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KONTRAFUNK „Philosophieren“

German, Social, 1 season, 68 episodes, 2 days, 12 hours, 56 minutes
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Philosophieren #63: Teilen

Wir teilen unser Essen mit Freunden, wir teilen unser Wissen, indem wir Informationen weitergeben, wir teilen Vorhandenes auf, teilen ein, teilen aus. Täglich nimmt das Teilen als ganz unscheinbare Alltagshandlung einen großen Raum ein. Grund genug für Matthias Burchardt und Alexander Christ, sich in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk einmal ganz ungeteilt aufmerksam diesem wichtigen Begriff zuzuwenden.
4/22/202454 minutes, 38 seconds
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Philosophieren #62: Bestimmen

Die Lust des Bestimmens überwindet die Last des Unbestimmten, denkt man. Das Projekt der Emanzipation entwindet uns der Fremdbestimmung und führt uns in die Selbstbestimmung. Aber können wir tatsächlich alles selbst bestimmen? Oder haben wir eine Bestimmung? Fragen, die ein philosophisches Gespräch im Kontrafunk wert sind. 
4/15/202450 minutes, 57 seconds
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Philosophieren #61: „Verletzen“

Ein Messer oder ein Stich einer Nadel kann meine Haut verletzen. Aber auch Worte können verletzend sein. In den letzten Jahren hat sich ein neuer Begriff entwickelt, der neben diesen tatsächlich stattgefundenen Verletzungen insbesondere die möglichen, sich noch nicht realisiert habenden, aber drohenden oder als drohend empfundenen Verletzungen in den Blick nimmt. So sprechen wir heute vielfach von „vulnerablen Gruppen“ und einer generellen Vulnerabilität in der Gesellschaft. Was hat es mit diesem Begriff auf sich? Und mit welcher Begründung beanspruchen „Vulnerable“ eigentlich einen besonderen Schutz? In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Verletzen und stellen die These auf, dass es uns ganz guttäte, selbstbewusst und ohne den übergriffigen Staat mit den Gefahren des Lebens fertigzuwerden.
4/8/202451 minutes, 41 seconds
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Philosophieren #60: Glauben (Teil 2)

Woran glauben Sie? Kann man heute in unserer säkularisierten Welt, die von der Allmacht der Wissenschaft ausgeht, überhaupt noch an etwas „glauben“, was nicht bewiesen werden kann? Vor einem Jahr haben wir uns in dieser Sendung bereits einmal dem Thema Glauben gewidmet, damals mit Jürgen Fliege. Heute sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ ein zweites Mal über das Glauben und ihre persönlichen Glaubenserfahrungen.
4/1/202451 minutes, 13 seconds
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Philosophieren #51: „Altern“

Wir alle werden unweigerlich älter. In Schwaben sagt man, mit dem Alter werde man auch klüger, ab 50 Jahren soll das dann wohl gelten. Dabei verdrängen wir gerne, dass mit dem Altern auch Gebrechen und andere unschöne Begleiterscheinungen Einzug halten. Matthias Burchardt und Alexander Christ gewinnen in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk dem Alterungsprozess dennoch so manche gute Seite ab und wünschen sich selbst, gut zu altern.
3/25/202450 minutes
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Philosophieren #59: Schlafen

Der Schlaf ist eine alltägliche Tätigkeit, der wir kaum Bedeutung beimessen, solange diese sich unkompliziert einstellt und erholsam ist. Doch es gibt auch widrige Begegnungen mit dem Schlaf, wo er sich als permanente Müdigkeit aufdrängt oder sich in wachen Nächten partout nicht einstellen will. Seine Unverfügbarkeit ist allerdings nur eines der Rätsel, denn schließlich wird der Schlaf ja allein für den Wachen zum Thema. Aus dem Schlaf können wir nicht über den Schlaf sprechen, weil wir dann auf geheimnisvolle Weise abwesend sind. Doch wo sind wir, wenn wir schlafen? Ist der Schlaf etwa der kleine Bruder des Todes?
3/18/202450 minutes, 1 second
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Philosophieren #58: „Musizieren“

Ist Musik nur "organisierter Lärm" oder so viel mehr als das? Das Wesen des Musizierens liege darin, die Stille hörbar zu machen, sagen manche Musiker. Musizieren kann an sich jeder Mensch, manchmal mit großem Können, manchmal mit bescheidenem Erfolg, aber immer löst das Musizieren Emotionen aus. In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk unterhalten sich Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Musikmachen und dessen tieferen Sinn.
3/11/202450 minutes, 46 seconds
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Philosophieren #57: „Verändern“

Schon Heraklit wusste, alles fließt. Den Lauf der Natur und ihre Gesetzmäßigkeiten also können wir Menschen wohl nicht tiefgreifend verändern, so manch anderes im Leben aber schon. Wenn Matthias Burchardt und Alexander Christ in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk kritisch über das „Verändern“ philosophieren, dann wollen sie dabei nicht dem Stillstand um des starrsinnigen Stillehaltens willen das Wort reden – genauso wenig aber dem Verändern nur um des Veränderns willen, hinter dem manches Mal eine nicht wohlmeinende Transformationsagenda lauert. Gelegentlich ist es auch gut, nichts zu verändern.
3/4/202451 minutes, 42 seconds
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Philosophieren #56: „Gärtnern“

