https://www.wiwo.de/my/erfolg/trends/nachhaltiger-erfolg-der-ewige-sturm-des-wandels-/27677926.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
10/8/202146 minutes, 56 seconds
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Alexander Sixt: „Mein Vater hält nicht viel von Erziehung“

Kaum ein Thema treibt die Menschen derart um wie ihre Mobilität. Kaum ein Thema ist so emotional. Die Deutschen lieben oder verachten die rollenden Statussymbole, sie verlieren im Stau die Nerven, regen sich über steigende Benzinpreise auf, suchen verzweifelt nach Ladesäulen, empören sich über den C02-Ausstoß von SUVs, hetzen in den Sozialen Medien gegen das Tempolimit, verfluchen die Lastenfahrräder oder die Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn. Und manche hoffen, dass der ganze Stress bald vorbei ist, weil sich die Republik künftig nur noch mit Flugtaxis fortbewegt oder von autonom fahrenden E-Autos durch die Welt chauffieren lässt. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er provozierte in der Schule seine Lehrer, bezeichnet den kleinen Bruder als seinen besten Freund, fährt mit dem Rennrad gerne über große Berge und behauptet von sich, er sei kein Pendant, sondern nur strukturiert. Alexander Sixt hat zusammen mit seinem Bruder vor wenigen Monaten die Führung des milliardenschweren Mietwagen-Imperiums Sixt übernommen. Unter den Augen des Vaters und Aufsichtsrats-Chefs Erich Sixt wollen die Co-CEOs eine Mobilitätsplattform bauen, die künftig vielleicht auch Flotten autonomer Autos betreibt. Sixt erzählt mir, warum „das Auto das am schlechtesten ausgenutzte Asset der Welt“ ist, wie die Arbeit der Brüder unter dem Übervater funktioniert und wie Sixt mit autonom fahrenden Taxis Europa erobern möchte. Massiv steigende Preise für Gas, Öl und Strom belasten Industrie und Verbraucher. Wie eine neue Regierung gegensteuern müsste – und Anleger an dem Trend verdienen. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/energie/energiepreise-wird-energie-zum-luxusgut/27662514.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
10/1/202149 minutes, 54 seconds
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Ifo-Chef Fuest: „Anhänger der Marktwirtschaft hatten es immer schwer“

In Deutschland geht eine Ära zu Ende. Nach 16 Jahren Angela Merkel werden die Schalthebel der Regierungsmacht neu besetzt und damit auch die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft frisch eingestellt. Ein Ruck muss durch den Standort Deutschland gehen, da sind sich alle einig. Doch wie der genau aussehen soll, darüber wird heftig gestritten. Es geht um mehr oder weniger Markt, mehr oder weniger Umverteilung, mehr Freiheit oder mehr Verbote. In den politischen Schützengräben stehen sich vermeintliche Neoliberale und vermeintliche Sozialisten gegenüber und drohen dem Gegner mit Folterwerkzeugen. Aber keiner weiß so ganz genau, wie sein wilder Instrumentenmix am Ende auf die Volkswirtschaft wirkt. Womit wir bei meinem heutigen Gast sind. Er stand in jungen Jahren mehr auf Börsen- statt auf Bierspiele, erzählt gerne Winston-Churchill-Witze und bezeichnet sich als Hofnarren. Nach Stationen in Köln, Oxford und Mannheim leitet Starökonom Clemens Fuest heute das Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München, besser bekannt unter dem Namen Ifo-Institut. Daneben sitzt er im wissenschaftlichen Beirat des Bundesfinanzministeriums. Fuest hat mir erzählt, wie er die 16 Jahre Merkel im Rückblick sieht, warum das von Olaf Scholz versprochene stabile Renteneintrittsalter „Quatsch“ ist, Armin Laschet kein klares Profil hat und ihn ein Verbot des Verbrennungsmotors an die Planwirtschaft erinnert. Und Fuest skizziert auch sein persönliches Sofortprogramm, wenn er Kanzler werden würde. Zehntausende hoch Qualifizierte verlassen jährlich das Land – um die Karriere zu beschleunigen, Spitzenforschung zu betreiben oder der Steuer wegen. Am meisten profitiert, wer den Exit gut vorbereitet. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/goodbye-deutschland-anleitung-zum-auswandern/27638760.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
9/24/202159 minutes, 52 seconds
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Viessmann-Chef: „Die Politik schenkt denjenigen Gehör, die am lautesten sind“

Mitten im Wahlkampf wollte niemand zur Zielscheibe für Fridays for Future werden. Doch inzwischen dämmert vielen die Erkenntnis, dass die Klimaziele nicht zu schaffen sind – falls es in dem bisherigen Tempo weitergeht. Die Wende benötigt Unmengen von grünem Strom und Wasserstoff. Beides gibt es in absehbarer Zeit noch nicht, die Erzeugung von erneuerbaren Energie stößt auf zu viel Widerstand und zu viel Bürokratie. Noch produziert Deutschland also viel zu viel CO2 – und das nicht nur im Verkehr, sondern auch im größtenteils unsanierten Gebäudebereich. 45% des CO2-Ausstoßes stammen allein aus dem Wärmesektor, alte Öl-Heizungen gehören zu den großen Klimakillern. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er liebt Motocross und schreibt gerne Briefe an fiktive Töchter. Er glaubt, dass der Mittelstand in Berlin zu wenig gehört wird und freut sich, wenn seine Angestellten die Kunden in Klima-Workshops durch die Wüste laufen lassen. Max Viessmann ist der Spross der gleichnamigen Heizungsdynastie und führt als Co-CEO eine Unternehmungsgruppe mit 2,8 Milliarden Umsatz und über 12.000 Mitarbeitern. Er erzählt mir, dass die Stärke des Mittelstands in der Veränderungsfähigkeit liegt, wie er mit seinem Vater zusammenarbeitet – und kritisiert, dass die Politik „denjenigen Gehör schenkt, die am lautesten sind“. Hier geht es zu unserer aktuellen Titelgeschichte: Die Bundesrepublik steht vor einer Richtungswahl: Noch mehr Umverteilung – oder Leistungsanreize? So oder so aber bleibt Deutschland ein Hochsteuerstandort. Viele versprochene Steuerentlastungen sind zu gering, und selbst deren Finanzierung ist unklar. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/steuern-runter-wers-glaubt-lohnt-sich-leistung-nie-mehr/27616658.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
9/17/20211 hour, 6 minutes, 41 seconds
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Hugo-Boss-Chef Grieder: „Ich bin nicht so ein Modemensch“

Teure Stoffe sind das Kerngeschäft meines Gastes – und das ist in der Coronakrise nicht leichter geworden. Sie hat den Dresscode für Männer nachhaltig verschoben. Schon vor der Pandemie galten Anzüge, Krawatten und rahmengenähte Budapester als Insignien einer abtretenden Generation. Die Herde der Silicon Valley-Jünger trug als Erkennungsmerkmal viel lieber weiße Turnschuhe. Und dann kam Corona und die Kleidungs-Koordinaten für den Mann gerieten erst recht ins Rutschen. Keine Geschäftsreisen mehr, keine Sitzungen mehr, nur noch Homeoffice. Plötzlich liegt der Griff zur Jogginghose selbst für den gestandenen Manager näher als der Gang zum Herrenausstatter. Bequem statt Boss. Das weiß auch Daniel Grieder. Er ist in Washington geboren, verkaufte mit 14 Jahren Wunderseife aus Brasilien, war Azubi in einem Warenhaus und scheuchte als Hauptmann der Schweizer Armee Soldaten durch den Schlamm. Statt Golf zu spielen, steht er lieber in der Boxengasse der Formel 1 rum oder verbringt in Monaco ein Yacht-Wochenende mit Designerlegende Tommy Hilfiger, dessen Modelabel er bis vor kurzem als CEO geführt hat. Jetzt soll Grieder die deutsche Anzugfabrik Hugo Boss entstauben und deren Prokuristenuniformen wieder an die Weltspitze führen – inklusive neuer Frauenlinie. Er hat mir erzählt, was Karl Lagerfeld falsch gemacht hat, welche Frauen Hugo Boss tragen sollen, was seine Söhne zu seinem Jobwechsel sagten – und wie er eine europäische Plattform für Premiummarken aufbauen will. Spoiler: Das Vorbild heißt LVMH. Zum neuen E-Mobility-Podcast „High Voltage“ kommen Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/high-voltage/ Hier geht es zu unserer aktuellen Titelgeschichte: Die Preise für Immobilien steigen weiter, das Angebot ist knapp, und Kredite sind noch günstig. Bei immer mehr Interessenten macht sich Torschlusspanik breit. Doch nur wenn Käufer klug finanzieren und häufige Fehler vermeiden, kann sich der Traum vom Eigenheim erfüllen. https://www.wiwo.de/my/finanzen/immobilien/der-traum-vom-eigenheim-torschlusspanik-auf-dem-immobilienmarkt/27595256.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
9/10/202159 minutes, 19 seconds
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Schaeffler-Chef Rosenfeld: „Ich glaube, dass Musiker die besseren Manager sind“

Die deutsche Autoindustrie steckt in der größten Transformation ihrer Geschichte. Die jüngst verschärften Klimaziele beschleunigen den Totalumbau gar noch. Egal ob VW, Daimler oder BMW, alle werfen nun immer neue Elektro-Modelle auf den Markt. Die Autobauer sind in den Angriffsmodus übergangen, die Schockstarre nach dem Tesla-Aufstieg scheint überwunden. Vom Untergang redet heute keiner mehr – außer bei den Zulieferern. Nicht alle schaffen die Wende. Manche erhalten jetzt gar Staatshilfe, obwohl sie keine Strategie haben. Vermutlich werden am Ende nur die ganz Großen überleben. Und hier kommt Klaus Rosenfeld ins Spiel. Er gibt beim Triathlon den harten Hund, trinkt gerne Tee mit Wladimir Putin und seine Feinde nennen ihn den Kardinal Richelieu der deutschen Wirtschaft. Er stieg schon im zarten Alter von 35 Jahren zum Finanzvorstand der Dresdner Bank auf und wechselte mitten in der Finanzkrise als CFO zum hochverschuldeten Pleitekandidaten Schaeffler. Dort arbeitet er noch immer, inzwischen als CEO eines der größten Familienunternehmen der Welt mit über 12 Milliarden Umsatz und rund 80.000 Mitarbeitern. Im Podcast erzählt er mir, was der Automobilzulieferer Schaeffler tut, um beim Thema E-Mobilität aufzuholen, wie er mit der chinesischen Konkurrenz umgeht und was sein größter Traum mit einer Stradivari zu tun hat. Hier geht es zu unserer aktuellen Titelgeschichte: Die deutsche Industrie hat den Tesla-Schock überwunden und eine Jahrhunderttransformation Richtung nachhaltige Mobilität eingeleitet. Doch nicht alle werden es schaffen. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/auto/iaa-2021-muenchen-das-comeback-von-autoland/27572354.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] *** Abonnieren Sie jetzt den Fidelity Kapitalmarkt Podcast. https://www.fidelity.de/themen-maerkte/newsroom/podcast/ Kapitalmarkt-Stratege Carsten Roemheld beleuchtet u.a. mit externen Gästen und Experten die Märkte und liefert spannende Insights. Erfahren Sie, wie die aktuellen Entwicklungen an den Märkten laufen und was die Kurse gerade bewegt. Ein must have für alle Anlegerinnen und Anleger.
9/3/202156 minutes, 23 seconds
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GetYourGuide-Chef Reck: „Wir werden von TripAdvisor und Tui kopiert“

Es ist schon 30 Jahre her, aber ich erinnere mich noch genau. Mit Freunden machten wir in Costa Rica einen Ausflug auf eine Insel. Das Motorboot hatte sehr viel Patina, die Schwimmwesten Placebo-Charakter und mindestens zweimal machte ich in Gedanken mein Testament. Damals kam der Tipp für das Abenteuer vom Vermieter unseres Bungalows. Heute liefern das Apps, die auf die Buchung von Ausflügen spezialisiert sind – und die schlimmsten Angebote aussortieren. Johannes Reck stammt aus einer risikoaversen Juristendynastie, wollte mal Hirnforscher in der Schweiz werden, zettelt gerne Streit mit Google an und hätte als Bundeskanzler in der Coronakrise am liebsten die Handydaten aller Deutschen überwacht. Reck ist Mitgründer und CEO von GetYourGuide, einer Buchungsplattform für Reiseerlebnisse, die inzwischen mehr als eine Milliarde Euro wert ist. Der Corona-Lockdown traf die Firma wie eine Frontalkollision, trotzdem hat sie überlebt. Prominente Investoren wie Softbank oder der Singapurer Staatsfonds Temasek glauben an Recks Truppe – und den Geldregen eines Börsengangs. Falls er denn rechtzeitig kommt. Denn Konkurrenten wie Tripadvisor, Tui oder Google holen schnell auf und kopieren gerade das Geschäftsmodell von GetYourGuide. Reck hat mir erzählt, warum er glaubt, technologisch besser zu sein, welche politischen Fragen er kürzlich mit Armin Laschet diskutiert hat – und wie er dank seines Vaters schon als Teenager die Nähe zur Macht erlebte. Spoiler: Es hat etwas mit Helmut Kohl und der Telekom zu tun. Hier geht es zu unserer aktuellen Titelgeschichte: Kryptowährungen polarisieren die Finanzwelt. Dabei bieten Investments in den Megatrend enorme Chancen – sofern es Anleger richtig machen. https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/verheissungsvolle-kryptowaehrungen-sind-bitcoin-und-co-das-neue-gold/27550410.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
8/27/20211 hour, 5 minutes, 33 seconds
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Infineon-Chef Ploss: „Ein Nerd bin ich nicht“

Perfekte Lieferketten und volle Regale sind die Symbole des globalisierten Kapitalismus. Mangelwirtschaft kannten wir bis vor kurzem nur noch aus TV-Dokumentationen über den real existierenden Sozialismus. Da standen etwa die Menschen in der DDR endlos Schlange vor leeren Einkaufshallen oder freuten sich über den fahrbaren Plastikbomber Trabant, den sie zehn Jahre zuvor bestellt hatten. Doch seit Ausbruch der Coronakrise ist das Gespenst der Mangelwirtschaft wieder allgegenwärtig. Zuerst stornierte die Weltwirtschaft letztes Jahr reihenweise Aufträge. Jetzt bestellen plötzlich alle gleichzeitig. Die Folgen sind bekannt: Rohstoffpreise explodieren, die Logistik ist überfordert und für systemrelevante Bauteile stehen jetzt die Industriemanager Schlange. Vor allem Chips für Autos, Kreditkarten oder Kaffeemaschinen sind das große Problem. Reinhard Ploss amüsiert sich gerne mit Modellbau-Flugzeugen und findet, dass die Deutschen im internationalen Standortwettbewerb den Datenschutz nicht so eng sehen sollten. Er gehört heute zu den Schlüsselfiguren im globalen Chip-Monopoly. Seit beinahe zehn Jahren ist er CEO des deutschen Halbleiter-Herstellers und Dax-Konzern Infineon. Im Podcast erzählt er mir, warum sein Sohn sein bester Kommunikationsberater ist, die Preise für Chips steigen werden – und was er von den Fördermilliarden für neue Halbleiterfabriken hält. Hier geht es zu unserer aktuellen Titelgeschichte: https://www.wiwo.de/my/politik/konjunktur/notenbanken-die-neue-weltmacht/27532146.html (wiwo+) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
8/20/20211 hour, 2 minutes, 28 seconds
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Creditplus-Chefin Rudack: „Mit zwölf habe ich Marx gelesen und fand den Kommunismus ganz toll“

Tja, die Deutschen sparten noch nie so viel wie in der Corona-Krise. Der Lockdown legte weite Teile des Konsums lahm, ließ die Sparquote ansteigen – und bremste den Bedarf an Konsumentenkrediten. Der Kaufrausch auf Pump war plötzlich nur noch ein Räuschchen. Dennoch ist das Geschäft für Verbraucherschützer ein rotes Tuch. Sie fordern gründlichere Prüfungen der Bonität, die Banken wollen dagegen die Kredite noch schneller vergeben können. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie hat türkische Wurzeln, wäre am liebsten Pilotin oder Physikerin geworden, finanziert ihre Familien-Reisen mit Börsengewinnen und will gerne die Beste sein. Belgin Rudack gehört zu den wenigen Frauen im deutschen Banking, die es bis in die Chefetage geschafft haben. Sie ist die Vorstandsvorsitzende der Konsumentenkreditbank CreditPlus, einer Tochter des französischen Finanzkonzern Crédit Agricole. Im Podcast erzählt sie mir, wie ihr Vater sie von der Schwärmerei für den Kommunismus heilte, was sie mit Elon Musk und Jeff Bezos gemeinsam hat und wie sie sich als Frau in einer Männer-Domäne durchsetzt. Hier geht es zu unserer aktuellen Titelgeschichte: Klimaschutz wird zum globalen Milliardengeschäft. Wer in die Unternehmen mit den innovativsten Technologien investiert, sichert sich hohe Renditechancen. Eine exklusive Auswahl. https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/-anlagechance-klimaschutz-die-20-besten-aktien-fuers-gruene-gewissen/27505238.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
8/13/20211 hour, 1 minute, 5 seconds
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Ex-EU-Kommissions-Präsident Juncker: „Wir müssen unser Verhältnis zu Russland und China neu sortieren“

Die Briten sind ausgestiegen, die Schweizer wollen nicht einsteigen und der Rest macht gemeinsam Schulden, um sich nach der Coronakrise mit einem 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbau-Paket zu sanieren. Die Europäische Union polarisiert wie selten zuvor. Den einen ist sie zu mächtig, zu undurchsichtig und zu teuer, den anderen gilt sie als zahnlos und handlungsunfähig. Brüsseler Bürokraten sind für manche die Erfinder absurder Regulierungen, während die anderen wissen, dass meist Lobbyisten aus den Mitgliedsstaaten dafür verantwortlich sind. Und einer dritten Gruppe fehlt in Europa schlicht die Liebe füreinander. Der ehemalige Luxemburger Premier Jean-Claude Juncker war von 2014 bis 2019 Chef der EU-Kommission. Er ließ seinen Hund mit einem deutschen Kanzler kämpfen, nennt einen Regierungschef auch mal Diktator und hält Angela Merkel für ein Gesamtkunstwerk. Im Podcast erzählt er mir, warum die EU nicht härter gegen Viktor Orbán vorgeht, womit er Donald Trump verblüffte und wie er die langen Nächte rund um den Brexit erlebte. Hier geht es zu unserer aktuellen Titelgeschichte: Tim Cook hat in zehn Jahren als Apple-Chef mit beispielloser Härte eine gigantische Geldmaschine geformt. Nur die Kartellbehörden könnten den Quasimonopolisten noch ausbremsen – und China. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/it/apple-die-raubtier-kapitalisten/27484692.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
8/6/20211 hour, 1 minute, 31 seconds
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Siemens-Chef Busch: „Ich habe keine Angst um unser China-Geschäft“

Dieser Konzern gehört zu Deutschland, wie das Bier zu Bayern. Für Ingenieure ist er sowas wie der Vatikan, der Chef gilt als Papst der Homo Fabers. Bis vergangenen Februar stand Joe Kaeser an der Spitze von Siemens. Er zerlegte den Konzern, liebte den großen Auftritt, twitterte was das Zeugs hielt und attestierte seinem Nachfolger viel Hubraum im Hirn. Roland Busch ist der neue CEO von Siemens und der Gegenentwurf seines Vorgängers. Er ist ein waschechter Physiker, gilt als Aktenfresser, spielt lieber Gitarre als zu twittern, heiratet gerne um sieben Uhr morgens und würde nie Fridays for Future in den Aufsichtsrat holen wollen. Busch will jährlich bis zu sieben Prozent Wachstum schaffen und Siemens zu einer Art Software-Company umbauen. Er erzählt mir, warum er nicht glaubt, zwischen China und den USA wählen zu müssen, was ihn von Joe Kaeser unterscheidet und wieso noch ambitioniertere Klimaziele das System überfordern könnten. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
7/30/20211 hour, 5 minutes, 3 seconds
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Würth-Chefs Bettina Würth und Robert Friedmann: „Wir müssen irgendwie miteinander auskommen“

Keine Frage, das Leben von Unternehmerfamilien schreibt die besten Geschichten. Hinter den Kulissen milliardenschwerer Imperien spielen sich mitunter filmreife Dramen ab. Es geht um Egos, Eifersucht, Intrigen, viel Geld oder schlicht um die Sorge, sein Lebenswerk zu verlieren. Übermächtige Patrons, die nächste Generation und familienfremde Manager bilden mitunter eine explosive Mischung. Doch manch knorriger Patriarch erzeugt durch viel Reibung am Ende doch noch genügend positive Energie. Bettina Würth ist die Tochter von Reinhold Würth, der aus einer Zwei-Mann-Schraubenhandlung den Weltmarktführer für Befestigungstechnik mit über 14 Milliarden Euro Umsatz aufbaute. Nach einer Rebellionsphase im Münchner Latzhosen-Exil stieg Bettina Würth beim Vater in der Firma ein und leitet heute den Vorsitz des Beirats. Robert Friedmann hatte schon immer eine Schwäche für Familienunternehmen, schaute früher am liebsten von Lindau aus über den Bodensee Richtung Schweiz und stellt bei Pressekonferenzen gerne mal Feuerlöscher auf den Tisch. Seit 2005 ist er Sprecher der Konzernleitung. Wir sprechen in dieser Folge darüber, wie sie den Konzern gemeinsam in die Zukunft führen möchten. Ich erfahre, dass Bettina Würth ihren Kollegen zunächst etwas „geschleckt“ fand, sich daraus aber ein geschwisterliches Verhältnis entwickelte, warum sie die Frauenquote für „absolut doof“ hält und wie Robert Friedmann als Außenstehender unter dem Unternehmens-Übervater arbeitet. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Um neue Klimaziele zu erfüllen, braucht das Land viel mehr grüne Energie. Doch Bürokratie und Proteste blockieren den Ausbau. Strom wird zum Luxusgut – und der Industrie droht der Blackout. Denn steigende Strompreise belasten die Wirtschaft – und sind ein Alarmzeichen für die politisch verschleppte Energiewende. Ohne einen entschlossenen Ausbau der Erneuerbaren, der Netze und Trassen wird Ökoenergie zu einer Mangelware. Deutschland riskiert seine Deindustrialisierung. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/low-voltage-mangelware-oekostrom/27442692.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
7/23/20211 hour, 3 minutes, 25 seconds
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Kärcher-Chef Jenner: „Wir haben unsere eigenen Gesetze gemacht“

Was blieb dem Menschen im abgelaufenen Lockdown anderes übrig als sich im Zwangs-Cocooning neben netflixen und kochen mit putzen abzulenken. Vor den Deutschen war kein Schmutz mehr sicher. Reinigen war plötzlich nicht mehr gleichbedeutend mit namenlosen Putzkolonnen, die nach Feierabend ihre Kreise ziehen. Reinigen war plötzlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen und wird dort auch bleiben. Für die Hochdruckvariante gibt es im Duden sogar ein eigenes Wort. Womit wir bei meinem Gast wären. Der Mammut-Christus in Rio de Janeiro verdankt ihm sein frisches Aussehen und ein Hollywood-Star gehört zu seinen besten Kunden. Hartmut Jenner hält nichts von Arbeitgeberverbänden oder Gewerkschaften – und entspannt sich am liebsten beim Kehrmaschinen-Fahren von seinem Job als Vorstandsvorsitzender der Kärcher-Gruppe, dem schwäbischen Weltmarktführer für Reinigungsgeräte mit einem Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro. Jenner erzählt mir, warum Putzkolonnen bald vom Roboter abgelöst werden, was er von Notenbanken hält, wo die Hygienestandards am höchsten sind (Spoiler: Nicht in Deutschland!), wie er auf Langstreckenflügen Mitreisenden Kärcher-Produkte verkauft – und warum sein eigener Weinberg wichtig für die Kundenakquise ist. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Sie gründen und machen schnell wieder Kasse. Geld interessiert sie nur, wenn es etwas verändert. Sagen sie. Doch es gibt Zweifel, wie nachhaltig das Wirken der jungen Reichen wirklich ist. https://www.wiwo.de/my/erfolg/management/junge-multimillionaere-das-denken-der-neuen-superreichen/27422194.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
7/16/202141 minutes, 41 seconds
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Porsche-Chef Blume: „Ich habe großen Respekt vor Elon Musk“

Mein Gast in dieser Folge reitet mit einer deutschen Ikone auf einer Erfolgswelle. Er ist der leise Macher, schafft den Halbmarathon in eineinhalb Stunden, verzichtet schon mal auf einen lukrativen Vorstandsposten und liefert im Volkswagen-Konzern den größten Ergebnisbeitrag. Porsche-Chef Oliver Blume gilt als Gegenentwurf zur Generation Dieselskandal, nett und teamorientiert statt laut und skrupellos, beinahe schon spießig und soft, meinen manche. Andere sehen ihn als natürlichen Nachfolger von Konzernchef Herbert Diess. Blume erzählt mir, warum er zu Hause nichts zu sagen hat, seine Töchter nicht auf Autos stehen, er das kroatische E-Sportwagen-Start-up Rimac so toll findet, wie der VW-interne Chipbasar funktioniert – und was es mit der shitstorm-verdächtigen Farbe Frozen Berry auf sich hat. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Die Verkäufe von Elektroautos legen kräftig zu, der Klimagipfel der EU dürfte das Ende des Verbrenners beschleunigen. Aber taugen die neuen Modelle schon für den Alltag? Und können die deutschen Autobauer auch Elektro? Antworten liefert der E-Auto-Check von WirtschaftsWoche und ADAC. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/auto/check-von-wiwo-und-adac-der-grosse-e-auto-test/27402020.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
7/9/202154 minutes, 14 seconds
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Trade-Republic-Gründer Hecker: „Wir müssen endlich offen und ehrlich über die Rentenlücke sprechen“

Die „Generation Aktie“ sucht an den Finanzmärkten ihr Glück. Was bleibt ihr auch anderes übrig. In Zeiten von Nullzins und steuergeldgestützten Rentensystemen sind Aktien die einzige Alternative zu Altersarmut – vorausgesetzt man legt sein Geld überlegt an und verzockt es nicht mit windel.de-Papieren. Hier kommt Christian Hecker ins Spiel. Er hat Philosophie, Kunstgeschichte und BWL studiert, vergleicht seine Firmenidee gerne mit der Erbauung des Doms in Florenz und hält Sparen für ein demokratisches Grundversprechen. Hecker ist der Mitgründer des Fintechs Trade Republic, das mit einer Bewertung von über vier Milliarden Euro zu den wertvollsten Start-ups Europas gehört. Er hat mir erzählt, was man als Sohn eines Gebrauchtwagenhändlers lernt, wie ihm sein Fußballtrainer eine sehr schlechte Geldanlage andrehte und warum seine Trading-App nicht süchtig macht, obwohl das alle behaupten. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Im September steigen mindestens zehn Unternehmen in die erste Börsenliga auf. Zugleich soll der Dax nach dem Wirecard-Skandal transparenter, repräsentativer und digitaler werden. Das gelingt leider nur zum Teil. https://www.wiwo.de/my/finanzen/boerse/erste-boersenliga-dax-40-die-ganze-wahrheit-ueber-den-neuen-leitindex/27381136.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
7/2/202156 minutes, 2 seconds
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Oliver Bäte (Allianz) über Corona als Systemrisiko | Vermögenssteuer | Altersvorsorge | Klimaschutz

Oliver Bäte bezeichnet sich gern einmal als Bundeskanzler seiner Firma, findet sein Millionen-Gehalt angemessen, zahlt nur gerne Steuern für etwas, das funktioniert, und hält nichts von der Politik des billigen Geldes der Notenbanken. Er wurde einst bei der Unternehmensberatung McKinsey geschliffen und schleift heute als CEO der Allianz den größten Versicherungskonzern Europas. Gerade stampft er weltweit hunderte verschiedene IT-Systeme und Produkte ein und produziert so viel Gewinn wie kein anderer DAX-Konzern-Chef. In dieser Folge findet er klare Worte zu Politikern („Münchhausen erlebt gerade eine Renaissance“), die gern „niedliche Begriffe wie Rentenzuschuss“ benutzen – obwohl es viele, viele Milliarden sind, die der Staat in ein politisch überstrapaziertes Rentensystem pumpen muss. Bäte legt sich sogar mit den Lehrern an: Er will sie leistungsorientiert bezahlen: „Ich finde es nicht gut, wenn man irgendwo eingestellt wird und dann schlafen gehen kann – egal, ob man etwas tut, oder nicht“, sagt er. Das gelte natürlich nicht für alle Lehrer. Hinweis: Leider kam es beim Gespräch mit mit Oliver Bäte zu technischen Schwierigkeiten, weswegen die Sendung nicht unseren üblichen qualitativen Ansprüchen gerecht wird. Ich bitte um Entschuldigung. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Lidl setzt nach langer Aufholjagd zum Überholen des Branchenprimus an – bremst sich aber jetzt mit einem Machtkampf selbst aus. Aldi kontert mit teuren Manövern in Frankreich, den USA und China. Wer macht das Rennen? https://www.wiwo.de/my/unternehmen/handel/lebensmitteldiscounter-das-ueberholmanoever/27357500.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
6/25/20211 hour, 3 minutes, 46 seconds
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Michael Zahn (Deutsche Wohnen) über Fusion mit Vonovia | Wohnungsnot | Immobilienmarkt