Was zeigt sich von unserem Verhältnis zur Natur, wenn wir im Garten arbeiten? Worin besteht der Sinn eines Ziergartens und die Funktion eines Nutzgartens? Welche Weisheit beseelt den Gärtner, und was geht verloren, wenn aus dem „Kindergarten“ eine „Tagesstätte“ wird? Sie sind wie immer herzlich eingeladen, zuzuhören und mitzudenken.
2/26/202451 minutes, 16 seconds
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Philosophieren #55: „Philosophieren“

Dieses Mal betreiben Alexander Christ und Matthias Burchardt Nabelschau: Sie philosophieren über das Philosophieren. Was versetzt uns derart ins Staunen, dass wir uns auf den riskanten und beglückenden Weg des Denkens machen? Die Liebe zur Weisheit treibt uns mitunter aus den allzu bekannten Sinnbehausungen heraus und setzt uns in erschütternder Weise einer bodenlosen Fraglichkeit aus. Ist der Philosoph deshalb ein unbequemer Fremdling, dessen man mittels Schierlingsbechern ledig wird? Oder nimmt er stellvertretend für andere Menschen das Schicksal einer radikalen Besinnung auf sich?
2/19/202451 minutes, 10 seconds
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Philosophieren #54: „Emigrieren“

2/12/202450 minutes, 38 seconds
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Philosophieren #53: „Demonstrieren“

In den letzten Wochen gingen in Deutschland Tausende Menschen „gegen rechts“ auf die Straße: Grundsätzlich erfreulich, möchte man voreilig denken, wenn Bürger Ihre Meinung so zahlreich zeigen. Verstörend aber wirkte, dass Politiker der Regierung sich an die Spitze der Demonstrationen zu setzen versuchten. Für Matthias Burchardt und Alexander Christ ist dies Anlass, einmal grundsätzlich über das Demonstrieren zu philosophieren. Wogegen oder wofür demonstrieren Menschen? Welche Formen sind legitim, und welche Rolle spielen solche Meinungsäußerungen im demokratischen öffentlichen Diskurs? Wir laden Sie ein zum Philosophieren im Kontrafunk, diesmal zum Thema Demonstrieren.
2/5/202450 minutes, 49 seconds
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Philosophieren #52: „Tanzen“

Im Tanzen entwindet sich der menschliche Körper der Schwerkraft des Alltags und bringt flüchtige Verse eines sinnlichen Ausdrucks hervor. So zumindest erscheint es Alexander Christ und Matthias Burchardt, den bekennenden Nichttänzern, in ihrer zaghaften Annäherung an das so bedeutsame Kulturphänomen des Tanzens.
1/29/202447 minutes, 54 seconds
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Philosophieren #51: „Aufklären“

Wie werden Babys gemacht? Im Aufklärungsunterricht wird das Geheimnis gelüftet. Was als triumphaler Siegeszug der letzten Wahrheit gefeiert wird, kann auch in den aufdringlichen Gestus einer freudlosen Rationalität münden. Ebenso wie die Sexualkunde sind auch die Epoche und das Projekt der Aufklärung nicht frei von Ambivalenzen, denen Alexander Christ und Matthias Burchardt in dieser Sendung nachspüren wollen.
1/22/202449 minutes, 56 seconds
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Philosophieren #50: „Verantworten“

Wer ist eigentlich für all das hier verantwortlich? Verantwortung übernehmen, das wollen Politiker vor allem im Wahlkampf. Später, wenn sie erst in Amt und Würden sind, dann ist es oft nicht weit her mit dem Übernehmen der Verantwortung. Matthias Burchardt und Alexander Christ beleuchten in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk, mit welchem Konzept man Verantwortung neu betrachten kann und wie man sich dabei von einer rein juristischen Sichtweise, sich für eine Handlung im Schadensfall verantworten zu müssen, zu lösen vermag.
1/15/202451 minutes, 31 seconds
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Philosophieren #49: „Erzählen“

Diesmal ist der Schriftsteller und Waldgänger Norbert Scheuer zu Gast bei Matthias Burchardt und erzählt am Beispiel seines Bestsellers „Winterbienen“, wie ein Roman entsteht. Wie erarbeitet man seinen Stoff, findet eine angemessene Form, erfüllt die Figuren mit Leben? Und warum sind „Lockenwickler“ bedeutsam? Letztlich geht es auch um die Frage, wie man etwas Kostbares durch den Raum und die Zeit tragen kann, wenn die Welt verwintert.
1/8/202445 minutes, 43 seconds
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Philosophieren #48: „Knallen“

Ein frohes neues Jahr, liebe Hörer! Gerade liegt der Knall des Feuerwerks zu Silvester hinter uns, da fragen Matthias Burchardt und Alexander Christ sich, was das eigentlich genau ist, so ein Knall. Nur ein Naturereignis, das sich physikalisch erklären ließe? Oder steckt doch mehr hinter dem Knallen, das uns in so unterschiedlichen Varianten, im Schlimmen wie im Guten, begegnen kann? Freuen Sie sich auf die erste Ausgabe von „Philosophieren“ im Kontrafunk im neuen Jahr, auf die Folge Nummer 48: „Knallen“.
1/1/202448 minutes, 46 seconds
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Philosophieren #47: „Feiern“

Die Kontrafunk-Philosophen widmen sich diesmal dem Feiern. Das Phänomen ist schwer zu greifen. Was macht eine Feier aus? Gästeliste, Festsaal, Gewänder, rituelle Formeln, Musik? Welche Rolle spielt die feierliche Stimmung? Was erfahren wir über unser Menschsein, wenn wir feiern? Vielleicht ist das Fest eine sinnliche Selbstvergewisserung in Bezug auf unsere kulturelle Identität. Das würde bedeuten: Wer den Menschen ihre Feste verbietet, raubt ihnen die Wurzeln.
12/25/202353 minutes, 11 seconds
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Philosophieren #46: „Schenken“