Michael Zahn gilt als architektur- und kunstbegeistert, bewunderte früher mal einen linken Politikstar und sitzt jetzt im CDU-Wirtschaftsrat. Er ist der CEO des Berliner Dax-Konzerns Deutsche Wohnen und bald nicht mehr die Nummer eins der Nummer zwei, sondern die Nummer zwei der Nummer eins, hinter Vonovia-Chef Rolf Buch. Zahn hat mir erzählt, dass seine Firma kein Hai, sondern ein zahnloser Tiger ist, was der Milliardendeal für sein Privatvermögen bedeutet, warum es in Deutschland Wolkenkratzer braucht – und wie er sich einst mit ehemaligen Parteibonzen aus der DDR anlegte. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Chinesen kaufen gern deutsche Autos – und umgekehrt? Das wird sich bald zeigen. Denn zahlreiche chinesische Autobauer greifen mit Elektromodellen in Europa an. Sie kommen mit viel Kapital, frischen Vertriebsideen – und vor allem als unschlagbar günstige Technologieführer. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/auto/die-neuen-angstgegner-chinas-e-autobauer-greifen-an/27294274.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
6/18/202158 minutes, 42 seconds
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Bert Flossbach (Flossbach von Storch) über grüne Geldanlage | Nachhaltigkeits-Rankings | Frugalisten

Früher nannte er sich Börsenfuchs und traf seinen späteren Geschäftspartner erstmals im Aktienseminar an der Kölner Uni im Raum 110. Heute verwaltet ihre Firma als unabhängiger Vermögensverwalter für die Superreichen (die dieses Jahr schon wieder reicher geworden sind) rund 70 Milliarden Euro. Bert Flossbach, Mitgründer und Vorstand von Flossbach von Storch, gehört zu den prominentesten Finanzmarktexperten des Landes, stellt sich mit seinen Thesen gerne gegen den Trend und prophezeit der Finanzbranche ihren eigenen Dieselskandal. Er erzählt mir, wie fragwürdig Nachhaltigkeits-Ratings sind, warum er keine europäischen Bankaktien kauft, was Geld für ihn bedeutet – und wie er mit einer App versucht zu verstehen, was seine Frau im Garten anpflanzt. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Der Klimaschutz ruiniert uns!* *Wenn er falsch gemacht wird. Das anspruchsvollste Projekt der jüngeren Wirtschaftsgeschichte wird auch das teuerste, wenn die Politik zu viele Fehler begeht. Dabei muss Klimaschutz weder Jobs noch Wohlstand kosten. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/wirtschaftsstandort-deutschland-der-klimaschutz-ruiniert-uns/27272204.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
6/11/20211 hour, 5 minutes, 37 seconds
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Karl Gernandt (Kühne Holding) im Gespräch: Globalisierung und Corona | Einstieg bei Hapag-Lloyd | Unternehmertum

Nach den USA und China bahnt sich nun in Europa der Post-Corona-Boom an. Die Gewinne der Logistikkonzerne explodieren, die Frachtraten für die Containerschiffe liegen im dreistelligen Prozentbereich über Vorjahr. Das Geschäft beherrschen wenige Giganten wie etwa die weltweit fünftgrößte Reederei Hapag-Lloyd und der weltweit drittgrößte Logistikriese Kühne + Nagel. Womit wir bei meinem Gast wären. Er kauft gerne alte Maseratis, bekam einst bei Schalke04 Stadionverbot und auf seine Haustür in Hamburg schrieb mal einer „Die Kapitalistensau“. Karl Gernandt ist als Chef der Kühne Holding eine der Schlüsselfiguren im internationalen Transportgeschäft und Verwalter des milliardenschweren Logistik-Königs Klaus-Michael Kühne. Gernandt bezeichnet sich gerne als das wirtschaftliche Gewissen des knorrigen 83-Jährigen – auch wenn er in dessen Auftrag viele Millionen Euro im Fußball verbrennen musste. Er erzählt mir, wie riskant damals der Kauf der Hapag-Lloyd-Beteiligung mitten in der Finanzkrise war, warum der Ausbruch der Pandemie die ganze Kühne-Gruppe in eine Sinnkrise stürzte – und wie er privat mit dem Einstieg in die Weltmeisterschaft der Classic Cars kläglich scheiterte. Spoiler: Die Geschichte dreht sich um alte Formel 1-Wagen von Alfa Romeo… Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Nach dem Coronaschock steigt die Nachfrage, zudem treibt staatliche Regulierung die Preise. Die Zentralbanken aber pumpen ungebremst weiter – und keiner weiß, wie sie das Geld wieder reinholen wollen. https://www.wiwo.de/politik/deutschland/balzli-direkt-jens-spahn-sollte-variabel-verguetet-werden/27247676.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] WirtschaftsWoche Chefgespräch Live: Der Realitätscheck für Energie- und Automobilwirtschaft. Zur Anmeldung geht es hier entlang: wiwo-chefgespraech.streamtlive.de
6/4/20211 hour, 4 minutes, 55 seconds
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Kik-Chef Zahn: „Wir werden Recht bekommen, weil es Willkür ist“

Die Coronakrise scheint langsam ihren Schrecken zu verlieren. Die Impfkampagne rollt, die Inzidenzzahlen sinken, die Reisebuchungen steigen und im Biergarten wird wieder gefeiert. Nur in den Chefetagen der Einzelhändler herrscht Tristesse statt Dolce Vita. Patrick Zahn, CEO der Tengelmann-Tochter Kik, ist in Südafrika geboren und lernt seine Frau beim Feldhockey kennen. Er liebt erfolglose Fußballclubs, lustige Kölner Karnevals-Uniformen, aber keine Finanzminister. Olaf Scholz hält er für einen sozialistischen Blockadepolitiker. Der Textildiscounter Kik gehört mit über zwei Milliarden Euro Umsatz und über 3000 Filialen in ganz Europa zu den Giganten der Branche. In dieser Folge erzählt er mir, warum sein Sohn beim Sport kein Kik-Leibchen trägt, wie er zum Lieferkettengesetz steht und wie wütend er über die „willkürlichen“ Schließungen im Handel ist. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Durch die Übernahme der Deutschen Wohnen baut Rolf Buch Europas größten Wohnungskonzern. Doch das macht den Vonovia-Chef abhängig vom Regulierungseifer der Politik. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/dienstleister/uebernahme-von-deutsche-wohnen-megavermieter-vonovia-das-feindbild/27225938.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
5/28/202147 minutes, 10 seconds
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Hansgrohe-Chef Kalmbach: „Unsere Preise steigen um fünf Prozent – wir bräuchten eigentlich mehr“

Die Rohstoffpreise steigen auf breiter Front. In den letzten Monaten hat sich zum Beispiel Messing um bis zu 40 Prozent verteuert, hat mir Hans Jürgen Kalmbach im Podcast Chefgespräch erzählt. Der CEO der Hansgrohe-Group kam gut durch die Coronakrise. Ein Gesetz behielt nämlich auch in der Hochphase der Pandemie unverändert seine Gültigkeit: My home is my castle. Das Zwangscocooning animierte die Deutschen zum Wettrüsten in den eigenen vier Wänden. Sie investierten in ein neues Bett, ein neues Sofa, einen neuen Esstisch und manchmal auch in ein nagelneues Badezimmer mit Armaturen von Hansgrohe. Kalmbach ist der Gegenentwurf eines globalen Businessnomaden und vielleicht Deutschlands sesshaftester CEO. Er ist im Schwarzwald geboren, lebt dort und arbeitet dort. Seine ganze Karriere dreht sich um den Porsche der Duschbrausen – und ein hartes Duell mit einer Firma, deren Name zum Verwechseln ähnlich klingt. Ich habe mich mit Kalmbach über wassersparende Technologien, die männliche Monokultur in seinem Vorstand, Dusch-Partys für Architekten und goldene Wasserhähne auf Luxusyachten unterhalten. Spoiler: Den spektakulärsten Auftrag bekam Kalmbachs Firma aus der Spielerhölle Macao. Aber hören Sie selber … Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
5/21/202157 minutes, 19 seconds
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BVG-Chefin Kreienkamp: „Jeder Fahrradfahrer ist genauso wertvoll wie ein ÖPNV-Nutzer“

Diese Woche springt für mich mein Kollege Christian Schlesiger ein. Er spricht mit Eva Kreienkamp, die als Nachfolgerin von Sigrid Nikutta seit 2020 die Berliner Verkehrsbetriebe leitet. Kreienkamp erklärt, wie sich die urbane Mobilität nach Corona entwickeln wird und wie sie die Hauptstadt-Busse auf Elektroantrieb umrüstet. Das komme der gesamten Republik zugute, glaubt sie. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
5/14/202136 minutes, 30 seconds
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Werder-Bremen-Chef Filbry: „Manche Investoren erwarten eine Rendite von 15 Prozent“

JP Morgan wollte mehrere Milliarden in eine neue Superliga mit zwölf europäischen Top-Klubs wie Barcelona und Liverpool pumpen. Nach einem Aufstand in der Fan-Gemeinde gegen das Kartell der Bonzen-Kicker sind die Pläne bereits wieder tot. Doch das große Geschäft bleibt das beherrschende Thema bei der schönsten Nebensache der Welt. Die einen stürmen trotz Geisterspielen in der Coronakrise voran, können astronomische Gehälter zahlen und legen für einen neuen Trainer schon mal eine Ablöse von rund 20 Millionen Euro auf den Tisch. Die anderen stolpern ins Abseits, weil sie weder von Scheichs, Staatsfonds oder klebrigen Energy-Drinks profitieren. Ohne große Sponsoren können sie nur noch auf Pump überleben. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären: Klaus Filbry saß bei Adidas für ein paar Jahre im Top-Management, heute muss er als Geschäftsführer von Werder Bremen den dienstältesten Bundesligaverein mitten im Abstiegskampf vor der Pleite retten. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie unterschiedlich das Sportgeschäft in den USA und in Europa ist, warum die Idee zur Super League von Kulturbanausen stammt, wie angeschlagene Fußballklubs mit dubiosen Investoren umgehen und ob sie sich mit der Ausgabe von Wertpapieren retten können. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Die Boston Consulting Group hat aus 2400 Papieren die besten Aktien herausgefiltert. Wer Aktionären die höchste Rendite bringt – und welche Papiere jetzt ein Kauf sind. https://www.wiwo.de/my/finanzen/boerse/2400-unternehmen-im-check-die-besten-aktien-der-welt/27164244.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected]
5/7/202149 minutes, 33 seconds
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Interpol-Generalsekretär Stock: „Das Darknet funktioniert wie die Gelben Seiten für Kriminelle“

Haben Sie schon mal den neugierig machenden Anhang einer Mail mit unbekanntem Absender angeklickt? Im schlimmsten Fall mussten Sie dann mitansehen, wie alle Daten auf der Festplatte weggefressen wurden. Um die wiederherzustellen, verlangen die Angreifer häufig Bitcoin. Diese Art der Erpressung durch Hacker hat sich zu einem Geschäft „im industriellen Ausmaß“ entwickelt, berichtet ein Mann, der es wissen muss: Interpol-Chef Jürgen Stock. Er erzählt außerdem, warum die Coronakrise ein Konjunkturprogramm für die Mafia ist – und wie die Hacker die Bitcoins wieder zu Geld machen. Dafür gibt es nämlich im Darknet spezialisierte Dienstleister, die die Geldwäsche übernehmen. Filmreife Kriminalität auf höchstem technischen Niveau. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: SAP-Vorstandschef Christian Klein steht vor der größten Herausforderung seiner Karriere: Er muss die Programme des Softwarekonzerns in die Cloud bringen und Netzwerke mit der Industrie aufbauen. So könnte er SAP zum Amazon der Maschinendaten machen. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/it/sap-vorstandschef-christian-klein-deutschlands-heimlicher-datengigant/27141944.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
4/30/202157 minutes, 19 seconds
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IfW-Präsident Felbermayr: „Sogar die Briten unter ihrem verrückten Premierminister kommen besser durch“

Man will diese spaßbefreite Pandemie endlich hinter sich haben. Doch danach sieht es leider nicht aus, im Gegenteil. Das hat auch viel damit zu tun, dass Deutschland Selbstzerfleischung offenbar besser kann als Krisenmanagement. Also fragen sich manche: Hat sich die weltweit viertgrößte Industrienation Deutschland in ein dysfunktionales System verwandelt, das sich auch noch zu hoch verschuldet? Zumindest korrigieren die Konjunkturforscher ihre Prognose für das laufende Jahr nach unten. Der Post-Corona-Boom ist erstmal verschoben. Der Aufschwung in China und den USA verhindert hier Schlimmeres – womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er stammt aus Oberösterreich, machte einen Abstecher nach Florenz und München. Heute fehlen ihm als Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft die Berge. Und das will er nun dringend ändern. Demnächst wechselt Deutschlands Top-Ökonom Gabriel Felbermayr auf den Chefposten des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts in Wien. Das ist also die perfekte Gelegenheit, um mit mir als Schweizer eine ökonomische Abschlussbilanz zu ziehen. Zwei Ausländer sezieren Deutschland. Wir sprechen über die deutsche Inzidenzhysterie, das Impfstoffdesaster, die Digitalwüste, Eigenverantwortung, Staatsgläubigkeit, das Programm der Grünen – und warum in engen Alpenländern längst nicht alles besser ist, vor allem nicht der Kungelei-Faktor. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Marketing, Vertrieb, Digitalisierung: Adidas-Chef Kasper Rorsted kopiert das große Vorbild Nike – und zementiert so die Rolle des ewigen Zweiten. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/handel/adidas-das-trauma/27119396.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
4/23/20211 hour, 5 minutes, 45 seconds
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dm-Chef Werner: „Das Hamstern war in Deutschland ausgeprägter“