Wer schenkt, zeigt sich selbstlos und wird seinerseits durch Freude und Dankbarkeit entlohnt. Doch die vermeintlich harmlose Geste des Gebens führt nicht nur in ein Labyrinth sozialer Verbindlichkeiten und Erwartungen, sondern konfrontiert uns auch mit dem ganzen Spektrum seelischer Verkrampfungen, so dass man den Eindruck gewinnen kann, dass jedes Geschenk umzingelt ist von Fettnäpfchen, die nur darauf warten, dass jemand hineintritt. Höchste Zeit für eine philosophische Umkreisung des Themas Schenken.
12/18/202350 minutes, 1 second
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Philosophieren #45: „Wärmen“

Empfinden Sie auch Scham, wenn Sie die Heizung aufdrehen? Klima und Krieg sind gute Argumente für ein solidarisches Frieren, so heißt es. Und während die wohlbetuchten Gutmenschen Ihre Gesinnung am Thermostat abtragen, gibt es Menschen, die sich aufgrund der Inflation Wärme schlichtweg nicht mehr leisten können. All dies ist Anlass genug, sich in der kalten Jahreszeit ein paar warme Gedanken zu machen.
12/11/202344 minutes, 41 seconds
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Philosophieren #44: „Handeln“

„Weil jeder Mensch auf Grund des Geborenseins ein initium, ein Anfang und Neuankömmling in der Welt ist, können Menschen Initiative ergreifen, Anfänger werden und Neues in Bewegung setzen“, schreibt Hannah Arendt in einem ihrer bedeutendsten Werke, der „Vita activa oder Vom tätigen Leben“. Matthias Burchardt und Alexander Christ zeichnen in dieser Folge von Philosophieren im Kontrafunk die Grundzüge der „Vita activa“ nach und diskutieren darüber, inwiefern das „Handeln“ die besondere Fähigkeit hat, Beziehungen zu stiften.
12/4/202347 minutes, 55 seconds
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Philosophieren #43: „Überwachen“

Überwachung verspricht Sicherheit durch Kontrolle und etabliert Formen der Machtausübung und -sicherung. Mit dem Theoriearsenal von Michel Foucault untersuchen Alexander Christ und Matthias Burchardt das Phänomen der allgegenwärtigen Blicke, mit denen der große Bruder gesellschaftliche Verhältnisse schafft. Dabei zeigt sich, dass es aktuell durchaus eine Gnade sein kann, ununterscheidbar zu sein.
11/27/202355 minutes, 37 seconds
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Philosophieren #42: „Trinken“

In der Folge 42 von „Philosophieren“ im Kontrafunk, dem Ort der gepflegten Trunkenheit vor Glück, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Trinken in all seinen Formen. Wir frönen dem Alkohol und erhoffen uns, dass im Wein die Wahrheit zu finden sei, aber wir zelebrieren auch die Teezubereitung und saufen am Ende Wasser, um nicht zu verdursten.
11/20/202347 minutes, 51 seconds
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Philosophieren #41: „Spielen“

Das Spiel hat keinen guten Ruf. Es gehört scheinbar in die Kindheit oder gilt als müßige Zerstreuung in der Freizeit. Alexander Christ und Matthias Burchardt nehmen einen Gedanken Friedrich Schillers auf, der besagt, der Mensch sei nur dort ganz Mensch, wo er spiele. In dieser Perspektive gewinnt das Spiel eine tiefere Bedeutung. Dadurch wird auch nachvollziehbar, warum die Politik sich seiner so gern bemächtigt.
11/13/202350 minutes, 21 seconds
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Philosophieren #40: „Definieren“

In dieser Folge diskutieren Alexander Christ und Matthias Burchardt den Sinn und Unsinn von Definitionen. Dienen sie der Erkenntnis und der Verständigung, oder schaden sie eher? Welche Rolle spielt der „Marsch durch die Definitionen“ (J. Kraus)? Wer darf sich zu den Definitionshoheiten zählen? Nebenbei wird auch definiert, wer die Kinder vom Bofrost-Mann sind.
11/6/202348 minutes, 48 seconds
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Philosophieren #39: „Trauern“

10/30/202355 minutes, 32 seconds
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Philosophieren #38: „Zweifeln“

In Folge 38 von „Philosophieren“, dem Fegefeuer der falschen Gewißheiten im Kontrafunk, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über einen der wichtigsten Begriffe in der Philosophie, über das Zweifeln. Wir wandern mit Sokrates, Metrodoros, Descartes, Pascal und Montaigne durch alle Wechselbäder des Zweifels und versuchen zu erklären, worin die Gefahren dauernden Zweifelns, aber auch die Chancen angemessener Zweifel liegen können.
10/23/202355 minutes, 38 seconds
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Philosophieren #37: „Schreiben“

„Wer schreibt, der bleibt“, lautet ein bekannter Sinnspruch, der nicht nur von der Eitelkeit der Autoren berichtet, sondern auch von der Seinsweise der Schrift. Was macht das Schreiben aus? Sind unsere Zeilen mehr als die Schatten gesprochener Worte? Welche Bedeutung haben unsere Schreibgeräte und Schriftträger (Stein, Papier, Bildschirme)? Kann eine KI schreiben? Philosophieren Sie mit Alexander Christ und Matthias Burchardt über das bemerkenswerte Phänomen des Schreibens.
10/16/202355 minutes, 36 seconds
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Philosophieren #36: „Irren“

Wir irren stets, wo wir streben … Irrtum, Wahrheit, Lüge, diese drei Begriffe liegen nah beieinander. Unter ihnen ist der Irrtum eine der wirkungsvollsten Kulturtechniken auf dem Weg des Lebens. Mit dem Verirren und dem Irrtum befassen sich Matthias Burchardt und Alexander Christ in dieser Folge von Philosophieren im Kontrafunk und sind damit einmal mehr der Ariadnefaden im Weltenlabyrinth.
10/9/202355 minutes, 37 seconds
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Philosophieren #35: „Beleidigt sein“

„Ich bin beleidigt“, sagt Alexander Christ und fühlt sich dabei in einem tiefen Gerechtigkeitsgefühl verletzt. Matthias Burchardt dagegen behauptet von sich, eigentlich nie beleidigt zu sein. Was genau steckt hinter diesem Beleidigtsein? In „Philosophieren“ im Kontrafunk gehen wir in dieser Folge der Frage nach, wie man beleidigt ist und wird – und wie man aus dieser misslichen Lage herauskommen kann.
10/2/202355 minutes, 40 seconds
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Philosophieren #34: „Sehen“

Einäugige Kanzler, Blinde, die Blinde führen und prompt in die Grube stürzen, Schattenspiele, die Unwissende für die wahren Dinge halten, eine Operation am offenen Auge, das göttliche Licht der Sonne – wie hängt all das zusammen? In dieser Folge von „Philosophieren“, der Camera obscura im Kontrafunk, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Sehen und eine persönliche Erfahrung, die zu weitreichenden philosophischen Betrachtungen führt.
9/25/202355 minutes, 32 seconds
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Philosophieren #33: Blicken

Gaffen, stieren, beobachten – oder einfach nur blicken. Das Blicken ist oftmals in Gefahr, über- oder falschinterpretiert zu werden. Gibt es etwa einen »typisch männlichen Blick«? Darüber sprechen die beiden Männer Matthias Burchardt und Alexander Christ, natürlich mit einem ganz subjektiven Blick auf dieses Thema. Dabei wagen sie eine vielleicht überraschende These: Es geht darum, nicht die Frau auf ihre Sexualität zu reduzieren, sondern die reduktionistische Dinglichkeit und Funktionalität der Welt im Licht des Weiblichen zu überwinden. Es geht also jeweils darum, die Welt im Licht der Geschlechter zu sehen.
9/18/202355 minutes, 38 seconds
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Philosophieren #32: „Modellieren“

In Folge 32 von „Philosophieren“ ist der Mathematiker Prof. Dr. Bernd Simeon zu Gast bei Matthias Burchardt. Die beiden diskutieren über die Macht und Erkenntniskraft von mathematischen Modellen. In der wissenschaftlichen Diskussion werden Möglichkeiten und Grenzen der Computersimulation sorgfältig abgewogen. In der Politik dagegen mutiert diese zu einem Herrschaftsmittel zur Absicherung von Ideologien und der sachzwanghaften Durchsetzung radikaler Eingriffe in das Leben der Bürger. Was wird aus der Mündigkeit der Menschen, wenn sie blind den Orakelsprüchen der Maschine vertrauen? Was bleibt vom Politischen, wenn wir alle zu Modellinsassen degenerieren? Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.
9/11/202355 minutes, 40 seconds
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Philosophieren #31: „Heimkehren“

Nach dem Sommerfestival kehren Matthias Burchardt und Alexander Christ zurück ans Mikrofon und philosophieren über ebendieses „Heimkehren“. Nicht immer glückt nämlich die Heimkunft, wie schon Odysseus und Franz Kafka wussten, denn nicht die Überwindung des Raumes allein trägt dazu bei, sondern auch das Wiedereinflechten der eigenen Geschichte in das Gewebe des Zuhauses muss vollbracht werden. Was aber, wenn es keinen Ort gibt, an den ich gehöre? Und keinen Kreis von Menschen, denen ich zugehöre?
9/4/202355 minutes, 30 seconds
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Sommerfestival - Philosophieren: Berühren

Best of „Philosophieren“: BerührenDie Philosophie vermag über das Alltägliche zu staunen. Welches Wunder geschieht uns in der Berührung? Alexander Christ und Matthias Burchardt erkunden die Weise, wie wir miteinander und mit der Welt in Kontakt kommen, und stoßen dabei auf bemerkenswerte Einsichten über den Körper und den Leib, unsere Sehnsucht nach der Berührung und die Tristesse des „Social Distancing“.
8/28/202355 minutes, 31 seconds
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Sommerfestival - Philosophieren: Schweigen

Best of „Philosophieren“: Schweigen„Wenn du geschwiegen hättest, so wärest du ein Philosoph geblieben“, so lautet ein dem Boethius zugeschriebener berühmter Ausspruch. Bedeutet dies auch für Matthias Burchardt und Alexander Christ, sie hätten besser geschwiegen? Vielleicht aus Ehrfurcht vor all den klügeren Stimmen der Tradition oder aus Respekt vor dem Anspruch der jeweiligen Sache? Warum sagen wir überhaupt etwas und nicht etwa nichts? Schweigen kann vielerlei Beweggründe haben, zum richtigen Moment eingesetzt, wird es jedenfalls beredt und enthält selbst eine Aussage. Wir denken über die Ästhetik des Schweigens nach und differenzieren zwischen den Begriffen Schweigen, Stille und Ruhe. Schließlich wenden wir uns der Un-Kultur unserer heutigen Zeit zu, im Gerede mit vielen Worten nichts zu sagen, und stellen dem eine Kultiviertheit des Zuhörens und des Schweigens entgegen.
8/21/202355 minutes, 31 seconds
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Sommerfestival - Philosophieren: Lieben