Christoph Werner ging in eine Waldorfschule, wollte danach ausgerechnet Düsenjägerpilot werden und weiß inzwischen alles über das Psychogramm mancher Deutscher, die beim Hamstern von Toilettenpapier den Rest ihrer Würde verlieren. Er erfuhr im Südafrika-Urlaub von seiner Berufung zum CEO der Drogeriemarktkette dm, die mit mehr als 3500 Filialen und 60.000 Mitarbeitern Europas größtes Unternehmen in der Branche ist. Gegründet hat es sein Vater Götz Werner, der auch für den Kampf für das bedingungslose Grundeinkommen steht. Seinen Sohn beschäftigen derzeit andere Themen. Mit dem Krisenmanagement der Regierung kann er sich nicht anfreunden. Werner erzählt mir, warum Zentralisierung weder im Staat noch im Unternehmen die Lösung ist, was er von seinem Vater gelernt hat und wieso hier zu Lande Eigenverantwortung eine größere Rolle spielen sollte. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Rund um den Globus pumpen Investoren Unsummen in Lieferdienste wie Delivery Hero und Co. Doch Profite sind keine in Sicht – und nach der Corona-Sonderkonjunktur droht der Absturz. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/dienstleister/lieferando-delivery-hero-flaschenpost-endet-der-liefer-boom-als-milliardengrab/27096776.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ *** weitere Informationen zu WiWo 7 finden Sie hier: wiwo.de/meine-steuer
4/16/202156 minutes, 20 seconds
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Robotik-Spezialist Thrun: „China definiert ‚Weltmacht‘ neu“

Er ist der Hohepriester des positiven Denkens. Sebastian Thrun versuchte in der Schule ohne Hausaufgaben durchzukommen, entwickelte für Google das erste Roboterauto, lehrt an der Eliteuniversität Stanford künstliche Intelligenz, leitet mit Udacity die größte Online-Universität der Welt und führt den Flugtaxi-Bauer Kitty Hawk. Thrun gilt als der deutsche Star im Silicon Valley. Im Podcast erzählt er mir, was er mit seinem persönlichen Coach bespricht, wie er das Kanzleramt berät, wohin sein Flugtaxi zuerst fliegen wird – und warum es im Leben immer wieder einen free lunch gibt, obwohl das die Deutschen nicht wahrhaben wollen. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Nachhaltiges Investieren ist der neue Megatrend. Doch fragwürdige Kriterien für Umwelt- und Sozialverträglichkeit führen Anleger in die Irre – und diskriminieren viele Unternehmen. https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/ethische-geldanlage-die-fatale-boersenmoral/27077116.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ *** weitere Informationen zu WiWo 7 finden Sie hier: wiwo.de/meine-steuer
4/9/202146 minutes, 59 seconds
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DZ-Bank-CEO Uwe Fröhlich: „Wir alle werden durch jeden Tag Lockdown deutlich ärmer“

Seine beste Geldanlage war ein alter Porsche, an Weihnachten motiviert er seine Mitarbeiter gerne mit einer schrägen Kuchenback-Youtube-Show (inklusive Fake-Knusperhäuschen) und im Job hat er sehr viel Geld mit Wirecard verloren. Doch kaum einer weiß so gut er, wie es dem deutschen Mittelstand in der Coronakrise geht. Uwe Fröhlich ist der Co-CEO der DZ Bank, mächtiges Zentralinstitut der Genossenschaftsbanken und Deutschlands zweitgrößter Geldverwalter hinter der Deutschen Bank. Beinahe dreißig Prozent der Deutschen Spargelder liegen bei den unauffälligen Genossen. Fröhlich hat mir erzählt, warum sein Job eine Familientradition fortführt, welche Techtrends die Banken verschlafen haben, was der Bundesfinanzminister in seinen Augen falsch macht – und wie er den aktuellen Börsenhype beurteilt. Spoiler: Er glaubt nicht an einen baldigen Crash. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Mit ihren Eingriffen auf dem Immobilienmarkt erreichen Grüne, Linke und Koalitionspolitiker das Gegenteil von dem, was sie wollten: Das Angebot wird knapper, die Preise steigen. Mit der richtigen Strategie können Vermieter den Eingriffen wenigstens ausweichen. https://www.wiwo.de/my/finanzen/immobilien/vermieter-als-feindbild-kampfzone-immobilienmarkt/27056874.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
4/2/202155 minutes, 40 seconds
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100. Folge: „Erstaunlich, dass Deutschland so stark ist bei dem hohen Anteil von Missmanagement“

Ich wollte dieses kleine Jubiläum eigentlich verdrängen und so tun, als sei nichts geschehen. Doch man ließ mich nicht. Ich habe mich schließlich breitschlagen lassen, in meinem eigenen Podcast als Gast aufzutreten – oder besser als Bratwurst. Am Grill steht nämlich Einheizer und Kollege Sebastian Matthes vom Handelsblatt. Wir reden über eine ominöse Schuhschachtel voller Diamanten, meine Recherchen zu den herrenlosen Vermögen der Holocaust-Opfer, die berechtigte Kritik an den Medien – und warum die Schattenwirtschaft mich schon immer eigentümlich anzog. Außerdem sprechen wir darüber, was Deutsche und Schweizer voneinander lernen können. Übrigens hat Matthes herausgefunden, dass ich gar nie Chefredakteur werden wollte… Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Der dritte Lockdown und Staatsversagen bei Tests, Impfungen und Coronahilfen bremsen die Wirtschaft. China dagegen wächst wieder schnell, die USA stützen mit Billionen – doch können sie den deutschen Aufschwung retten? https://www.wiwo.de/my/politik/konjunktur/kollateralschaeden-der-krise-der-blockierte-boom/27038652.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
3/26/202140 minutes, 39 seconds
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FDP-Vorsitzender Lindner: „Eine Impfpflicht wage ich gar nicht zu diskutieren“

Petrol Head und Porsche-Groupie Christian Lindner hofft immer noch auf die synthetischen Kraftstoffe, damit der geliebte Sechszylinder in Zukunft weiterröcheln darf. Mit seiner Leidenschaft für den Verbrenner gilt der FDP-Chef in der Greta-Fraktion als toxisches Fossil, in jungen wirtschaftsfreundlichen Kreisen hingegen als letzte Hoffnung. Nach dem Absturz der CDU bei den Landtagswahlen in Mainz und Stuttgart spürt Lindners Truppe endlich wieder Rückenwind. Das hat viel damit zu tun, dass die Partei erstens trotz vieler Großverdiener keine Maskenaffäre zu beklagen hat, zweitens die Marktwirtschaft verteidigt und drittens am liebsten aus ganz Deutschland ein Tübingen machen möchte. Im Podcast erzählt mir Lindner, warum er bei aller Öffnungseuphorie das Virus nie verharmlosen würde, wie ihn das Coronamanagement der Bundesregierung fassungslos macht – und was sein größter Traum ist, den er in seinem Leben noch verwirklichen möchte. Spoiler: Es hat mit Pferdestärken zu tun – aus Fleisch und Blut. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Die Nachfrage nach Coaching wächst – und mit ihr das Angebot. Nun drängen auch noch kapitalstarke Digitalkonzerne auf den Markt. Doch überforderte Manager fragen sich, wie sie den richtigen Coach finden und wem sie vertrauen können. Zum Glück gibt es darauf Antworten. https://www.wiwo.de/my/erfolg/management/du-kannst-es-besser-der-milliardenkult-ums-coaching/27016024.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
3/19/202137 minutes, 35 seconds
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Iglo-Chefin Antje Schubert: „Bio-Tomaten aus Südspanien wachsen auf einer Plastikdecke in Substrat“

Was machen Eltern, wenn sie den Nachwuchs wegen Lockdown und Homeschooling in der Coronakrise besänftigen wollen? Sie kaufen Fischstäbchen. Die einzige Droge, die bei jedem Kind wirkt – und auch bei so manchem Erwachsenen. Bereits im vergangenen Sommer hatte ich hier mein Coming-Out als glühender Verehrer der panierten Glücklichmacher. Als Kind aß ich sie wie ein Staubsauger. Über solche Kindheitserinnerungen und anderes diskutierte ich damals mit einem ganz Großen der Szene, dem Frosta-Chef Felix Ahlers. Aber wie das so ist mit Leidenschaften, sie lassen einen nie los. Darum dreht sich in dieser Folge mit Iglo-Chefin Antje Schubert wieder fast alles um Fischstäbchen (und natürlich Spinat). Endlich kann ich klären, wer der Marktführer ist, wer eigentlich den Fisch mit Ecken erfunden hat und was Deutschlands berühmtester Käpt’n mit Diversity und einer karibischen Steueroase zu tun hat. Schubert erzählt mir auch, warum sie nicht auf den Bio-Trend setzt, wie sie Wölfe zu Veganern machen will – und wovon sie träumt. Spoiler: Es hat mit Kühen und Käse zu tun. Der Dax feiert neue Rekorde, doch die besten Börsenstrategen haben in den letzten drei Jahren mehr gewonnen. Das zeigt ein exklusives Ranking von 480 Geldmanagern. Hier verraten die Sieger ihre Anlagestrategien: Wie sie auf Inflationsangst und Börsenblasen reagieren – und welche Aktien sie jetzt kaufen https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/besser-als-der-markt-die-besten-boersenstrategien/26994308.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
3/12/202152 minutes, 2 seconds
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Curevac-Gründer Ingmar Hoerr: „Wir haben eine Art SAP für den Körper“

Ingmar Hoerr legt 1999 an der Universität Tübingen im Rahmen seiner Doktorarbeit eine Grundlage für die aktuelle Impfstoffforschung. Ein Jahr später gehört er zu den Mitgründern von Curevac – einer Firma, die nur dank zweier Milliardäre zwanzig Jahre lang ohne konkretes Produkt überlebt. SAP-Gründer Dietmar Hopp überzeugt Hoerr auf einem Golfplatz, Microsoft-Gründer Bill Gates „im Heizungskeller eines Pariser Hotels“. Vergangenen Frühling will dann angeblich Donald Trump die Firma kaufen, fantasiert das Bundeswirtschaftsministerium – und steigt selber ein. Ingmar Hoerr ist lange Zeit der CEO von Curevac, wechselt dann in den Aufsichtsrat und kommt im Frühling 2020 als CEO zurück. Kurz darauf erleidet er eine Hirnblutung, liegt in der Berliner Charité – und fühlt sich zeitweise so, als hätte ihn der KGB entführt. Er hat mir auch erzählt, warum sich Krebs ähnlich wie das Coronavirus besiegen lässt, wie er zusammen mit Elon Musk die Disruption der Pharmaindustrie plant – und warum keiner mehr mit ihm mitkommen will, wenn er auf der Ostsee segeln geht. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Seit Jahrzehnten beherrscht Ikea den deutschen Möbelhandel – nun nicht mehr. Online dominiert der Otto-Konzern, im stationären Handel XXXLutz, neue Nischenanbieter kommen hinzu. Doch die Schweden schlagen zurück. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/handel/kill-billy-im-moebelhandel-angriff-auf-ikea/26972608.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ *** Weitere Informationen zu unserem Werbepartner finden Sie unter: https://allianz-entwicklung-klima.de/kampagne?pk_campaign=Paid_Media_Campaign&pk_kwd=zebra_Chefgespräch_Podcast
3/5/202149 minutes, 1 second
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RWE-Renewables-CEO Dotzenrath: „Wir brauchen die Kernenergie nicht mehr“

RWE ist der zweitgrößte Ökostromproduzent der Welt und mit Solar- und Windkraftprojekten in zwanzig Ländern aktiv. Diese Woche hat mein Kollege Christian Schlesiger mit RWE-Renewables-Chefin Anja-Isabel Dotzenrath gesprochen. Im Podcast beklagt sie die schleppende Energiewende in Deutschland, lobt die Politik des britischen Premiers Boris Johnson – und erklärt, was Deutschland sich von ihm abschauen sollte. Außerdem hat Dotzenrath einen Investitionstipp für Bill Gates. Spoiler: Es hat nichts mit Atomenergie zu tun. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Die USA und Europa zittern sich noch durch die Krise – China geht schon wieder voran. Nacheifern, das war einmal. Den Westen abzuhängen ist das neue Ziel. Dabei zeigt ein Blick in die zehn wichtigsten Technologiefelder: China ist ehrgeizig – doch zur Panik besteht kein Anlass. https://www.wiwo.de/my/politik/ausland/china-die-ueberschaetzte-hightech-macht/26949766.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
2/26/202135 minutes, 22 seconds
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About-You-Gründer Tarek Müller: „Für kein Geld der Welt würde ich in den Staatsdienst gehen“

Seine Karriere beginnt im Teenageralter mit Wasserpfeifen und soll 2030 mit der Gründung einer Non-Profit-Organisation enden. Dazwischen fällt Tarek Müller auf chinesische Betrüger rein, startet mit einer Digitalagentur durch, gründet zusammen mit dem Otto-Konzern die Modeplattform About You und schafft es damit wohl ziemlich bald an die Börse. Die geschätzte Bewertung des Zalando-für-Junge liegt bei mehreren Milliarden Euro. Müller erzählt mir in dieser Folge, was er vom Kapitalismus hält, wie er später eine Partei gründen will – und warum sein Vater gelassen blieb, als er die Schule abbrechen wollte. Spoiler: Es hat mit Philosophie zu tun. Gründer gelten als mutig, Gründer sind Vorbilder, Gründer kann es nicht genug geben. Einst haben Sie das deutsche Wirtschaftswunder möglich gemacht. Heute sind sie die Weltmarktführer von morgen. Und der Staat unterstützt sie intensiver als viele denken. Doch reicht das? Fördert das Bildungssystem den Unternehmergeist? Sind die Standortbedingungen optimal? Ist genug Geld für die Start-ups da oder müssen die Besten am Ende alle in die USA flüchten? Wir von der Wirtschaftswoche starten deshalb eine neue Gründerzeit-Initiative. Wir wollen konkrete Antworten auf die drängendsten Fragen finden und natürlich neue Ideen. Wir werden die Gründerzeit mit Studien, einem Live-Event, interessanten Geschichten und noch interessanteren Interviewpartnern begleiten. Hier können Sie sich kostenfrei anmelden: https://anmeldung.me/gruenderzeit/ Und zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: Die neuen Gründer sind Deutschlands letzte Chance. Sie sichern mit avancierten Technologien die Industriejobs von morgen. Jetzt müssen nur noch Politik und Geldgeber mitspielen – sonst droht ihre Abwanderung. https://www.wiwo.de/my/erfolg/gruender/start-ups-silicon-valley-auf-deutsch/26926742.html (€) Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
2/19/202148 minutes, 7 seconds
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Opel-Chef Lohscheller: „Die Droge, das Volumen zu jagen – da sind wir raus“