Best of „Philosophieren“: LiebenIn der Folge acht von „Philosophieren“ im kontrafunk, dem intellektuellen Liebesnest, geht es Matthias Burchardt und Alexander Christ um ein vielgestaltiges Phänomen, das sich auf sehr verschiedene Gegenstände beziehen kann: um die Liebe. Ausgehend vom Mythos des Aristophanes, erscheint der einzelne Mensch nur als ein Fragment, ewig auf der Suche nach seinem fehlenden Gegenstück. Wohl dem, der seine zweite Hälfte schließlich findet. Im Lieben aber kann man sich ebenso vollständig verlieren wie auch selbstverliebt verirren. So ist die Liebe stets Gefahr und Schlüssel für ein geglücktes Dasein zugleich. Als geglückt mag einem das Lieben erscheinen, wenn sich die gesuchte Vervollständigung ereignet, dieser Moment der idealen Ergänzung.
8/14/202355 minutes, 31 seconds
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Sommerfestival: Philosophieren – Träumen

Best of „Philosophieren“: TräumenTräume sind ein rätselhaftes Phänomen, weil sie nicht nur ein Teil unserer Wirklichkeit sind, sondern eine Wirklichkeit eigener Art stiften. Was bedeuten sie für unser Leben? Manche verfolgen uns in düsterer Bedrohlichkeit, andere geben uns Kraft in schweren Zeiten. Enthüllt sich im Traum unser wahres Selbst, oder werden nur Möglichkeitsräume aufgezeigt?Philosophieren Sie mit uns und wagen Sie zu träumen!
8/7/202355 minutes, 31 seconds
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Philosophieren #30: „Genießen“

Das Leben ist voller Mühen und Widernisse, doch im Genuss kommen wir sinnlich zur Welt. Aber dürfen wir überhaupt genießen, während andere Menschen hungern und leiden? Ist die sinnliche Freude ein Weg zur irdischen Glückseligkeit oder ein Abweg der erschütterbaren Seele? Alexander Christ und Matthias Burchardt untersuchen das Phänomen des Genießens und unterstreichen dabei auch seine politische Bedeutung als Gegengift zum Klima-hygienischen Totentanz und als sinnliche Verführung zur Freiheit.
7/31/202355 minutes, 37 seconds
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Philosophieren #29: „Lesen“

In der Folge 29 von „Philosophieren“ im Kontrafunk, dem fliegenden Teppich ins Reich der Fantasie, spricht Alexander Christ mit seinem Gast, dem Journalisten und Schriftsteller Paul Ingendaay, über das Lesen. Wer liest, muss die Einsamkeit ertragen. Lesen ist ein intimer Vorgang, der uns in das Reich der Fantasie zu tragen vermag und der neue Welten eröffnet. Lesen heißt durch fremde Hand träumen, wusste der Schriftsteller Fernando Pessoa. Wir sprechen insbesondere über das Lesen in Büchern und stellen die Frage, ob die Lesekultur durch eine zunehmend digitale Welt gefährdet ist.
7/24/202355 minutes, 43 seconds
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Philosophieren #28: „Urteilen“

Das Urteilen ist keine exklusive Tätigkeit eines Richters, sondern Aufgabe eines jeden mündigen Menschen. Um den Unterschied von wahr und falsch, gut und böse oder schön und hässlich wohlbegründet auszumachen, brauchen wir alle Urteilskraft. Denn nur so entkommen wir täuschenden Vorurteilen und der Bevormundung durch Autoritäten, die uns gern ihre Ideologien aufdrängen. Die Kontrafunk-Philosophen nehmen deshalb heute genauer in den Blick, was es mit dem Urteilen auf sich hat, und prüfen auch, ob es Situationen gibt, in denen eine Urteilsenthaltung Ausdruck von Weisheit und Lebenskunst ist.
7/17/202355 minutes, 36 seconds
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Philosophieren #27 - Dichten (Teil2)

Schweifend und streifend durchqueren Alexander Christ und Matthias Burchardt das Rätsel des Dichtens. Und weil sie sich im ersten Teil dabei lustvoll verlaufen haben, setzen sie ihre Erkundung nun in einem zweiten Teil fort. Wer hätte gedacht, dass die sparsamste literarische Gattung so viel Anlass zum kontroversen Gespräch bietet? Am Beispiel von Peter Rühmkorf geht es unter anderem darum, ob Lyrik politisch sein kann, ohne dabei künstlerische Einbußen hinnehmen zu müssen.
7/10/202355 minutes, 32 seconds
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Philosophieren #26: „Dichten“

In der Folge 26 von „Philosophieren“, dem „Club der toten Dichter“ im Kontrafunk, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über die besondere Kraft der Worte, wenn diese sorgfältig ausgewählt und wohlgesetzt sind. Wir spüren dem Dichten nach und widmen uns dabei auch der Person des Dichters. Welche Anlässe begünstigen die Dichtung, was entsteht, wenn gedichtet wird? Dichtend beschrieben eröffnen sich uns ganz neue Welten, verschlungen manchmal und mitunter erhellend.
7/3/202355 minutes, 36 seconds
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Philosophieren #25: „Reisen“

Heute packen die Philosophen ihre Koffer und brechen auf in die große, weite Welt. Reisen bildet, aber hilft es auch dabei, seine Probleme zu bewältigen? Schließlich wusste schon Seneca, dass man zwar seine Heimat verlassen kann, aber sich selbst doch immer mitnimmt. Was treibt uns in die Ferne? Die Suche nach dem Paradies? Oder die Freude an der Heimkehr?
6/26/202355 minutes, 37 seconds
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Philosophieren #24: „Feiern“

Die Kontrafunk-Philosophen widmen sich heute dem Feiern. Das Phänomen ist schwer zu greifen. Was macht eine Feier aus? Gästeliste, Festsaal, Gewänder, rituelle Formeln, Musik? Welche Rolle spielt die feierliche Stimmung? Was erfahren wir über unser Mensch-Sein, wenn wir feiern? Vielleicht ist das Fest eine sinnliche Selbstvergewisserung in Bezug auf unsere kulturelle Identität. Das würde bedeuten: Wer den Menschen Ihre Feste verbietet, raubt ihnen die Wurzeln.
6/19/202355 minutes, 36 seconds
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Philosophieren #23: „Telefonieren“

In der Folge 23 von „Philosophieren“ im Kontrafunk, dem Sorgentelefon am Montagabend, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ wieder einmal über ein Alltagsphänomen, das sich aus unserem Leben kaum mehr wegdenken lässt. Telefonieren muss der Mensch heutzutage offenbar rund um die Uhr, kaum eine Zeitspanne am Tag ist bei so manchem davon ausgenommen. Wir überlegen, ob diese scheinbar ach so praktische Technik nicht doch mehr Tücken mit sich bringt als Segen. Und ergründen, welcher Umgang mit dem Telefon uns vielleicht doch besser täte als eine allgegenwärtige Erreichbarkeit.
6/12/202355 minutes, 34 seconds
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Philosophieren #22: „Eseen"

Nicht nur die Liebe, sondern auch die Macht führt durch den Magen. In der heutigen Sendung beleuchtet Matthias Burchardt gemeinsam mit dem Lebensmittelchemiker Udo Pollmer die Frage, was es mit dem Essen auf sich hat. Schon aus der biologischen Perspektive wird ein Unterschied von Mensch und Tier deutlich: Wir bereiten unsere Speisen zu und legen damit den Grundstein für Kultur. Was aber passiert, wenn wir das Speisen zum Zankapfel der Ideologien machen oder zur Quasi-Religion überhöhen? Wer profitiert von der Angst der Menschen, die sich von ungesunder Ernährung, Giften in Lebensmitteln oder Klimafolgen bedroht sehen? Warum werden wir vor Lebensmittel gewarnt, die uns eigentlich gut täten und warum werden Sachen empfohlen, die uns nachweislich schaden?
6/5/202355 minutes, 34 seconds
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Philosophieren #21: „Hoffen“

So viel Trennendes und so viel Chaos auf der Welt – gibt es da noch Hoffnung? Oh ja, gerade jetzt ist das Hoffen, die Zuversicht die Lösung. In dieser Ausgabe von „Philosophieren“ spricht Alexander Christ gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Hanns–Martin Hager über die Pfingstgeschichte und ihre aktuell ungeschmälerte Bedeutung. Wir besprechen, warum Gläubige sich so sicher sind, dass es am Ende gut wird, so schlimm es im Hier und Jetzt manchmal auch sein mag, warum auf Trennung die Aussöhnung folgt und ganz am Ende sogar das ewige Leben wartet. Eine vielleicht überraschende Deutung der Pfingstgeschichte bieten wir in der Hoffnung an, dass sich die gegenwärtige Spaltung durch eine wieder zurückkehrende Kommunikation auflösen wird. Warum also hoffen wir? Warum nur geben wir nicht auf? Weil Zuversicht eine starke, tragende Brücke ist.
5/29/202355 minutes, 34 seconds
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Philosophieren #20: „Verstehen“

In der Sendung vom 22. Mai erörtern Alexander Christ und Matthias Burchardt die Voraussetzungen, Möglichkeiten und Grenzen der Verstehens. Was macht das Verstehen aus? Geht es nur um Kenntnisse oder auch um existenzielle Resonanz? Was ist ein hermeneutischer Zirkel, und warum zerbricht die gemeinsame Welt, wenn das Verstehen verloren geht? Sie sind herzlich zum Zuhören und Mitdenken eingeladen.
5/22/202355 minutes, 31 seconds
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Philosophieren #19 – Berühren

Die Philosophie vermag über das Alltägliche zu staunen. Welches Wunder geschieht uns in der Berührung? Alexander Christ und Matthias Burchardt erkunden die Weise, wie wir miteinander und mit der Welt in Kontakt kommen und stoßen dabei auf bemerkenswerte Einsichten über den Körper und den Leib, unsere Sehnsucht nach der Berührung und die Tristesse des social distancing.
5/15/202355 minutes, 30 seconds
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Philosophieren #18: „Kapitulieren“

In Folge 18 von „Philosophieren“ im Kontrafunk, dem Denkraum von Ende und Anfang, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ am Tag der deutschen Kapitulation 1945 über historische und philosophische Aspekte rund um das „Kapitulieren“. Heißt kapitulieren stets, alles und womöglich sich selbst vollständig aufzugeben? Oder kann in der Aufgabe einer nicht mehr zu haltenden Position auch ein Neuanfang begründet liegen? Wir sprechen über die Ästhetik des Kapitulierens und ergründen die Voraussetzungen für ein würdevolles Scheitern.
5/8/202355 minutes, 32 seconds
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Philosophieren #17: „Arbeiten“