Der Marktanteil von Opel kam vergangenes Jahr so richtig unter die Räder. Rückschläge gehören zur Geschichte der Rüsselsheimer. Sie stehen für eine der bekanntesten, traditionsreichsten, aber leider nicht immer erfolgreichsten Automarken. Jeder Popel fährt so einen, sangen einst die Prinzen. Umparken im Kopf, dichtete dazu die Werbeagentur Scholz & Friends – und Liverpools Trainerstar Jürgen Klopp behauptet jetzt: „Sie werden niemals alleine fahren“. Tatsächlich ist es auch mit den Alleingängen von Opel schon lange vorbei. Nach glücklosen Jahren im amerikanischen Mammutkonzern GM wurden die Rüsselsheimer für 1,3 Milliarden Euro an die französische Konkurrenz PSA weitergereicht. Seit Mitte Januar diesen Jahres gehört Opel zusammen mit rund einem Dutzend weiterer Marken zu Stellantis. Was wie eine Biermarke oder der Name einer Pizzeria klingt, steht für den hoffentlich galaktischen Zusammenschluss von PSA mit der Fiat Chrysler-Gruppe zum viertgrößten Autokonzern der Welt. Womit wir bei meinem Gast im Podcast wären. Michael Lohscheller ist passionierter Torwart und Marathonläufer und sitzt seit 2017 auf dem Chefsessel von Opel. Die Automarke ist endlich wieder profitabel, sagen seine Freunde. Sie droht künftig in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, sagen die anderen. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ Und zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier: Corona zum Trotz sind in den 50 größten Städten Haus und Wohnung erneut teurer geworden. Der Immobilienatlas nennt die besten Lagen, die besten Preise – und warum der Markt jetzt auch im Umland boomt. https://www.wiwo.de/26902608.html (€)
2/12/202144 minutes, 46 seconds
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Hapag-Lloyd-Chef Habben Jansen: „Piratenangriffe sind auch für uns ein Problem“

In dieser Folge geht es um eine bahnbrechende Erfindung eines Mannes, den kein Mensch kennt. Malcolm McClean kam in den Fünfzigerjahren auf die Idee, eine sechs Meter lang Kiste zu bauen. Sie ist maximal 24 Tonnen schwer und hat den Welthandel revolutioniert. Ohne Standardcontainer, dem Elementarteilchen der Globalisierung, ist moderner Handel nicht vorstellbar. Doch Corona hat das System förmlich gesprengt. Die Transportpreise auf den Containerschiffen explodieren. Mein Gast fühlt sich auf Schiffen nicht so wohl, führt aber als CEO von Hapag Lloyd die fünftgrößte Reederei der Welt. Rolf Habben Jansen und seine 13.200 Mitarbeiter betreiben 234 Containerschiffe und haben gerade für rund eine Milliarde zusätzlich sechs Mega-Liner gekauft. Wir sprechen über die Wut der Importeure, das angebliche Ende der Globalisierung – und die Angst, die er neuerdings um seine Schiffsbesatzungen hat. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter [email protected] Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ *** Weitere Informationen zu unserem Werbepartner finden Sie unter: https://allianz-entwicklung-klima.de/kampagne?pk_campaign=Paid_Media_Campaign&pk_kwd=zebra_Chefgespräch_Podcast
2/5/202138 minutes, 12 seconds
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DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta: „Das China-Geschäft auf der Schiene entwickelt sich exponentiell“

Sigrid Nikutta hat früher das verstaubte Image der Berliner Verkehrsbetriebe gedreht und macht jetzt einen der härtesten Jobs der Republik. Wegen der harten Konkurrenz auf der Straße gelten Güterbahn-Unternehmen schon in normalen Zeiten als betriebswirtschaftliche Himmelfahrtskommandos - in der Corona-Krise erst recht. Im Podcast erzählt sie Christian Schlesiger, wie sie führt, warum die europäische Kleinstaaterei Innovationen bremst und wie sie den Güterverkehr der Bahn wieder sexy machen will. Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
1/29/202139 minutes, 1 second
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ADC-Präsidentin Spengler-Ahrens: „Es gibt Kunden, die finden einen Shitstorm gut“

Die aktuellen Politspielchen sind eine reine Männerveranstaltung. Das ist eigentlich ziemlich aus der Zeit gefallen – aber kein Einzelfall. Auch in der Bundesliga der Werber herrscht das „Machobusiness“, sagt Dörte Spengler-Ahrens. Die Topwerberin der Agentur Jung von Matt ist als erste Frau zur Präsidentin des Art Directors Club gewählt worden. Die oberste Werberin Deutschlands zitiert gerne Heidi Kabel und liebt es, für einen Werbespot einem unschuldigen Pony Hair-Extensions ins Fell zu flechten (sie schwört, dass das Pony dabei glücklich war). Im Podcast erzählt Dörte Spengler-Ahrens, wie viel Provokation in der Werbung noch möglich ist, wie die Agenturen durch die Coronakrise kommen, wie sie Frauen fördern will und was ihre schlimmste Erfahrung mit einem Mann im Job war. Spoiler: Es geht um eine Vorstandssitzung und einen derben Spruch übers Kaffeekochen. Die ganze schockierende Wahrheit hören Sie in dieser Folge. Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
1/22/202148 minutes, 12 seconds
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Ariane-Deutschlandchef Godart: „Wir sind kein Dinosaurier, aber vielleicht ein Elefant“

Während Elon Musks SpaceX selbst für Abstürze bejubelt wird, verzögert sich der Start der neuen Trägerrakete Ariane 6 um beinahe zwei Jahre. Das ganze Projekt kostet fast vier Milliarden Euro – eine Milliarde mehr, als ursprünglich geplant. Pierre Godart kennt sich aus mit solch schwierigen Weltall-Missionen, bei denen einiges schiefläuft. Der gebürtige Franzose und Über-7000-Meter-Bergsteiger ist nämlich der Finanz- und Deutschlandchef der Arianegroup. Er gehört zu den Schlüsselfiguren im großen Weltall-Monopoly. Großmächte und Milliardäre wollen fremde Planeten erobern, mit Satelliten, Rohstoff-Abbau und Marstouristen schwerelos das große Geld verdienen. Bis 2040 soll das Volumen des Weltraum-Marktes auf über eine Billion Dollar wachsen, schätzen Experten. Damit das gelingt, brauchen alle immer bessere Raketen. Im Podcast erzählt Godart Beat Balzli, warum Elon Musk vielleicht doch nicht so genial ist und die US-Armee bei seiner Erfolgsstory kräftig nachhilft – und warum ein deutscher Weltraumbahnhof keine gute Idee ist. Spoiler: Godart träumt übrigens denselben Traum wie Musk. Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
1/15/202159 minutes, 52 seconds
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Multiaufsichtsrätin Simone Menne: „Ein diverses Team ist nicht immer besser“

Simone Menne ist Befürworterin der Frauenquote. In welchem Punkt sie ausgerechnet Friedrich Merz zustimmt, erzählt sie im Podcast. Außerdem spricht sie über die Mutlosigkeit der Deutschen und wie Corona uns verändert. Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ https://spoti.fi/3hWZuig https://apple.co/331sZez +++ Dieser Podcast wird präsentiert von DKV Mobility – dem Partner für modernes Flottenmanagement. Der Mobilitätsdienstleister bietet ein Fullservice-Portfolio für jeden Bedarf. Zum Beispiel Zugang zum größten Versorgungsnetz der Branche mit über 60.000 Tankstellen in ganz Europa, Versorgungslösungen für Elektroflotten sowie die Kompensation von CO2-Emissionen. Mit den Leistungen des DKV geht es einfach, schnell und unkompliziert. Und spart Kosten. Weitere Informationen unter www.dkv-mobility.com.
1/8/202152 minutes, 50 seconds
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Henkel-CEO Knobel: „Ich werde Angela Merkel vermissen“

Carsten Knobel liebte als Junge Hertha BSC und Jugendorchester, als Student startete er eine Unternehmerkarriere im Ost-West-Handel und seit einem Jahr ist er Vorstandschef einer deutschen Wirtschaftsikone. Wer Handys, Flugzeuge oder Autos zusammenklebt, wer seine Wäsche weißer wäscht oder wer Haargel für seinen Investmentbanker-Look braucht, kommt am Henkel-Konzern nicht vorbei. Sein CEO-Posten im Coronajahr anzutreten, machte die Herausforderung für Carsten Knobel nicht kleiner. Sein Vorgänger musste gehen, weil im Persilreich zu wenig Wachstumsdynamik herrschte. Die sollte Knobel ausgerechnet in einer Pandemie wiederbeleben. Als die Seuche den chinesischen Markt lahmlegte, blieb ihm nicht viel Zeit, die restlichen Konzernbereiche sturmfest zu machen. Doch Corona erwies sich auch als praktischer Katalysator, um Entscheidungen und Produkteinführungen massiv zu beschleunigen. Trotzdem werfen ihm Kritiker vor, zu zögerlich zu sein, einen mutlosen Plan zu verfolgen. Er sei noch nicht in der Rolle des Machers angekommen. Dass er den Haarprodukte-Giganten Wella nicht schluckte, nehmen ihm viele übel. Carsten Knobel erzählt Beat Balzli im Podcast, wie sich das Jahr 2020 im Rückblick anfühlt und was er über die Zukunft denkt. Spoiler: Der bodenständige Fußballfan hat „jeden Tag Bock bei Henkel zu sein“. Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ https://spoti.fi/3hWZuig https://apple.co/331sZez
12/18/202043 minutes, 38 seconds
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N26-Chef Stalf: „Das US-Bankensystem ist noch viel steinzeitlicher als das in Europa“

Der Österreicher Valentin Stalf ist Co-Gründer und CEO der Onlinebank N26 mit mehr als fünf Millionen Kunden in über 20 Ländern. Nicht immer lief es für den sehr selbstbewussten Spross aus gutem Wiener Hause reibungslos. Da wurde schon mal ein paar Hundert Kunden ohne Vorwarnung und Verschulden die Kontoverbindung gekappt. Es ließen sich eine Zeitlang online Konten ohne Identitätsüberprüfung eröffnen. Und der Entstehung des Betriebsrats ging eine hässliche Schlacht voraus. Trotzdem gilt Stalf als die fleischgewordene Disruption, der die klassischen „Offline-Banker“ – wie er sie nennt – ein bisschen das Fürchten lehrt. Im Podcast erzählt er, wie er die Bank zur Produkteplattform weiterentwickelt, warum er angeblich keine Angst vor dem britischen Konkurrenten Revolut hat – und welchen Traum er in seinem Leben unbedingt noch verwirklichen will. Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ https://spoti.fi/3hWZuig https://apple.co/331sZez
12/11/202054 minutes, 41 seconds
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Recaro-Chef Hiller: „Wir stellen uns auf einen Umsatzrückgang von 60 Prozent ein“

Mark Hiller ist CEO des Flugzeugsitz-Herstellers Recaro. Seine Branche liegt gerade wahrlich am Boden. Lufthansa und & Co lassen nur noch einen Bruchteil ihrer Flieger abheben, Hersteller wie Airbus produzieren auf Halde. Sitze? Die will derzeit kaum einer. Um 60 Prozent ist das Geschäft von Recaro in diesem Jahr eingebrochen, hat er Ressortleiter Christian Schlesiger im Podcast erzählt. Trotzdem bleibt Hiller optimistisch – und prophezeit radikale Veränderungen in der Flugzeugkabine. Spoiler: Es trifft die Superreichen besonders hart… Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ https://spoti.fi/3hWZuig https://apple.co/331sZez
12/4/202041 minutes, 37 seconds
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Ökonom Jens Südekum: „Für Speckgürtel-Gemeinden ist Corona sicherlich gut“

Was macht Städte stark? In Deutschlands größtem und härtesten Städtetest prüfen Experten 71 Metropolen anhand von 100 Indikatoren – mit teils überraschenden Ergebnissen. Dazu haben WiWo-Volkswirtchef Bert Losse und Chefredakteur Beat Balzli im Podcast mit dem Ökonomen Jens Südekum von der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität gesprochen. Sie diskutieren über den ewigen Sieger München, die Aufholjagd von Berlin und darüber, warum das Ruhrgebiet besser als ein Ruf ist. Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ https://spoti.fi/3hWZuig https://apple.co/331sZez
11/27/202036 minutes, 52 seconds
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Ford-Deutschlandchef Herrmann: „In Sachen Ladesäulen planen wir da den Kollaps“

Gunnar Herrmann startete bereits als Fünfjähriger Automotoren, zündet bei Produktionsproblemen gerne mal Kerzen im Kölner Dom an und arbeitet sein Leben lang für eine Ikone der US-Wirtschaft. Er ist der Deutschlandchef des Autobauers Ford und kämpft gerade mit brennenden Hybrid-Modellen. Im Podcast erzählt Herrmann, warum er künftig mit deutlich kleineren Stückzahlen plant, er alte Autos liebt und sich in der Kantine der Konzernzentrale in Dearborn, Michigan gerne mal mit Prominenten zum Lunch trifft. Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ https://spoti.fi/3hWZuig https://apple.co/331sZez
11/20/202050 minutes, 16 seconds
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ZF-Chef Scheider: „Corona ist wie ein Reset für unsere Industrie“

Angenehm und entspannt ist im Alltag von Wolf-Henning Scheider derzeit überhaupt nichts – außer vielleicht der Ausblick aus seinem Büro am Bodensee hinüber zu den Schweizer Voralpen. Der CEO von ZF Friedrichshafen, dem weltweit fünftgrößten Autozulieferer der Welt, managt die härteste Transformation in der Firmengeschichte. 15.000 Stellen muss Scheider abbauen, das schleichende Ende des Diesels verkraften, in die Wasserstoff-Technologie einsteigen, im ersten Halbjahr einen Verlust von beinahe einer Milliarde verdauen – und jetzt legt ihm das Covid19-Virus auch noch ein ganzes Werk lahm. Trotzdem wirkt Scheider im Podcast mit Beat Balzli ziemlich gelassen. Nur wenn es um gewisse Direktiven aus Brüssel und die digitalen Kolonialherren aus dem Silicon Valley geht, kann der Mann ganz schön leidenschaftlich werden. Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespr... https://spoti.fi/3hWZuig https://apple.co/331sZez
11/13/202049 minutes, 17 seconds
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Delivery-Hero-Gründer Fahrenholz: „Perfektionisten haben es als CEO schwer“