Am Tag der Arbeit philosophieren die beiden Müßiggänger Alexander Christ und Matthias Burchardt über die Lust und die Last dieses Grundphänomens. Arbeit kann lästige Pflicht oder Ort der Selbstverwirklichung sein. Im engeren Sinne ist Arbeit lebensnotwendig, denn nur durch sie erlangen wir die Mittel zum Leben: Der Landmann und der Handwerker schaffen im Umgang mit der Natur die Voraussetzung für unsere Existenz und geben unserem Dasein eine Heimat. Doch die Freiheitsspielräume, die wir durch Arbeit gewinnen, bezahlen wir durch neue Zwänge, wenn die arbeitsteilige Welt uns einspinnt. Und was ist, wenn uns die Arbeit ausgeht? Bleibt dann nur noch die Alternative von Bullshit-Job oder besinnungslosem Grundeinkommen?
5/1/202355 minutes, 31 seconds
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Philosophieren #16: „Wohnen“

In Folge zwölf von „Philosophieren“ im Kontrafunk, der geistigen Komfortzone, geht es Matthias Burchardt und Alexander Christ um Tisch und Stuhl, Lager und Feuer, Tür und Fenster, Grund und Boden — und Sie, liebe Hörer, werden sich wohl fragen, was haben diese Begriffe gemeinsam? Wir sprechen heute über Beheimatung und Sesshaftigkeit, aber auch über das Verlassen eines geschützten Raumes. Lassen Sie sich bitte, wie immer, überraschen, wenn wir diesmal ins tief Private eintauchen und über das „wohnen“ philosophieren.
4/24/202355 minutes, 31 seconds
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Philosophieren #15: „Malen“

4/17/202355 minutes, 41 seconds
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Philosophieren #14: „Glauben“

4/10/202355 minutes, 33 seconds
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Philosophieren #13: „Leiden“

4/3/202355 minutes, 31 seconds
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Philosophieren #12: „Abstimmen“

Die Abstimmung ist der offensichtliche Vollzug einer demokratischen Praxis. Doch was bedeutet es überhaupt, wenn eine politische Gemeinschaft etwas auf dem Wege der Abstimmung beschließt? Verschleiert man hinter der Demokratiefolklore nicht nur Machtkonstellationen? Was wäre das Ideal einer guten Abstimmung? Matthias Burchardt und Alexander Christ erörtern die vermeintlich selbstverständliche Praxis und geraten sich in die ergrauten Haare, wenn es um das „Systemische Konsensieren“ geht. Sie sind herzlich eingeladen, die Argumente der beiden zu prüfen und sich Ihre eigenen Gedanken zu machen.
3/27/202355 minutes, 31 seconds
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Philosophieren #11: „Kämpfen“

In der Folge 11 von „Philosophieren“ im Kontrafunk, der verbindenden Stimme der Menschheitsfamilie, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ aus aktuellem Anlass mit dem Schweizer Friedensforscher und Historiker Daniele Ganser über den Kampf zwischen Nationen und über seinen persönlichen Kampf um die Redefreiheit.Das elementare Menschheitsthema, das uns alle derzeit hautnah betrifft, lautet „Krieg oder Frieden“. „Ich mahne unablässig zum Frieden; dieser, auch ein ungerechter, ist besser als der gerechteste Krieg.“ Dieser bekannte Ausspruch des Cicero in den Epistulae ad Atticum steht mahnend über unserer Zeit – und so auch über unserer heutigen Sendung. Mit Daniele Ganser wollen wir insbesondere aufzeigen, ob und wie eine kämpferische Auseinandersetzung auch friedlich geführt werden kann.
3/20/202355 minutes, 29 seconds
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Philosophieren #10: „Schweigen“

„Wenn du geschwiegen hättest, so wärest du ein Philosoph geblieben“, so lautet ein dem Boethius zugeschriebener berühmter Ausspruch. Bedeutet dies auch für Matthias Burchardt und Alexander Christ, sie hätten besser geschwiegen? Vielleicht aus Ehrfurcht vor all den klügeren Stimmen der Tradition oder aus Respekt vor dem Anspruch der jeweiligen Sache? Warum sagen wir überhaupt etwas und nicht etwa nichts? Schweigen kann vielerlei Beweggründe haben, zum richtigen Moment eingesetzt, wird es jedenfalls beredt und enthält selbst eine Aussage. Wir denken über die Ästhetik des Schweigens nach und differenzieren zwischen den Begriffen Schweigen, Stille und Ruhe. Schließlich wenden wir uns der Un-Kultur unserer heutigen Zeit zu, im Gerede mit vielen Worten nichts zu sagen, und stellen dem eine Kultiviertheit des Zuhörens und des Schweigens entgegen.
3/13/202355 minutes, 38 seconds
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Philosophieren #9: „Verzeihen“

„Wir werden einander viel verzeihen müssen.“ Der Spruch des ehemaligen Gesundheitsministers Jens Spahn hallt bitter nach. Vor das Verzeihen haben die Götter die Einsicht, die Reue oder die Sühne gesetzt. Gibt es einen Anspruch auf Verzeihung? Worin besteht der tiefere Sinn dieser Handlung? Sinnieren Sie mit Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Verzeihen und dessen Kehrseite – die Unversöhnlichkeit.
3/5/202355 minutes, 30 seconds
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Philosophieren #8: „Lieben“

2/27/202355 minutes, 31 seconds
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Philosophieren #7: „Schunkeln“

Das Schunkeln gilt dem Intellektuellen als plebejisch, allzu trivial ist diese Bewegungsform im Vergleich zum subtilen Tanz. Wer schunkelt – so die Unterstellung – sei ein grobmotorischer Mitläufer, der Individualität und Reflexion preisgebe, um sich im Feiern mit der dumpfen Masse gemein zu machen. Matthias Burchardt und Alexander Christ riskieren eine Apologie des Schunkelns und staunen über das Phänomen des Karnevals – auch und gerade in Anbetracht seiner akuten Bedrohtheit durch den woken Puritanismus.
2/20/202356 minutes, 23 seconds
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Philosophieren #6: „Verlieren“

2/13/202358 minutes, 22 seconds
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Philosophieren #5: „Wahrnehmen“

In der Folge fünf von „Philosophieren“, der Sendung von Matthias Burchardt und Alexander Christ, ist der Journalist Robert Fleischer zu Gast. Zusammen mit Alexander Christ widmet er sich dieses Mal einem besonders spannenden menschlichen Betätigungsfeld, dem Wahrnehmen. Wie nehmen Menschen wahr? Beschreiben die sogenannten fünf Sinne, die man sprichwörtlich beisammenhaben sollte, schon die Grenze der menschlichen Naturbeobachtung? Oder ist da mehr? Es wird aufgezeigt, wo und wie uns bereits unsere fünf Sinne auf eine schiefe Bahn bringen können. Wir streifen auf Randbezirke, etwa das Phänomen „Remote Viewing“, die Telekinese, und unternehmen Ausflüge ins Weltall und in das Innerste des Menschen. Wie verhalten sich Wahrnehmung und Fake News? An welchem Punkt wird Wahrnehmung abhängig von der jeweiligen Perspektive zum bloßen Standpunkt? Gibt es überhaupt objektiv Wahrnehmbares? Haben wir einen Einfluss auf die Materie, ja können wir selbst die Wahrnehmung und damit die (oder unsere) Wirklichkeit beeinflussen? Schließlich: Ist das, was wir sehen, wirklich alles, was ist? Oder ist da viel mehr, was wir (zunächst) nicht sehen und womöglich auch bisher nicht erklären können? Gerade in den Randbereichen des Wahrnehmbaren zeigt sich, dass unser Welt-Bild vermutlich nur ein kleiner, halbwegs beherrschbarer Ausschnitt aus dem großen Ganzen sein dürfte.
2/6/202357 minutes, 15 seconds
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Philosophieren #4: „Frieren“

Ist das Frieren mehr als ein unangenehmer Körperzustand? Matthias Burchardt spricht mit dem Berliner Philosophen Jochen Kirchhoff über die Verwinterung von Welt und Seele. Inspiriert durch Wilhelm Müllers Winterreise, gelesen von Hans Kremer, erörtern sie die Heimatlosigkeit des modernen Menschen, die politische Kälte des Hygieneregimes und die Rückbesinnung auf Wärmequellen in Gemeinschaft, Kultur und Kosmos.
1/30/202356 minutes, 58 seconds
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Philosophieren #3: „Träumen“

Träume sind ein rätselhaftes Phänomen, weil sie nicht nur ein Teil unserer Wirklichkeit sind, sondern eine Wirklichkeit eigener Art stiften. Was bedeuten sie für unser Leben? Manche verfolgen uns in düsterer Bedrohlichkeit, andere geben uns Kraft in schweren Zeiten. Enthüllt sich im Traum unser wahres Selbst oder werden nur Möglichkeitsräume aufgezeigt? Philosophieren Sie mit uns und wagen Sie zu träumen!
1/23/202357 minutes, 46 seconds
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Philosophieren #2: „Lügen“

Die Folge zwei der neuen Sendung von Matthias Burchardt und Alexander Christ widmet sich wieder einem zentralen Thema der menschlichen Existenz: dem Lügen. Heute geht es also um kurze Beine, lange Nasen, die Differenz von Schein und Sein, Halbwahrheiten, Alltagslügen und mehr. Was motiviert Menschen dazu, zu lügen? Was genau verstehen wir eigentlich unter dem Begriff„lügen“? Setzt die Lüge stets eine böse Absicht voraus oder sind auch Lebenssituationen denkbar, in denen die Lüge schadlos existieren kann? Besondere Bedeutung hat die Lüge in der Kunst und Literatur, denn hier erkennen wir letztlich vielleicht gerade in der Lüge die Wahrheit. Zu einer sehr fragwürdigen „Meisterschaft“ in neuerer Zeit scheint das Lügen in der heutigen Politik aufgestiegen zu sein. Hier gilt offenbar die Parole „Lügen – aber richtig!“
1/16/202356 minutes, 4 seconds
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Philosophieren #1: „Erinnern“

Diese neue Sendung von Matthias Burchardt und Alexander Christ widmet sich von Woche zu Woche einem anderen Thema der menschlichen Existenz. Heute geht es um den Duft der Zeit und das Phänomen des Sich-Erinnerns. Welchen Sinn hat es, sich Vergangenes zu vergegenwärtigen? Wo liegen die Tücken der Erinnerung und wie kann man ihnen durch Mnemotechnik begegnen? Brauchen wir – individuell und gemeinschaftlich – das Erinnern zur Stiftung unserer Identität? Abschließend wird auch zu fragen sein, inwieweit Erinnerungspolitik ein Herrschaftsinstrument ist, das uns durch Geschichtsvergessenheit und kulturelle Demenz entwurzelt und ideologisch steuerbar macht.Alle Hörer sind herzlich zum Philosophieren eingeladen.
1/9/202356 minutes, 9 seconds