Nicht jeder leidet unter Corona – ganz im Gegenteil. Vor allem Lieferdienste – egal ob für Essen, Getränke oder Pakete – boomen gerade wie verrückt. Auch bei Dax-Neuling Delivery Hero lässt die Zeit der pandemiebedingten Lockdowns den Kurs explodieren. Einer der Mitgründer verdient daran als Aktionär kräftig mit. Operativ ging er aber schon längst von Bord. Nikita Fahrenholz ist die deutsche Antwort auf die amerikanische Tellerwäscherkarriere. Dem Ost-Berliner Plattenbaukind hat laut Legende einst ein Millionär aus St. Tropez seine Freundin ausgespannt. Daraufhin hat er beschlossen, reich zu werden und schnelle Autos zu fahren. Er studierte Betriebswirtschaft, langweilte sich anschließend bei KPMG, McKinsey und der Citigroup und gilt heute als einer der erfolgreichsten Startup-Unternehmer Deutschlands. Im Podcast erzählt er, was es mit dem Millionär und den Plattenbau-Klischee auf sich hat, warum er bald nach New York zieht und mit wem er gerade über einen Einstieg in sein Startup Fahrengold verhandelt. Spoiler: Es geht um teure Autos… Gurus und Coaches versprechen Anlegern das große Geld. Meistens ist das Schwindel – doch einige Strategien funktionieren tatsächlich. https://www.wiwo.de/26592356.html
11/6/202047 minutes, 3 seconds
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Agco-Chef Martin Richenhagen: „Manche deutschen CEOs sind Trump in den Hintern gekrochen“

In den USA stehen die Präsidentschaftswahlen an – und keiner weiß, wer als Sieger vom Schlachtfeld der Demokratie gehen wird. Sowohl in den USA als auch in Europa wünscht sich gefühlt eine Mehrheit, dass der Demokrat Joe Biden dieser Sieger ist. Vier weitere Jahre mit Donald Trump empfinden viele als Alptraum. In einer solch unübersichtlichen Lage braucht man Menschen, die Amerika besonders gut verstehen und dabei wahlweise eine deutsche Brille aufsetzen können. Martin Richenhagen, der CEO des weltweit drittgrößten Landmaschinenherstellers AGCO mit Sitz in Georgia, ist so einer. Er hat im Rahmen des vornehmen Managerzirkels „The Business Council“ mehrere US-Präsidenten persönlich bei Kaminabenden kennengelernt und zu jedem eine klare Meinung – sie ist nicht immer die beste, aber unterhaltsam. Chefredakteur Beat Balzli traf den Heimweh-Kölner in einem Hotel in der Nähe des Doms, um mit ihm im Podcast über die bevorstehende Wahl, den Protektionismus, China und das transatlantische Verhältnis zu sprechen. Richenhagen warnt vor Illusionen – vor allem in Bezug auf Joe Biden. Handelsdefizit, Verteidigungsausgaben, Nord Stream 2: Warum sich das Verhältnis der USA zu Deutschland nicht entspannen wird – egal, wer im Weißen Haus regiert. Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier: https://www.wiwo.de/26569038.html (€)
10/30/202051 minutes, 46 seconds
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Drogerie-Chef Raoul Roßmann: „Ich lege mir die Messlatte selbst - nicht mein Vater“

„Das Konjunkturpaket ist Schwachsinn“, sagt Raoul Roßmann. Der Chef der Drogeriekette erklärt im Podcast mit WiWo-Chefredakteur Beat Balzli, wie er Rossmann durch die Coronakrise steuert, wie es wirklich um die Versorgung mit Toilettenpapier steht, warum er Amazon gerne zerschlagen würde – und wie er sich beim Tennis gegen seinen Vater durchsetzt.
10/23/202056 minutes, 23 seconds
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Volocopter-Chef Reuter: „Wasserstoff spielt auch bei unseren Plänen eine große Rolle“

Im Podcast erklärt Volocopter-Chef Florian Reuter, wie er sich eine Zukunft mit Flugtaxis vorstellt, ob sein Service zum Spielzeug für Reiche wird und wieso er selbst noch nicht mit dem „Volocity“ abgehoben ist.
10/16/202052 minutes, 19 seconds
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VDMA-Präsident Welcker: „Deutschland ist an der Grenze zur völligen Überregulierung“

Der deutsche Maschinenbau leidet massiv unter der Coronakrise. Nicht alle, aber viele Firmen mussten Kurzarbeit anmelden oder gar Mitarbeiter entlassen. Im Podcast sprechen Beat Balzli und Christian Schlesiger über die Misere in der Branche – und über die Lichtblicke. Denn der Optimismus stirbt zuletzt, wie Schlesiger im Gespräch mit dem scheidenden VDMA-Präsidenten und Unternehmer Carl-Martin Welcker erfuhr. Allerdings gibt es einen Punkt, der Welcker in diesen Corona-Zeiten massiv zu schaffen macht… Mehr zum Thema: https://www.wiwo.de/26089748.html (€) Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: https://www.wiwo.de/26255168.html (€) Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
10/9/202040 minutes, 46 seconds
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Lemonaid-Chef Bethke: „Zucker ist ein Suchtstoff“

Paul Bethke stellte sich schon früh Fragen nach dem Sinn des Lebens. Also packte er im Alter von 15 Jahren seinen St.-Pauli-Hoodie und machte sich zum Leidwesen seiner Mutter auf nach Sri Lanka – in der Hoffnung, Antworten zu finden. Während er auf dem Inselstaat im Indischen Ozean ein Jahr lang bei einer einheimischen Familie lebte und zur Schule ging, wurde ihm bewusst, wie privilegiert er als Deutscher ist. Bethke nahm sich vor, diese Privilegien zu nutzen, um Menschen zu helfen, die weniger Glück hatten als er beim „russischen Roulette“ des Lebens. 2009, nach einem VWL-Studium und der Arbeit als Entwicklungshelfer, gründete er in Hamburg gemeinsam mit seinen Freunden Jakob Berndt und Felix Langguth das Getränke- und Sozialunternehmen Lemonaid. Der Name ist ein Wortspiel aus den englischen Wörtern für Limonade und Hilfe (aid). Die Idee: Mit jeder verkauften Flasche Limo oder Eistee unterstützen die Unternehmer soziale Projekte in den Regionen, aus denen sie die Rohstoffe für die Getränke beziehen. Auch gesünder sollen die Limonaden von Lemonaid sein – sie enthalten lediglich fünf Prozent Zucker. Ausgerechnet deshalb wurde das Unternehmen allerdings zuletzt abgemahnt. Was das mit Kafkas „Der Prozess“ zu tun hat, warum Bethke eine Zuckerstatue von Ernährungsministerin Julia Klöckner auf Reisen schickt und wie er zum neuen Lieferkettengesetz steht, erzählt er im Podcast. Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: https://www.wiwo.de/26233516.html (€)
10/2/202051 minutes, 17 seconds
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Trivago-CEO Hefer: „Google kontrolliert praktisch 100 Prozent der Suchanfragen“

Wer kürzlich ein Hotel buchen wollte, schaute höchstwahrscheinlich auch auf seiner Plattform vorbei: Axel Hefer ist Schalke-04-Fan, hält totales Homeoffice für einen Irrweg und führt als CEO die Hotelsuchmaschine Trivago. Mitten in der existenzbedrohenden Coronakrise macht ihm Google noch mehr zu schaffen als sonst. Der Suchmaschinen-Gigant aus Mountain View drängt mit Macht in sein Geschäft. Zusammen mit anderen deutschen Reiseanbietern wie Getyourguide und Flixbus plant er darum den Aufstand gegen Goliath. Was die Davids der Digitalwelt vorhaben und welches neues Produkt sich der Trivago-Chef ausgedacht hat, hören Sie in dieser Folge… Spoiler: Er will die Suche nach Urlaubszielen auf den Kopf stellen. Eine Übersicht über alle Folgen des Chefgesprächs finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ Zur aktuellen Titelgeschichte geht es hier entlang: https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/shortseller-die-offensive-der-kurszerstoerer/26213840.html (€)
9/25/202041 minutes, 34 seconds
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Europapark-Chef Mack: „Wir sind Disney in Deutschland zuvorgekommen“

Roland Mack flog mit seinem Vater einst über den Atlantik und kam mit einer Idee für einen Freizeitpark zurück. Der Europapark Rust war geboren. Einer der wichtigsten Zeremonienmeister der deutschen Spaßfraktion gehört zu den prominentesten Coronaopfern in der deutschen Firmenlandschaft. Und zu allem Überfluss hat vor kurzem noch ein großer Kunde einen wirklich großen Auftrag für eine extrem große Achterbahn storniert. Im Podcast erzählt Mack außerdem von seiner Kindheit im Familienunternehmen, der Beziehung zu Disney und Wolfgang Schäubles großem Irrtum.
9/18/202053 minutes, 42 seconds
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Junge-Unternehmer-Vorsitzende Sarna Röser: „Wir brauchen Mut statt Sozialismus“

Menschen, die nicht auf den Staat warten, sondern ihre Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen, sind genau nach dem Geschmack von Sarna Röser. Kaum jemand predigt das Gebot der Eigenverantwortung leidenschaftlicher als die Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer. „Die Regierung erzieht uns immer weiter dahin, sie als Mutter des Landes zu sehen“, sagt Röser in dieser Folge des Chefgesprächs. Sie formuliert mitunter deftig: „Wir gehen zu einer Vollkasko-Mentalität über“. Aber gleichzeitig spricht auch kaum jemand so begeistert, ja beinahe liebevoll über Kanalrohre aus Beton. Ihre Familie stellt die grauen Schwergewichte im Auftrag deutscher Kommunen her und Röser soll den Betrieb einmal übernehmen. Warum sie einen Hang zur Apokalypse hat und gerne Bill Gates treffen würden, hören Sie im Podcast. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie unter: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech Hier geht es zur aktuellen Titelgeschichte: https://www.wiwo.de/26173860.html (€)
9/11/202047 minutes, 58 seconds
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Haribo-Geschäftsführer Andreas Patz: „Gelatine ist von Natur aus kein schlechtes Produkt“

Haribo feiert dieses Jahr seinen 100. Geburtstag. Im Podcast mit Beat Balzli spricht Geschäftsführer Andreas Patz über die Naschgewohnheiten der Deutschen, Innovationen bei Süßwaren und den Preiskrieg mit dem Einzelhandel.
9/4/202040 minutes, 46 seconds
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Lambertz-Gesellschafter Hermann Bühlbecker: „Vor einer Rezession haben wir keine Angst“

Es ist wohltuend festzustellen, dass nicht alle, die wegen Corona Hilfe beantragen könnten, es auch tun. Im Chefgespräch treffe ich immer wieder auf Unternehmer, die stolz darauf sind, weder Kurzarbeit anmelden zu müssen noch irgendwelche Corona-Kredite anzunehmen. Oft arbeiten sie seit Jahrzehnten fast unabhängig von Banken und sitzen auf schönen Reserven. Hermann Bühlbecker ist einer von ihnen. Deutschlands Printenkönig machte aus dem maroden Familienunternehmen Lambertz einen bescheiden rentablen Gebäck-Konzern, der sich im Nahkampf mit dem mächtigen Einzelhandel über Wasser halten kann. Marketing ist bei Lambertz im wahrsten Sinne des Wortes Chefsache. Alleingesellschafter Bühlbecker lässt auf seinen legendären Partys Models, Millionäre und Mächtige antanzen. Er gab noch nie einen Cent für Endverbraucherwerbung aus, freut er sich. Im Podcast gibt er einen tiefen Einblick in sein außergewöhnliches Unternehmerleben – inklusive Treffen mit Donald Trump, Bill Clinton und dem sehr umstrittenen Präsidenten der Elfenbeinküste… Als Chefgespräch-Hörer möchten wir Ihnen einen Gutschein in Höhe von 29,99€ schenken, mit dem Sie 4 Wochen lang kostenlos alle Inhalte der WirtschaftsWoche lesen können – als Heft zu Hause und natürlich digital. Geben Sie den Code CHEFBUERO unter https://www.wiwo.de/code ein. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie unter: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
8/28/202055 minutes, 10 seconds
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CDU-Wirtschaftsrats-Präsidentin Astrid Hamker: „Eine Quote ist eine Gängelung der Wirtschaft und der Frauen“

Schon die Spekulation, dass der bayerische Ministerpräsident Markus Söder Kanzler werden könnte, treibt manchem die Tränen in die Augen. Vor allem im Wirtschaftsrat der CDU. Dort sitzt mit Friedrich Merz der Lieblingskandidat der Wirtschaft als Vize im Präsidium. Präsidentin Astrid Hamker favorisiert den Hobbypiloten, nicht zuletzt wegen seines ordnungspolitischen Kompasses. Der ist in diesem Land so einigen abhanden gekommen, ist sie überzeugt. Der wachsende Einfluss des Staates schmeckt der mehrfachen Aufsichtsrätin und Gesellschafterin der Piepenbrock-Gruppe ganz und gar nicht. Was ihr sonst noch so gegen Strich geht und was Swimmingpools mit der Krise zu tun haben, erzählt sie im Podcast Chefgespräch. Spoiler: Bei den Themen Frauenquote und Streit in der eigenen Familie wurde es richtig leidenschaftlich... Als Chefgespräch-Hörer möchten wir Ihnen einen Gutschein in Höhe von 29,99€ schenken, mit dem Sie 4 Wochen lang kostenlos alle Inhalte der WirtschaftsWoche lesen können – als Heft zu Hause und natürlich digital. Geben Sie den Code CHEFBUERO unter https://www.wiwo.de/code ein. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie unter: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
8/21/202051 minutes, 52 seconds
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Frosta-Chef Felix Ahlers: „Fleischersatz ist ein reines Chemieprodukt und kann nicht die Zukunft sein"

Fischstäbchen bringt man normalerweise ja nicht Nachhaltigkeit in Verbindung. Wer weiß schon, was drin ist? Und am Ende lagern sie in einer Tiefkühltruhe, die mit Kohlestrom läuft. Felix Ahlers von Frosta versuchte in den letzten Jahren das beinahe Unmögliche. Er positionierte seine Produkte als gesunde Lebensmittel ohne Zusatzstoffe und betont dabei den nachhaltigen Geist der Firma – selbst wenn der Lachs aus dem fernen Alaska kommt. Um den Horizont zu erweitern, fährt er mit der ganzen Familie schon mal monatelang nach Äthiopien und überlässt das Unternehmen sich selbst. Im Chefgespräch spricht er ganz ruhig und gelassen, aber ziemlich Klartext. Spoiler: Er attackiert die Regierung heftig und legt schonungslos die Tricks der Lebensmittelgiganten offen. Als Chefgespräch-Hörer möchten wir Ihnen einen Gutschein in Höhe von 29,99€ schenken, mit dem Sie 4 Wochen lang kostenlos alle Inhalte der WirtschaftsWoche lesen können – als Heft zu Hause und natürlich digital. Geben Sie den Code CHEFBUERO unter https://www.wiwo.de/code ein.
8/14/202045 minutes, 57 seconds
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Flixbus-Chef Schwämmlein: „Kein rational handelndes Unternehmen würde sich so verhalten wie die Deutsche Bahn“

Die Coronakrise hat den Bus- und Zugbetreiber FlixMobility voll erwischt. Nun sind Teile der Flotte wieder unterwegs. Im Podcast mit Chefredakteur Beat Balzli und Ressortleiter Christian Schlesiger kritisiert FlixMobility-Chef André Schwämmlein die Staatsmilliarden für die Deutsche Bahn – und erzählt, warum er weiter auf die Expansion in die USA setzt. Als Chefgespräch-Hörer möchten wir Ihnen einen Gutschein in Höhe von 29,99€ schenken, mit dem Sie 4 Wochen lang kostenlos alle Inhalte der WirtschaftsWoche lesen können – als Heft zu Hause und natürlich digital. Geben Sie den Code CHEFBUERO unter https://www.wiwo.de/code ein. Zum erwähnten Interview mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble geht es hier: https://www.wiwo.de/26048126.html Und zur aktuellen Titelgeschichte hier: https://www.wiwo.de/26070054.html Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie unter: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
8/7/202049 minutes, 12 seconds
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Landmaschinen-Hersteller Claas: „Die Wetterlagen werden deutlich extremer“

Thomas Böck ist Chef des Erntemaschinenherstellers Claas in Harsewinkel und spricht mit Chefredakteur Beat Balzli und Ressortleiter Christian Schlesiger über die Stärken des Standorts Deutschland, die Folgen der Coronakrise und die Zukunft der Landwirtschaft. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/ https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
7/31/202037 minutes, 34 seconds
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Wirecard-Skandal: „Olaf Scholz will gerade von vielen Dingen ablenken“

Vor der Sondersitzung zu Wirecard spricht die Vorsitzende des Finanzausschusses Katja Hessel mit Chefredakteur Beat Balzli über das Versagen der Bafin, die Verantwortung des Bundesfinanzministers und die dubiosen Beziehungen des Ex-Ministers zu Guttenberg. Wenn Sie lieber in Immobilien statt in windige Tech-Aktien investieren, sollten Sie unsere aktuelle Titelgeschichte lesen: www.wiwo.de/26029424.html Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
7/24/202036 minutes, 10 seconds
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IfW-Präsident Felbermayr: „Der Export ist die Achillesferse des kommenden Aufschwungs“

Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, spricht mit Chefredakteur Beat Balzli und Bert Losse über die fragile Lage der Weltkonjunktur, die Gefahr eines zweiten Lockdowns in den USA – und das Siechtum der Welthandelsorganisation WTO. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
7/17/202042 minutes, 20 seconds
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Elring-Klinger-Chef Wolf: „Ich habe Tesla immer sehr ernst genommen“

In dieser Folge spricht Beat Balzli mit Stefan Wolf, dem Vorstandsvorsitzenden des Automobilzulieferers ElringKlinger. Wolf erklärt unter anderem, wieso die Automobilbranche für Anleger nicht mehr „sexy“ ist, warum er die Agenda 2010 vermisst und was er an Elon Musk bewundert. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
7/10/202050 minutes, 16 seconds
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MIT-Chef Linnemann: „Ich bin jeden Tag in Kontakt mit der Intensivstation der deutschen Wirtschaft“

Carsten Linnemann, Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion MIT, spricht im Podcast mit Chefredakteur Beat Balzli und Max Haerder über die Fehler des Konjunkturpakets, die Notwendigkeit drastischer Reformen und den „harten Herbst“, der den deutschen Unternehmen noch bevorsteht. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
7/3/202033 minutes, 36 seconds
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Familienunternehmer-Präsident Eben-Worlée: „Peter Altmaier hat sich als außerordentlich lernfähig erwiesen“

Der Präsident der Familienunternehmer Reinhold von Eben-Worlée spricht im Podcast mit Beat Balzli und Max Haerder über Firmen in der Krise, den Staat als Retter in der Not – und über seine sehr spezielle Geschichte mit dem Wirtschaftsminister. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
6/26/202042 minutes, 44 seconds
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Liqui-Moly-Chef Prost: „Das ist ein gewaltiges Mitnahmeprogramm für die Schlaumeier dieser Welt“

Chefredakteur Beat Balzli spricht im Podcast mit Liqui-Moly-Chef Ernst Prost über eine verweichlichte Generation, die Vorteile der Krise und das „süße Gift“ der Staatshilfen. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
6/19/202058 minutes, 17 seconds
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Giesecke+Devrient-CEO Wintergerst: „Das Bargeld erfreut sich bester Gesundheit in Covid-Zeiten“

Chefredakteur Beat Balzli und Giesecke+Devrient-CEO Ralf Wintergerst sprechen im Podcast über Hackerangriffe auf die Bundesregierung, die Vorteile von Quantencomputern, den anstehenden Kampf um digitale Kolonien und 6G. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
6/12/202051 minutes, 11 seconds
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John Cloppenburg: „Der Super-Gau ist es vielleicht nicht“

Nach dem Corona-Lockdown fahren die Häuser des Düsseldorfer Modehändlers Peek & Cloppenburg wieder hoch. John Cloppenburg, Mitglied der Unternehmensleitung, verrät Chefredakteur Beat Balzli und Christian Schlesiger, wie stark der Umsatz eingebrochen ist – und warum die Käufer im Rheinland ihm wieder Hoffnung geben. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
6/5/202030 minutes, 4 seconds
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Motel-One-Chef Müller: „Als würden wir ein Lagerfeuer machen und Geldscheine hineinwerfen“

Dieter Müller von Motel One und Christoph Hoffmann von 25hours erzählen im Podcast mit Chefredakteur Beat Balzli und Christian Schlesiger, wie sie die Zeit der Geisterhotels erlebten – und wie sie den Neuanfang feiern. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
5/29/202039 minutes, 41 seconds
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Wirtschaftsminister Altmaier: „Die Lufthansa gehört zum Tafelsilber Deutschlands“

In dieser Folge spricht Chefredakteur Beat Balzli mit Peter Altmaier über die Sünden der Fleischindustrie, „Bazookas“, heikle Staatsbeteiligungen – und das Hanteltraining des Wirtschaftsministers. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
5/22/202051 minutes, 57 seconds
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Vaude-Chefin von Dewitz: „Das kleine gallische Dorf bleibt“

Anders als Sportartikel-Riese Adidas will der Outdoor-Ausrüster Vaude die Krise ohne Staatshilfe überstehen. Chefredakteur Beat Balzli und Redakteurin Angela Hennersdorf sprechen im Podcast mit der Unternehmerin Antje von Dewitz darüber, wie das Familienunternehmen es allein schaffen will, warum die Pandemie den Öko-Trend beschleunigt und weshalb ihr Geschäft nur mit der Globalisierung funktioniert. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
5/15/202029 minutes, 10 seconds
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OHB-Chef Fuchs: „Elon Musk wurde nicht wirklich ernst genommen“

In dieser Folge spricht Chefredakteur Beat Balzli mit Deutschlands Raumfahrtkönig, dem OHB-Chef Marco Fuchs, über Disruption im Weltraumbusiness, Geheimdienste als Kunden, die Leistung von Elon Musk und größere Gefahren als Corona. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
5/8/202053 minutes, 39 seconds
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Delo-Chefin Herold: „Es ist mein Ehrgeiz und Stolz, keine Kurzarbeit einzuführen“

Chefredakteur Beat Balzli und Max Haerder sprechen mit Delo-Chefin Sabine Herold über das unredliche Handeln mancher Unternehmen in der Krise, die Refinanzierung der Corona-Hilfen und die Gefahren der Deglobalisierung. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
5/1/202043 minutes, 42 seconds
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Trigema-Chef Grupp: „Der Staat muss die Verantwortung jedes einzelnen Bürgers einfordern“

Chefredakteur Beat Balzli spricht mit Trigema-Chef Wolfgang Grupp über seinen Krisengewinn, den Streit mit Linken-Chef Bernd Riexinger und über den Größenwahn der Startup-Szene. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
4/24/202046 minutes, 7 seconds
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Walter Sinn: „Man sollte Zombie-Unternehmen nicht künstlich am Leben erhalten“

Chefredakteur Beat Balzli und Walter Sinn, Deutschlandchef der Unternehmensberatung Bain & Company, sprechen im Podcast über das Krisenmanagement der Bundesregierung, Übernahmefantasien, Existenzängste gewisser Banken – und den KGB. Eine Übersicht über alle Chefgespräch-Folgen finden Sie hier: https://www.wiwo.de/podcast/chefgespraech/
4/17/202051 minutes, 24 seconds
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„Wie surfen die Deutschen im Homeoffice, Herr Summa?“

Harald Summa ist Chef des Betreibers von Internetknoten DE-CIX - durch seine Verbindungen laufen die Daten der Welt. Wie die Coronakrise die Internetnutzung verändert hat.
4/10/202020 minutes, 54 seconds
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„Wie finden wir den Weg aus dem Corona-Shutdown?“

Roland-Berger-Chef Stefan Schaible und Chefredakteur Beat Balzli sprechen darüber, welche Auswirkungen die Coronakrise auf die Automobilindustrie hat, wie und wann man die Produktion nach dem Shutdown wieder hochfahren sollte und was wir von China lernen können.
4/3/202048 minutes, 49 seconds
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„Kommt jetzt die Corona-Pleitewelle?“

Vapiano spricht von Zahlungsunfähigkeit, Maredo meldet Insolvenz an. WiWo-Chefredakteur Beat Balzli und Insolvenzexperte Henryk Hielscher sprechen im Podcast über Unternehmen im Krisenmodus und Corona als ‚Ausrede‘.
3/27/202031 minutes, 46 seconds
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„Stirbt die Wirtschaft den Corona-Tod?“

Leere Werkshallen, geschlossene Geschäfte, einbrechende Börsen – die Weltwirtschaft befindet sich im freien Fall. WiWo-Chefredakteur Beat Balzli und WiWo-Chefökonom Malte Fischer diskutieren, welche Folgen die Corona-Krise für die Unternehmen, das Geldsystem, die Staatshaushalte und die Marktwirtschaft hat.
3/20/202039 minutes, 37 seconds
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„Sind Tattoos mit Edding-Tinte besser, Herr Ledermann?“

Edding ist bekannt für seine dicken quietschenden Filzstifte. Nach einem Krisenmoment im Jahr 2012 hat Gründersohn Per Ledermann das Familienunternehmen aber neu aufgestellt. Edding ist jetzt auch Nagellack und Tätowiertinte.
3/13/202037 minutes, 26 seconds
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„Werden Banken bald überflüssig, Herr Sievers?“

Er ist Chef eines der erfolgreichsten europäischen Fintechs: Im Podcast verrät Tim Sievers, wie er die Finanzbranche aufmischt – und warum die Deutsche Bank bei seiner Firma eingestiegen ist.
3/6/202033 minutes, 21 seconds
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„Sollte man Google zerschlagen, Justus Haucap?“

Der Wettbewerbsökonom Justus Haucap spricht mit Bert Losse über die Macht der großen Tech-Konzerne, die Vorzüge der Plattformökonomie – und die Frage, ob es im Netz verbraucherfeindliche Preisabsprachen durch Algorithmen gibt.
2/28/202038 minutes, 6 seconds
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"Wie globalisiert man eine Schraubenhandlung, Reinhold Würth?"

Reinhold Würth hat aus dem kleinen Schraubenhandel seines Vaters einen Konzern geformt, dessen Produkte aus Werkstätten und Baustellen rund um den Globus nicht mehr wegzudenken sind. Dieses Jahr wird der Unternehmer 85 Jahre alt. Und bis heute hat er im Familienunternehmen das letzte Wort. In unserem Podcast erzählt Reinhold Würth, wie er seinen Betrieb globalisiert hat und was für ihn einen guten Unternehmer ausmacht.
2/21/202036 minutes, 34 seconds
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„Vertrauen Sie Christian Lindner noch, Frau Jensen?“

Die FDP-Politikerin Gyde Jensen ist die jüngste weibliche Abgeordnete im Bundestag. Im Podcast erklärt sie, ob sie nach den Chaostagen in Erfurt und Berlin noch an ihren Parteichef glaubt – und warum es Politikern allgemein so schwer fällt, Fehler einzugestehen.
2/15/202035 minutes, 39 seconds
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„Wie geht es unserer Wirtschaft, Herr Hüther?“

Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft sieht das Rezessionsrisiko bei unter 30 Prozent, positioniert sich gegen die schwarze Null – und fürchtet die Unberechenbarkeit von Donald Trump.
2/14/202027 minutes, 48 seconds
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„Warum werden Hollywood-Filme durch Arri besser?“

Arri ist eine Institution im internationalen Filmgeschäft. Mit Hochleistungskameras und Scheinwerfern prägt das Münchener Unternehmen die Produktion von Filmen in Hollywood, China und Europa – und hat für den Kinohit „Joker“ eine besondere Technik aufgefahren.
2/7/202039 minutes, 24 seconds
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„Was kann Sie eigentlich noch erschüttern, Herr Müller?“

Als Teenager gründete Tarek Müller seine erste Firma, mit 18 hatte er 150000 Euro Schulden. Im Gespräch verrät er, warum er trotzdem den Online-Händler About you aufbaute – und wie er Zalando einholen will.
1/31/202028 minutes, 14 seconds
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„Wie sieht die Zukunft unseres Geldes aus, Herr Mayer?“

Der Chef des Flossbach von Storch Research Institutes über Bitcoin, Libra, einen digitalen Euro und die Gefahr einer Geldkrise.
1/24/202058 minutes, 41 seconds
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„Wie trimmen Sie einen Konzern auf digital, Frau Hendel?“

Erst leitete sie das Porsche Future Lab – nun soll sie gleich den ganzen Volkswagen-Konzern digitalisieren. Im Gespräch verrät sie, wie die Erfolgsaussichten sind.
1/17/202026 minutes, 32 seconds
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„Wie wird man als Pharmazulieferer unverzichtbar, Herr Binder?“

Die schwäbische Firma Binder ist Marktführer für Trockenschränke in der Industrie. Die Geräte simulieren extreme Temperaturschwankungen - und damit die Empfindlichkeit von Produkten. Seit Kurzem hilft Binder auch den Cannabisproduzenten.
1/10/202046 minutes, 39 seconds
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„Wann wird unsere Verwaltung endlich digital, Herr Zimmermann?“

Lars Zimmermann hat sich eine der undankbarsten Aufgaben vorgenommen, die es in Deutschland gibt: Er will die Verwaltung digitalisieren. Im Podcast erzählt er, warum dieses Vorhaben so kompliziert ist – und was andere Länder besser machen.
1/3/202031 minutes, 35 seconds
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„Was finden Sie an den Deutschen besonders komisch, Herr Schwandt?“

Friedrich Schwandt gründete das Statistik-Portal Statista – und weiß deshalb fast alles über die Deutschen. Im Podcast erzählt er, welche Vorlieben der Bundesbürger ihn besonders überraschen – und warum Hamburg ein besserer Standort für Start-ups ist als Berlin.
12/27/201920 minutes, 41 seconds
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„Wie lebt es sich als jüngster Ministerpräsident, Herr Hans?“

Tobias Hans ist gerade einmal 41 Jahre jung – und bereits seit fast zwei Jahren Regierungschef im Saarland. Im Podcast erzählt er, was in Deutschland schiefläuft – und warum er trotz seines Studienabbruchs eine rasante Karriere gemacht hat.
12/20/201926 minutes, 35 seconds
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„Wie wird man mit Dübeln Weltmarktführer, Herr Fischer?“

Mit seinen Dübeln revolutionierte Fischer die Bauwelt. In 47 Länder liefert das Familienunternehmen aus dem Schwarzwald täglich millionenfach seine Handwerkshelfer. Wie die Schwaben es schaffen, innovativ zu bleiben, erzählt Gründersohn und Firmenchef Klaus Fischer.
12/13/201939 minutes, 43 seconds
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„Wohin steuert China, Herr Jungen?“

Der ungelöste Handelskrieg und hausgemachte Probleme bringen den Wachstumsmotor der Weltwirtschaft ins Stottern. Kaum ein Deutscher hat den Aufstieg des Landes so unmittelbar verfolgt wie der Unternehmer und Volkswirt Peter Jungen.
12/6/201936 minutes, 26 seconds
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„Wir sollten weniger jammern“

Er ist eine der größten Nachwuchshoffnungen der FDP: Konstantin Kuhle. Im Podcast erzählt der 30-jährige Bundestagsabgeordnete, warum sich unser Bildungssystem sehen lassen kann, er wenig vom Begriff „Elite“ hält und mit welchen SPD-Vorsitzenden er sich eine Koalition vorstellen könnte.
11/28/201932 minutes, 14 seconds
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„Wie verändern sich Parkhäuser, Herr Goldbeck?“

Goldbeck ist das größte deutsche Bauunternehmen in Familienhand – und Marktführer beim Bau von Parkhäusern. Wie Gründer Ortwin Goldbeck aus einem Sieben-Mann-Betrieb in 50 Jahren einen Drei-Milliarden-Giganten gezimmert hat. Weitere Informationen zu der Studie finden Sie unter: www.eos-solutions.com/studie
11/1/201938 minutes, 37 seconds
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„Warum wissen wir so wenig über Superreiche, Herr Liebig?“

Über Geringverdiener in Deutschland gibt es jede Menge Daten, die sehr wohlhabenden Haushalte hingegen sind für Forscher eine „Black Box“. Die Berliner Wissenschaftler Stefan Liebig und Carsten Schröder wollen das jetzt ändern – sie arbeiten an der größten Reichenumfrage, die es in Deutschland je gab. Weitere Informationen zu der Studie finden Sie unter: www.eos-solutions.com/studie
10/25/201928 minutes, 12 seconds
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„Was können junge Chefs besser als Babyboomer, Herr Feltes?“

Florian Feltes kennt sich aus mit dem Führungsverhalten von Digital Natives – und hat darüber mit Andreas Buhr, einem Gründer, Berater und Vertreter der Babyboomer-Generation, ein gemeinsames Buch geschrieben. Im Podcast erzählt er, warum er New-Work-Methoden gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für sinnvoll hält und wie Künstliche Intelligenz bei der Mitarbeiter-Auswahl und -Bewertung genutzt werden kann.
10/18/201932 minutes, 35 seconds
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„Wie fair ist der Wirtschaftsnobelpreis, Herr Bachmann?“

Dieses Jahr wird der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften zum 51. Mal vergeben. Meistens sind die Preisträger US-Amerikaner und fast immer Männer. Im Podcast erklärt der deutsch-amerikanische Ökonom Rüdiger Bachmann, woran das liegt.
10/11/201937 minutes, 37 seconds
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„Wie wird man Pionier im Maschinenbau, Frau Patisson?“

Das Unternehmen Albrecht Bäumer ist führender Hersteller von Anlagen für die Schaumstoff­­­industrie. Vom leidenschaftlichen Aufstieg aus der Krise in die Marktführerschaft erzählen Gründer-Urenkelin Nina Patisson und ihr Schwager Jan Henrik Leisse.
10/4/201941 minutes, 54 seconds
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„Was können wir heute noch von Hayek lernen, Stefan Kooths?“

Ob Klimaschutz, Mietpreisbremse oder die Duldung anderer Meinungen. Unsere Gesellschaft entfernt sich immer weiter von Markt und Wettbewerb – und droht so die Freiheit zu verlieren, warnt Stefan Kooths, Vorsitzender der Hayek-Gesellschaft.
9/27/201938 minutes, 31 seconds
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„Joschka Fischer, warum ist Ihnen die Kanzlerin manchmal ein Rätsel?“

Vor zehn Jahren wurde Joschka Fischer kritisiert, weil er im Werbespot ein Elektroauto von BMW fuhr. Wie schaut der frühere Vizekanzler und Grünenpolitiker, der vor zehn Jahren eine Strategieberatung gründete, heute auf die Autokonzerne? Welche Art von Führung brauchen sie? Im Wiwo-Podcast „Chefgespräch“ erklärt Fischer außerdem, ob er SUV verbieten würde, wieviel Wirtschaftsnähe er seiner Partei empfiehlt und warum die Kanzlerin ihm manchmal ein Rätsel ist.
9/20/201935 minutes, 52 seconds
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„Wie kommt man dazu, Satelliten zu bauen, Herr Fuchs?“

Das Unternehmen OHB stellt Satelliten her – etwa für die Wetterbeobachtung, die Navigation oder Spionage. Gestartet ist OHB als Fünf-Mann-Betrieb, heute liegt der Umsatz bei einer Milliarde Euro. Gründersohn und Unternehmenschef Marco Fuchs erklärt den fulminanten Aufstieg.
9/13/201943 minutes, 49 seconds
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„Wann erreicht der Abschwung den Arbeitsmarkt, Herr Dullien?“

Wie sicher sind unsere Jobs? Der Ökonom Sebastian Dullien spricht über die Schutzmechanismen des deutschen Arbeitsmarkts - und fordert eine neue Form von Konjunkturprogrammen.
9/6/201922 minutes, 14 seconds
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„Wie wird man Stecker-Papst für die Elektromobilität, Herr Mennekes?“

Der Elektro-Pionier Mennekes hat den Standardstecker für E-Autos entwickelt. Wie sich der Mittelständler aus dem Sauerland mit seiner Idee gegen Konzerne aus Europa durchsetzen konnte, erzählt Gründer-Enkel Christopher Mennekes im Podcast.
8/30/201944 minutes, 52 seconds
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„Ist der Osten noch zu retten, Herr Gropp?“

30 Jahre nach dem Mauerfall hängen die neuen Bundesländer wirtschaftlich noch immer zurück. Woran liegt das – und was ist nun zu tun? Ein Chefgespräch mit Reint Gropp, dem Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle, über unkonventionelle Rezepte für einen Aufschwung Ost.
8/26/201935 minutes, 7 seconds
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„Frau Grohnert, was bremst den Aufstieg von Frauen?“

Ana-Christina Grohnert weiß, wie Geschlechterklischees Karrieren verhindern und warum diverse Teams oft produktiver sind: Sie ist Vorstandsvorsitzende der Arbeitgeberinitiative Charta der Vielfalt und hat vorher als Personalvorstand die Allianz für das digitale Zeitalter aufgestellt. Im Podcast erzählt die Ex-Beraterin, was Chefs heute können müssen.
8/16/201936 minutes, 16 seconds
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„Ist der Klang noch entscheidend, Herr Sennheiser?“

Andreas und Daniel Sennheiser führen den Kopfhörerhersteller Sennheiser in der dritten Generation. Im „Chefgespräch“ erzählen die Brüder, wie sie den Audiospezialisten zum technischen Marktführer gemacht haben – und warum sie ein Kaufangebot von Apple abgelehnt haben.
8/9/201934 minutes, 27 seconds
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„Was bedeutet Diversity für Sie, Frau Nikutta?“

Sigrid Nikutta hat als Vorstandsvorsitzende die Berliner Verkehrsbetriebe saniert und wurde bekannt, weil sie Gehälter ihrer Führungskräfte vom Frauenanteil bei Neueinstellungen abhängig machte. Im Podcast spricht sie darüber, ob die Chefs der Zukunft eher Mitarbeiter-Coach oder Alphatier sein sollten.
8/2/201937 minutes, 35 seconds
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„Sind unabhängige Zentralbanken ein Auslaufmodell, Herr Issing?“

Politiker und Juristen kapern die Notenbanken. Ein Chefgespräch mit Ex-EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing zu der Frage, ob wir im Nullzinszeitalter noch eine unabhängige Geldpolitik brauchen – und wofür.
7/26/201934 minutes, 32 seconds
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„Warum sollten Gründer eigenes Geld investieren, Martin Herrenknecht?“

„Du kannst nicht eine Firma aufbauen - und danach um halb Vier mit der Frau Tennis spielen gehen“, sagt Martin Herrenknecht. Der Hersteller von Tunnelbohrern hat aus einem Ingenieurbüro einen Weltkonzern gemacht. Im Chefgespräch erklärt er, warum Gründer klare Prioritäten setzen müssen - und immer mindestens die Hälfte des Startkapitals aus eigener Tasche finanzieren sollten.
7/19/201928 minutes, 57 seconds
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„Warum gibt es immer weniger Selbständige, Friederike Welter?“

Die Zahl der Gründungen nimmt ab, sagt Friederike Welter. Im Chefgespräch erklärt die Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung das Sicherheitsdenken junger Menschen - und wie Freiheit im Unternehmen gelingt.
7/12/201920 minutes, 59 seconds
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„Sind Sie überzeugt von einer SPD-Doppelspitze, Gesine Schwan?“

Doppelspitze bei der SPD? Würde sie machen, hat Gesine Schwan angekündigt. Allerdings nicht mit Kevin Kühnert, erklärt sie nun im WiWo-Chefgespräch mit Elisabeth Niejahr. Was sie unter guter Führung versteht und warum sie noch nie einen Vorgesetzten hatte? Jetzt im Podcast.
7/5/201940 minutes, 48 seconds
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„Wie baut man eine Achterbahn, Herr Mack?“

Michael Mack ist in Achterbahnen aufgewachsen. Er führt den Europapark in Rust in achter Generation. Im „Chefgespräch“ erzählt Mack, wie er das Traditionsgeschäft zum meistbesuchten deutschen Freizeitpark gemacht hat.
6/28/201930 minutes, 15 seconds
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„Hört die Regierung auf Ihre Ratschläge, Christoph Schmidt?“

Sollte man die teuren Expertenprognosen zur Konjunktur nicht einfach lassen, wenn sie ständig revidiert werden müssen? Im Gespräch mit Christoph Schmidt, dem Vorsitzenden der „Fünf Wirtschaftsweisen“ und Präsidenten des RWI, diskutiert Bert Losse unter anderem über die Ungenauigkeit von Konjunkturprognosen.
6/21/201936 minutes, 19 seconds
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„Wie haben Sie Ihre Drogeriekette gerettet, Herr Roßmann?“

Dirk Roßmann gründete 1972 seinen ersten Drogeriemarkt in Hannover. Heute gibt es fast 3800 Rossmann-Filialen in ganz Europa. Dabei wäre sein Drogerie-Imperium in den Neunzigerjahren fast pleite gegangen. Im Podcast-Interview erzählt Dirk Roßmann von den Höhen und Tiefen seiner Unternehmerkarriere.
6/14/201934 minutes, 2 seconds
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„Hat die EU noch eine Zukunft, Herr Felbermayr?“

„Hat die EU noch eine Zukunft?", fragt WirtschaftsWoche-Chefvolkswirt Malte Fischer den neuen Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr. Der rät im Podcast zu weniger Zentralismus und mehr Subsidiarität. Die EU müsse sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und den nationalen Regierungen dort, wo sie die Dinge besser regeln können, mehr Spielraum gewähren.
6/7/201934 minutes, 47 seconds
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Wie FlixBus die Welt erobert: die Gründer im Podcast

Wie FlixBus die Welt erobert - 2013 hatten drei Gründer eine Vision: Marktführer bei Fernbusreisen in Deutschland. Heute beherrscht FlixBus Europa! Und bald auch die Langstrecke in den USA? Die unglaubliche Erfolgsgeschichte des Tech-Start-ups aus München. Ein Interview mit André Schwämmlein und Daniel Krauss.
5/31/201955 minutes, 56 seconds
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„Was hat Führen mit Dienen zu tun, Thomas de Maizière?“

Wer immer alle Erfolge für sich reklamiert, der kommt als Chef nicht weit, warnt der frühere Verteidigungs- und Innenminister Thomas de Maizière. Was er in seiner langen Karriere in der Bundespolitik über Führen und Dienen gelernt hat, erzählt er im Podcast.
5/24/201930 minutes, 14 seconds
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„Wie führt man eine liberale Partei, Christian Lindner?“

FDP-Chef Christian Lindner wünscht sich für das Land eine andere Form politischer Führung als in der Ära Merkel: Klarere Ansagen, weniger Ausrichtung an Umfragen, weniger spontane Kehrtwenden. Über seinen eigenen Führungsstil spricht er auch selbstkritisch: Das Mikromanagement von Parteiarbeit bis hin zum Formulieren von Presseerklärungen habe er sich aus Zeitmangel abgewöhnen müssen, als die FDP den Bundestag verließ.
5/17/201932 minutes, 27 seconds
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„Ist Führung ein linkes Thema, Hubertus Heil?“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil erklärt, wie agiles Arbeiten in einem Ministerium funktioniert, ob Führung in der Politik manchmal an „House of Cards“ erinnert, warum er Führung für ein linkes Thema hält und warum er es ganz falsch findet, wenn man Angela Merkel als seine Chefin bezeichnet.
5/10/201928 minutes, 20 seconds